Monatsarchiv: Januar 2015

Hört mir auf mit Europa!

Habt ihr sie gesehen, die Schmach beim Sportclub? In der zementierten Liga, wo die SGE gegen die finanzstarken Unternehmen nichts melden kann, hat sie vom Finanz- wie Sportzwerg (zurecht) die Mütze voll bekommen. Nils Petersen, der Bremen-Breisgau-Messi hat für die Demontage eines gelangweilt kickenden Teams gesorgt.

Europa? Das ist sportlich für das Team offenbar so soweit weg, wie es Wolfsburg für den Verein finanziell ist.

Europa? Das haben die Spieler und Teams verdient, die für den Erfolg arbeiten, die nicht immer und immer wieder einschlafen.

Europa? Angesichts einer Arbeitseinstellung wie gegen Freiburg kann diese Mannschaft froh sein, nicht in Abstiegsnöte zu geraten. Was aber schnell passieren wird, dem gewollten Scheunentor sei Dank.

Europa? Wenn man das erreichen würde wollen, dürfte der Trainer nicht schon wieder, zum x-ten Mal auf die unsägliche Raute / 442 umstellen, wie in der 2. Hslbzeit geschehen.

Europa? Diese Spieler, allen voran die Schwätzer a la Bastian Oczipka, der Todesengel von Frankfurt, sollen einfach froh sein ihr Geld mit diletieren verdienen zu dürfen.

Europa? Es ist grotesk, gegen einen derart dünnen Gegner das Spiel nach 45 Minuten und nach-50-Sekunden-erzielter-Führung nicht mit 2:0,3:0 entschieden zu haben. Stattdessen Seepferdchen im 16er in Halbzeit 2 – gipfelnd im Diletantismus der linken Seite vor dem Elfmeter zum 1:1.

Pechvogel Aigner? Sicher, schlampiger Pass vor dem eigentlich zeigenden 2:0 – dann das Foul – aber eben den Strafstoß verursachten eher seine Mitspieler auf der anderen Seite.

Der Tabellen-18. nimmt Eintracht Franfurt auseinander, weil die Truppe nach dem frühen 1:0 kollektiv nicht mehr aus dem Bettchen aufstehen wollte. Statt Extacy und unbedingtem Willen, greift man zum Baldrian um davonzudämmern.

War offenbar mal wieder eine tolle Vorbereitung. Testspiele, Muster ohne Wert und so. Die Schießbude der Liga gepaart mit einem Offensiv-Esprit aus August/September 2014. Gratulation, Eintracht Frankfurt, das war wieder einmal (europäische) Spitze! Ohne Idee, was man verbessern muss und wie man das tut, ist man in und aus der Vorbereitung gegangen. War ja alles tutti, Spektakel und so.

Wer plädierte nochmal für Neuzzgänge? Ach, ich bin zu zornig das jetzt zu verlinken. EDIT: hier, bitte, am 26. Dezember in diesem Blog: http://wp.me/p1VruH-X1

Fakt ist, dass man sich 1:4 beim 18. blamiert hat und dass das Gründe hat. Gründe, die in diesem Verein immer dieselben sind. Weil man für das, was man glaubt zu wollen, nicht (mehr als die anderen) arbeiten will.

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(Nerven)Probezeit, wir sind bereit

Schluß mit Nervenschonung, heute schaltet der Alterungsprozess wieder zwei bis drei Gänge hoch. Blutdruck, Herzfrequenz, Atmung: Alles, was in den vergangenen sechs Wochen so angenehm normal und tiefenentspannt vor sich hin funktionierte, steht ab sofort wieder auf dem Prüfstand. Wie belastbar ist er noch, der Körper, der Geist Jahrgang 1982? Eintracht Frankfurt zwingt beides in wenigen Stunden hinein in den Belastungstest. Der Preis für das leidenschaftliche Fan-Dasein, es sind genau diese Automatismen, diese Mechanismen der Gefühlswelt.

