Ob Rom, Mailand oder Freiburg …

Enttäuschung und dieses Gefühl, es doch wieder geahnt zu haben. Einfach, weil es immer so läuft – so geht es wohl einem Großteil der Eintracht-Fans nach der Schelle vom Sportclub.

Höhnisch lächeln sollte man künftig nur noch, wenn die Ambitions-Kicker wieder von dem sprechen, was sie nicht zu leisten imstande sind. Bastian Oczipka ist da als erster zu nennen. Dieser Typ ist echt zu geil. Erzählt, selbst im Wissen von 2 Jahren persönlicher Grützenleistung, was von Europa, vom unsäglichen Festbeißen dort oben. Herrschaften, der Mann verhandelt mit Äußerung dieser „Perspektiven“ einen neuen Vertrag! Der darf das ungestraft. Das muss einen doch fassungslos machen.

Die Blamage in Freiburg hat derart viele Einzelaspekte, die einen wütend machen, man kann sie kaum alle beleuchten. Aufstellung, Einstellung, Taktik(änderung), Transfers, verschlampte Vorbereitung … Stichworte bei denen jeder Fan den steigenden Blutdruck spüren wird.

Und was wird jetzt passieren? Nichts. Abhaken werden sie es, demütig dankbar für die englische Woche und die damit ausbleibenden, aber nötigen Fragen sein. Ich bin gespannt ob sich jemand mal traut, den „Architekten“ anzusprechen was der sich dabei denkt, bei einem 1:4 und 2 groben Schnitzern der Herrn Oczipka, Inui und Hasebe sowie Chandler, gegen Seferovic und Meier, die zentral-offensiven Spieler, zu keilen?! Hat der Klauselkönig schlicht keine Ahnung oder ist das der Start einer Scheindebatte, um von eigenen Versäumnissen (Neuverpflichtung) abzulenken? Wieder mal hat man sich, fahrlässigerweise, auf Rekonvaleszenten als Quasi-Neuzugänge verlassen. Wieder mal war das, völlig vorhersehbar, falsch.
Man gibt stattdessen Lanig und Rosenthal ab, ent-eiert Flum, druckst bei Kadlec rum und bemüht sich nicht mal um die Kittung der eigenen, für jeden seit Monaten sichtbaren Schwächen: Defensive, vor allem die Unterlegenheit im Zentrum und den (Stellungsspiel)Mängeln auf den Außenpositionen. Alles sichtbar, alles schon 1000fach geschrieben.

Trainer Thomas Schaaf soll endlich aufhören zu lamentieren, sich zu wundern über das, was die logische Konsequenz aus der Formationsflug- und Taktik- sowie Personalwahl ist. Von Juli 2014 bis jetzt war Zeit etwas zu entwickeln, sich zu verbessern. Stattdessen klappt nur dann etwas, wenn das Team sich selbst auf- und einstellt, zügellos nach vorne rennt und der Gegner zu kacke ist um ins offene Scheunentor zu schießen.

Freiburg, liebe Leute, Nils Petersen, Herrschaften, haben Eintracht Frankfurt demontiert. Gegenwehrlos. Nicht Köln, nicht Gladbach – die Gegner unserer Abstiegskampf-Gegner – schon gar nicht Leverkusen oder Wolfsburg. Die SGE war es, die den tabellarisch und bis zum Seitenwechsel auch spielerisch schwächsten Opponenten zu bespielen hatte. 1:4. Egal was nun gegen Wolfsburg und später gegen Augsburg geschieht – diese Partie hat klipp und klar gezeigt, wo dieses Team nicht hingehört: auf die internationale Bühne.

Sebastian Rode hat in einem Interview vor mehreren Wochen mal gesagt, dass das Training beim FC Bayern derart viel intensiver wäre, viele Pflichtspiele leichter seien als das Trainingsabschluss-Spiel beim FCB.
Jeder, der schonmal ein Training in Frankfurt gesehen hat, egal unter welchem Trainer, ahnt wir vernichtend dieses Urteil eines Rode ist. Zwischen 60 und 120 Minuten pro Tag auf dem Platz, warmmachen inklusive. Viele Grundlagen dabei. Wundert es da jemanden, dass bei der SGE nichts vorwärts geht? Wohlfühlzone Frankfurt ist Realität, keineswegs Erfolgsdurst.

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5 Kommentare

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5 Antworten zu “Ob Rom, Mailand oder Freiburg …

  1. Olli

    WOW …. Schürrle für ZWEIUNDDREISSIG!!! MILLIONEN!!! EURO!!! nach Wolfsburg. Gratulation, das ehrlich erwirtschaftete Geld ist ja sehr gut angelegt. Und unser Klausel-König findet das im kicker-Interview auch noch gut. „der wird der Liga gut tun“ – spielerisch vielleicht, moralisch ist das ein weiterer ganz großer Schritt nach unten. Der Affe hat für mich ehrlich gesagt ausgediehnt.

    Es gibt keinen Grund mehr, warum der noch an irgendwas beteiligt werden sollte. Nach dieser Saison wird Bruchhagen weg sein (muss nicht das schlimmste sein), einen Sportdirektor haben wir auch nicht, vermutlich keine Torhüter, beim Spiel gegen Wolfsburg keinen RV, ein Großteil der Stammelf die den Europa-Cup fix gemacht wird weg sein. Die Spieler verlassen uns für lau oder haben ne fixe Ablöse von 3 Kisten Äppler. Das was kommt ist meistens (teures) Fallobst – mit wenigen Ausnahmen. Es schreit förmlich alles nach einem erneuten Neuanfang in Liga zwei (den wievielten eigentlich?).