Abgezockter sind da die Kicker selbst. Die machen sich keine Platte, spielen ihren Stiefel runter und gucken, was am Ende rauskommt. Offensiv Hurra, defensiv auweia – mal klappts, mal nicht, so what? Gut, entspannt wäre der Fan nach zwei, drei Annums (lateinischer Plural von Jahren?) als Gehaltsbezieher wohl auch, wüsste er doch, dass man dann nicht mehr so wirklich viel schaffen muss im Leben.

So sitzen wir also heute Nachmittag gebannt und angespannt im Stadion oder vor dem Fernseher, harren ungeduldig der Dinge, die da kommen. Immer in der Hoffnung, dass die Eintracht das bessere Ende für sich hat. Denn dann geht es uns besser, unser Gefühl für das Restwochenende ist ein erquicktes. Wieso auch immer das so ist, die Ergebnisse haben ja so gar keien Auswirkung auf das eigene Leben. Und doch fiebern wir, bangen wir, schimpfen und frohlocken wir.

Herrschaften, bei allem was Fehl läuft in und bei diesem unserem Klub: Wir leben noch, haben Emotion, Gefühl, es geht noch richtig um etwas. Wir können die Illusion noch leben, uns die Bedeutung noch einreden. Schaut an was die Bayern aus München haben. Für die ist Bundesliga nichts als lästige Pflicht, März oder April als Meisterfeier-Monat, darum geht es dort. Bayern München ist langweilig wie Radfahren (jo mei, sie ham einmal verloren, big whup!), wie eine Bergetappe auf der Tour de France. Es geht kilometerlang durchs Flachland, um irgendwann Ende April und im Mai die vier Spiele (Halbfinals und das Endspiel in der Champions League sowie DFB-Pokal) zu absolvieren, die man eigentlich ausschließlich absolvieren will. Ein Abo auf Titel, was gibt es langweiligeres? Ist das Wettkampf, ist das Sport? Mir jedenfalls ist ein SC Freiburg, herrje, selbst ein VfB Stuttgart und SC Paderborn viel näher als Bayern München oder leblose Gebilde wie Wolfsburg (30 Millionen Euro aus der Lameng ausgeben, jawoll!), Männerspielplatz-Wiesen á la Hoppenheim, oder Werbe-Vehikel wie Leipzig.

Eintracht Frankfurt, Leute, hat so viele Fehler wie normale Menschen. Das macht diesen Klub doch sympathisch. Und wenn die 11 bis 14 aufgestellten in ihren heute wohl weißen Trikots einen Sieg im Breisgau einfahren sollten, habe ich sie gleich nochmal um einiges lieber. Bei einem Punkt grantele und hadere ich, lege die Finger in die Ambitions-Wunde. Und bei einer Niederlage, da regnet es dann Spott.
Aber so ist das eben, wenn Emotionen im Spiel sind. Analysen gibts nach der Abkühlung eine paar Stunden später. Jetzt erstmal den Belastungstest überstehen. Ich hab sowas von keine Lust – aber die Flamme geht 1000%ig ab spätestens 14.30 Uhr, 15 Uhr an.

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Mal wieder ein Missverständnis

Jan Rosenthal wurde vom Verein freigestellt. Herrje, was muss da seit Vertagsbeginn vorgefallen sein, dass dieser gute Fußballer derart gescheitert ist an und in Frankfurt!

Streng genommen hatte er nie eine echte Chance. Im Gegensatz zu so vielen angeblich so guten Spielern, die vor allem von Fans vehement gefordert und verteidigt wurden. Man erinnere sich an die Caios, Korkazens, mittlerweile Kadlec’es. Der Ex-Hannoveraner, Ex-Freiburger hatte von Beginn an keine Lobby, weshalb auch immer. Sehr früh begannen die Anfeindungen, immer unversöhnlicher wurde die Haltung ihm gegenüber. Das ganze hat etwas von der unglückseligen Geschichte um Michael Thurk. Rosenthals Werdegang bei der SGE ist übrigens der, der auch Johannes Flum drohte. Letzterer erspielte sich glücklicherweise die gebotene Anerkennung. Dass Flum mittlerweile derart brutal abgesägt wurde, angesichts der Schwächen im defensiven Mittelfeld so verschmäht wird, lässt auch ihn im Sumpf der Missverständnisse versinken.

Zurück zu Rosenthal. Klar ist auch, dass er selbst sportlich die Kurve nie bekam. Die Chancen, die er bekam, konnte er nicht nutzen. Zu oft fiel er mit Fehlpässen auf, mehr als einmal führte das zu Gegentoren. Slobodan Medojevic kann ein Lied davon singen. Doch sollte man als Eintracht-Fan nie vergessen, dass Rosenthal vermutlich den Klassenerhalt 2013/2014 ermöglicht hat. Sein Ausgleichstreffer nach dem Solo ab dem Mittelkreis gegen Stuttgart, das absurderweise am Ende gewonnen wurde, war überlebenswichtig.

Ablösefrei kam er, ablösefrei oder gegen einen Ovolus wird er gehen. Man wird sich hier in nur 1,2 Jahren nicht mehr an ihn erinnern. Das ist schade, weil Rosenthal alles mitbrachte um in etwa das Niveau eines Alexander Meier ersetzen zu können. Perdu. Am Ende macht Rosenthal den Olivier Occean (ja, der hat sogar noch Vertrag bei der SGE!)

Samstag gegen Freiburg, wohl doch mit Doppel-Nippon. Schaden kann es angesichts der Alternativen aus Brasilien und Serbien nicht.

PS: Hamburger SV, das ist für mich ein derart widerlicher „Verein“. Da wird hemmungslos Geld ausgegeben, bar jedem (Miss)Erfolg. Narürlich (!) kann dieses Gebilde mal eben Ivica Olic kaufen, das Gehalt bezahlen. Dem INVESTOR sei dank. Von daher passt der Transfer mit dem semi-norddeutschen Bruder, dem Retorten-Investorenklub aus Wolfsburg wunderbar ins Bild – was sind schon mal 3 Millionen hier, 30 Millionen dort. Gleich und gleich gesellt sich gern – und Unternehmer haben den Geist, die Seele des Sports kaputt gemacht. Wieso regt sich in Hamburg eigentlich dagegen kein Widerstand? Die Bundesliga-Uhr füttert das Ego, die Negierung des ehrlichen Wettkampfs, der eben auch im Abstieg münden kann, ist dem Hamburg-Fan exakt ein Investor Kühne wert. Bravo, HSV, spätestens ab jetzt rangierst du auf einer Ebene wie das ebenso sympathische Verlogenheit 04, der Arbeiterverein aus Gelsenkirchen 😉

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Stärkung oder das Aus des „Architekten“

Soso, laut der stets mit der Schrotflinte Nachrichten herausschießende und dann immer mal wieder auch das Ziel treffenden BILD-Zeitung, hat Felix Wiedwald bereits ab Sommer bei Werder Bremen unterschrieben. Sollte das stimmen – was SGE-Sportdirektor Bruno Hübner per Zitat („Ich kann mir eine Einigung gut vorstellen“) quasi bestätigt und das seltsame Torwarttransfer-Gehabe des SVW nahelegt – hat entweder Kevin Trapp in Frankfurt bereits verlängert oder der Job des Managers hängt am schmalsten aller Fäden.