    Mein Gott, was hatten wir letzte Saison für ein Chance durch Europa diesen Verein mal für ein paar Jahre zu was besserem zu machen als es eigentlich möglich war. Das macht langsam keinen Spaß mehr. Es wird einfach zu unfair. Und unfähig.

  2. Jermaine Jones Junior

    Es kommt nicht mehr häufig vor, dass ich „Wer wird Millionär?“ gucke, aber in dieser vergangenen Woche trat eine Kandidatin an, deren Auftritt vor dem Hintergrund der Leistungen in Freiburg sehr bemerkenswert war.
    (Kandidatin beantwortet die 16.000 € Frage korrekt)
    Jauch: „16.000 € entsprechen ihrem Jahresgehalt, sehe ich das richtig?“ Kandidatin (von Beruf Altenpflegerin): „Ja, das ist richtig.“
    Jauch: „Jeder spricht davon, dass er sich in seinem Beruf unterbezahlt fühlt. Finden Sie aber, dass diese Beurteilung in Ihrem Falle am ehesten zutrifft?“
    Kandidatin: „Altenpflegerin ist mein Traumberuf. Er macht mir einfach Spaß. Das Geld kommt nicht an erster Stelle“.

    Also meine Herren… Das nenne ich mal eine Berufseinstellung! Bringe ich das oben geschilderte Beispiel in den Zusammenhang mit der Person Oczipka, oje! Dieser Herr kann doch keinen Spaß an seinem Beruf haben. In den längsten Phasen der vergangenen 2 Jahre hat er das Gegenteil bewiesen! Ich würde zugern erfahren, womit er seine Forderung nach einer Gehaltserhöhung begründet. Etwa damit, dass er dann und nur dann bereit ist mehr zu leisten, wenn er mehr Gehalt bezieht?
    Jemand sagte mal: Sebastian Vettel fährt nicht deswegen so schnell, weil er viel verdient, sondern er verdient so viel, WEIL er so schnell fährt.
    Über die Gründe kann man lange diskutieren, aber ich glaube in einem sind wir uns alle einig. Sebastian Vettels Leistungen basieren auf einen gesunden Menschenverstand und einer Top-Berufseinstellung. Deswegen ist er mehrfach Formel-1-Weltmeister geworden.

    • Olli

      Ich habe das schon oft von Altenpflegerinnen gehört. Das Ihnen der Job Spaß macht und das Gehalt keine Rolle spielt. Jedes mal drücke ich meinen absoluten Respekt vor dieser Einstellung aus.

      Und Basti. Da kommt bald Djakpa wieder. Und sollte der ungefähr in der Form zurück kommen, die er vor dem Kreuzbandriss hatte, dann würde ich Oczipka nicht mal nen Vertrag vor die Nase halten. Dann muss eigentlich er angekrochen kommen!

      Im Fußball läuft leider einiges immer mehr schief. In dem SPORT steckt inzwischen soviel Geld, dass eigentlich jeder mit ein bisschen Talent und nem guten Berater doch seine Mio. im Jahr bekommen sollte. Schaut euch doch mal an, wie lange heuzutage die Spieler dem Verein „treu“ sind. Ein Oka oder Alex sind da ganz große Ausnahmen. Nach spätestens 4 Jahren ist eigentlich schluss.
      Nahezu alle – außer Rode – die in den letzten 10 Jahre weggegangen sind um sich (finanziell) zu verbessern sind doch gnadenlose auf die Fresse geflogen. Und genauso viele Rohrkrepierer haben wir uns an Land gezogen.
      Mit unseren Mitteln lockst du einfach nur noch die Resterampe und die Wundertüten an Land. Die Zukunft sind Vereine wie Hamburg – nur in erfolgreich geführt. Schulden spielen keine Rolle – der Investor wird schon haften. Utopische Ablösen und Gehälter zahlen – können wir jetzt schon nicht. Finde ich moralisch sicherlich vorbildhaft wie unser Verein finanziell geführt wird. Leider werden wir damit nicht mehr lange erfolgreich sein.
      Das Problem wird sein: irgendein Investor-Club wird dem Basti schon sein Wunschgehalt zahlen wenn wir es nicht tun.

  3. Olli

    Schade, es sind immer noch 6 Punkte nach unten. Damit dürfte der Lerneffekt aus gestern sich eher in Grenzen halten.
    Und jetzt sind es auch 6 nach oben …. wohin sie wohl jetzt schauen werden? Hoffentlich mal geradeaus!

    • Im nach-vorne-schauen kennen die sich in Frankfurt doch aus, keine Sorge. Reflexion ist da nicht, denn dann würden unangenehme Warhehiten zutage treten. Man, jemand käme ins Denken, herrje, vielleicht sogar ins Handeln! Das darf nicht geschehen, also Parole vorwärts, weiter, immer weiter. Die gerne vom einfach gestrickteren Fan ausgegebene, in semantischen Abwandlungen vorgetragene „Dann schlagen wir halt den scheiss VfL“-Parole wird gepredigt (siehe Bruchhagen gegenüber dem HR). Es ist das Murmeltier, das wir müßigerweise vorgesetzt bekamen und bekommen. Es ändert sich nichts. Wenn man das akzeptiert, geht es einem wahrscheinlich besser, dann hat man abgeschlossen mit diesem ganzen Gebilde.

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