Würde es tatsächlich zum worst-case kommen, also einer Nicht-Verlängerung Trapps samt Wiedwald-Wechsel, wäre Hübner kaum mehr zu halten. Zu lange lässt er den Poker zu, zu spät setzte man auf Wiedwald – wenn es denn so kommt. Der sicher redliche Aserbaidschaner Emil Balayev wäre jedenfalls niemandem als perspektivische Nummer 1 im Tor zu vermitteln. Schon gar nicht bei dem Gerede von Ambitionen, Europa und Co. Wie ist das eigentlich angesichts der ganzen Ränkespiele im Verein – Stichwort Fischer Wiederwahl als Präsident / drohendes Bender-Aus im Aufsichtsrat – mit der Personalie Hübner? Gibt es da auch … Schattierungen?

Wäre es dem Funktionär hingegegen gelungen, Trapp – und eventuell Zambrano – zu halten, hätte er seine Position, sein Profil massiv gestärkt. Für Hübner ist diese (nun schon einige Monate andauernde) Phase eine durchaus entscheidende. Jetzt entscheidet sich, ob er tatsächlich der Architekt ist, sein kann, zu dem er häufig schon (meines Erachtens voreilig) stilisiert worden ist. Denn neben dem Ja/Nein von Vertragsverlängerungen, wird auch deren Ausgestaltung wichtig sein. Ergo: keine (Billig)Klauseln mehr. Letzteres wird die Öffentlichkeit natürlich erst erfahren, wenn es irgendwann mehrfach dementiert worden ist. Klar ist, dass Hübner in dieser Spielzeit viele Vertragsbaustellen zu beackern hat, was die Arbeit nicht leichter macht. Dazu die Ausdünnungs-Aktionen á la Lanig, Rosenthal, nun ja offenbar sogar Johannes Flum. Bislang ist jedenfalls nur Bamba Anderson zu einer Unterschrift zu bewegen gewesen. Bei Takashi Inui zieht man offenbar eine Verlängerungs-Option (was zumindest bei einem möglichen Verkauf für Ablöse sorgen würde), mit Bastian Oczipka wird offenbar verhandelt. So ganz passiv, wie zu Zeiten des Veh-Aus ist man jedenfalls nicht. Man muss schließlich in kleinen Schritten denken.

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Lassen wir sie kicken

Vielleicht ist es die Ahnung, dass der Stress, die Angst, der Misserfolg zurückkehrt. So richtig freuen kann ich mich auf den bevorstehenden Rückrundenstart der Eintracht nämlich nicht. Das liegt weniger an Vorfällen während der Vorbereitung, nicht mal an den Vertragspossen um die Zögerer Trapp und Zambrano, sondern am diffusen Gefühl, dass wieder so ein Harakiri-Fußball gespielt wird. Einer, der vielleicht die entscheidenden zwei, drei Male nicht funktioniert. Vor allem aber scheint es nicht so zu sein, dass sich etwas getan hat im Team, die Schwächen scheinen dieselben mit derselben Ausprägung zu sein, wie zuvor. Vice versa die Stärken.

Ihr wisst schon was ich meine: Man möchte ja optimistisch, euphorisch sein. Doch wie oft ging das schon in die Binsen bei / in diesem Klub?! Spätestens dann, wenn einige Spieler die Ambitionströte blasen, wie Bastian Oczipka etwa, droht die Blase zu platzen. „Oben festbeißen“ hat sich in Frankfurt zu einem geflügelten (Schimpf)wort entwickelt über die Jahre.

Was wirklich möglich ist, werden wir am Samstag um 17:21 Uhr wissen. Ergebnis und Spielweise, Personal und Spielverlauf werden darauf hindeuten. Möchte man tatsächlich nach oben, möchte man zumindest den Tabellenrang festigen, ist ein Sieg im Breisgau … ich schreibe das Wort nicht, das ruiniert sicher das Karma.

Wird es am Ende „nur“ eine ruhige Saison, kaufe ich das auch. Gerne sogar. Die Chance, tatsächlich da vorne reinzustoßen schätze ich im Gegensatz zu vielen anderen deutlich geringer ein als einen vermeintlichen Absturz – und sei es um drei, vier Positionen.

Egal. Noch ist weder schwarzmalen noch schwärmen angesagt. Lassen wir die SGE erstmal spielen, richtig, in einem Pflichtspiel. Das wird übrigens personell wohl so angegangen werden, dass vieles bleibt, wie es war – was Marco Russ und Bamba Anderson als IV bedeutet und Makoto Hasebe auf der Sechs. Am Ende wird sich zum x-ten Mal Lucas Piazon als so ziemlich einzig „Neuer“ in der Startelf verdingen (dürfen), bevor Takashi Inui oder Sonny Kittel so um die 70. Minute eingewechselt werden. Oder wie seht ihr die Aufstellung für Samstag?

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Freiburg und die Fata Morgana

Ivica Olic zum Hamburger SV, Didier Ya Konan zu Hannover 96, Carlos Eduardo zum FC Köln, Srdjan Lakic zum SC Paderborn – der Mercato hält dann doch so einige bemerkenswerte Dinge bereit.

Wie angenehm gleichbleibend der Blutdruck des Eintracht-Fans in dieser Winterpause doch ist! Man spürt eben, dass es diesmal in puncto Neuzugänge nicht pressiert. Kommt einer, kommt keiner? Man kann der Antwort gelassen entgegensehen. So ungefähr muss sich ein Anhänger des FC Bayern München fühlen, sorglos, da oben an der Tabellenspitze, frei von allen Zwängen. Könnte man häufiger haben, das!

Nachdem man nun aber Cypern-Martin abgegeben hat, Jan Rosenthal unbedingt abgeben will und Johannes Flum weit genug demontiert hat um ihn zum Abschied zu drängen, dürfte es ruhig noch ein neuer Spieler sein (die Schwachstelle(n) des Teams, die perspektivischen Lücken sind bekannt). Das zentrale, zumal defensive Mittelfeld, das sieht man an der Namensauflistung, hat man jedenfalls mächtig gestutzt. Aus quantitativem Überangebot mach zahlenmäßigen Mangel – so schnell kann das im Bäumchen-Wechsel-dich-Geschäft gehen. Alles Wohl, alles Weh würde – falls die zwei Ex-Freiburger in den kommenden Tagen wechseln – fortan an (dem bis vor wenigen Tagen nicht mal als rechtzeitig zurückkehrenden) Makoto Hasebe und (1,6-Mio-Euro-Unsicherheitsfaktor) Slobodan Medojevic hängen. Der eine ist vorbereitungs- und pausenlos, sicher auch etwas geknickt, der andere passt vor allem fehl und scheint Beobachterangaben zufolge nach wie vor absolut neben den Schuhen zu stehen. Bliebe also Aleksandr Ignovski, der sicher als Kettenhund im DM besser aufgehoben ist als in der Rolle, die ihm als Rechtsverteidiger-(Ersatz) zugedacht ist. Da darf man schon mal Zweifel haben, ob das so eine gute Idee ist, wenn man ernsthaft Ambitionen in Richtung Platz 6 / 7 verfolgt.
Denn das sollte jedem klar sein: Ohne Invest ins Personal wird man die Chance, die viele ja nach Hinrundenende glauben zu haben, nicht nutzen können. Die Defensive scheint, siehe Testspiele und von Zeitungs-Redakteuren übermittelte Trainingslagereindrücke, nach wie vor einem Scheunentor zu gleichen. In der Offensive deutet sich das nächste Schaaf-Meier-Missverständnis an, flankiert von der Fortdauer-Förderung eines Lucas Piazon.

Dass auch der dritte Monat seit Vertragsverlängerungs-Angebot in Richtung der Herrn Kevin Trapp und Feierbiest Zambrano in Entscheidungsarmut versinkt, ist überdies nun schon allzu oft festgestellt worden. Vielleicht will man ja – Marketing lässt grüßen – das erste Heimspiel für die Verkündung der Nachrichten nutzen. Wobei so etwas, eine mögliche Einigung, sich kaum ein, zwei Wochen geheimhalten ließe. Ergo: Wunsch. Vater. Gedanke.

So oder so: In Freiburg, am Samstag, wird das Team uns Fans und sich selbst früh in der Rückrunde zeigen können, ob das mit Europa-League mehr als Fata Morgana ist. Optimistisch sind zu Beginn einer Saison, einer Halbserie immer alle. 18 von 18. Dass jemand die Chancen, den Verlauf der Vorbereitung, der Trainingseinheiten, der Testspiele anders einschätzt, kommt naturgesetzmäßig nicht vor. Schauen wir mal, welche der F-Mannschaften am Samstag besser gearbeitet hat. Aufstellungstipps eurerseits? Überraschungen dürften ausbleiben – je nachdem, ob Herr Schaaf sich in Bezug auf Alexander Meier nochmals eines besseren belehren lassen will oder nicht.

Am Rande:
Und ganz zum Schluss fällt dem Autor auf, dass Freiburg in dem Text eine deutlich größere Rolle spielt, als geplant. Freiburg als Gegner, Johannes Flum und Jan Rosenthal als Ex-Spieler der Breisgauer. Mal sehen, was dieses Zeichen genau bedeutet.

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Charakterfrage

Leute, nehmt’s mir nicht übel, aber ich verstehe mit meinen 32 Jahren manches nicht. Etwa, wie ein Typ der sich seine ersten Haare vom Genitalbereich rasiert, in den Verdacht versuchter Vergewaltigung geraten kann. Charakterlich einwandfrei, dieses Bübchen Yaffa? Nunja, hoffen wir es. Hoffen wir auch für das vermeintliche Opfer, dass es sich so einer Situation nicht ausgesetzt sah. So oder so: Als Teenager überhaupt in die Nähe von etwas so ruchbarem zu kommen, ist bemerkenswert.

Indes ist Peter Fischer mit maoistisch-merkelschem Wahlergebnis als Präsident von Eintracht Frankfurt wiedergewählt worden. Weltbewegend, nicht wahr?! Ein bisschen Demokratie wurde inszeniert, ein wenig Kontroverse gespielt – fertig war das, was so ziemlich jedem Vereinskenner klar gewesen sein dürfte. Emotionaler Populist vs. gekränkt-steifer (Büro)Arbeiter. In einem Verein! Einem Gebilde, wo die wenigsten etwas von Fakten, Zahlen und Rechtssystem hören wollen. Opium will der Fan, das schüttet Fischer den Leuten en masse hin.

Davon ab: Fischer ist die gute, die bessere Wahl. Glaubt man der Finanzentwicklung des Vereins (nicht dasselbe wie die AG!), hat man die Talsohle durchschritten und ist die enorme Schuldenproblenatik (endlich) angegangen.

Für die Fussballer bedeutet die Wiederwahl Fischers … erstmal nichts. Strategisch hat dieses Votum natürlich Auswirkungen. Aber da wichtig sowieso nur (ab) Samstag ist, sollten wir unsere Augen umgehend dem Treiben von Thomas Schaaf und dem Team zuwenden. Scheunentor hinten – wie vor der Winterpause. Und die Hoffnungen ruhen auf dem vorbereitungs-verpassenden Makoto Hasebe, mit dem man zwar auch 34 Gegentore kassierte. Aber ohne den Japaner, so ist zu befürchten, ist die Mannschaft wesentlich weniger wert. Genf, 2. Schweizer Liga, 4 Gegentore … Und da offenbar Schaaf mal wieder Stress mit Alexander Meier hat, sollte man sehr genau aufpassen in diesen Tagen. Wir können uns die Qualität nicht backen, Herrschaften, und Denkmäler werden Typen wie Piazon, Valdez oder Medojevic sicher nicht.

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