Vercoacht, wieder mal

Thomas Schaaf hat dem Team 2 Punkte gestohlen. In einem laufintensiven und kraftraubenden Spiel ein einziges Mal zu wechseln, das ist eine unglaubliche Fehlleistung des Trainers. In den letzten 15 Minuten waren drei Spieler völlig platt, vor allem der bärenstarke Marco Russ, der anfangs wackelige dann gute David Kinsombi und der schwache Haris Seferovic. Und was macht der Trainer? Er lässt bis zur letzten Sekunde die restlichen 2 Wechselmöglichkeiten ungenutzt verstreichen. Kein Kadlec, kein Madlung, kein Kittel. Nichts, niemand. In der Szene vor dem 1:1 kommt Russ nicht mehr nach, Kinsombi wird überlaufen und dann ist es nicht zu verteidigen. Vermeidbar, absolut vermeidbar. Die Situation, das Ergebnis auch.

Sicher, vor Anpfiff hätte man das sofort genommen. Vieles im Spiel war okay, manches gut, einiges glücklich. Etwa die Tatsache, dass Wolfsburg jedwede Präzision sowohl in Abschluss wie Passspiel vermissen ließ. Angesichts dessen, auch da man selbst – erwartbar – besser agierte, ist dieses Resultat abermals ein Punktverlust. Wie schon etwa gegen Leverkusen (Schaaf wechselte Medojevic ein …).

Der Trainer hat nun zum 3,4 Mal ein Spiel von der Seitenlinie vercoacht. Das macht den Fan fuchsteufelswild, allen Besserungs-Beteuerungen zum Trotz. Der Hintern reißt ein, was die Füße aufbauten – dieser Schaafsche Satz gilt zumal für sein eigenes Handeln, seine Entscheidungen. Vielleicht sollte das Team doch besser sich selbst trainieren, auf- und einstellen. Das Spiel lesen, so viel ist sicher, kann Schaaf nicht. Im Gegensatz zu Armin Veh, der in der Regel sowohl personell wie zeitlich sinnvoll gewechselt hat.

Wenn es ganz doof läuft, schmilzt der Vorsprung auf die Abstiegsplätze um einen Punkt. Dank Mönchengladbach, die Freiburg schlugen, ist ein kurzes Durchpusten erlaubt. Gegen, in Augsburg entscheidet sich der Rückrundenstart, der weitere Weg der Eintracht.
Dazu passen würde ein Remis, damit man so ganz und gar nicht weiß, wo es hingehen soll. Weil: beim FCA wäre das, soweit ist es schon gekommen, ein Erfolg. Es wird jedenfalls Zeit für einen SGE-Sieg. Thomas Schaaf wird sich nicht ewig in Traurigkeit und Ungläubigkeit flüchten können. Bislang steht eine Phase von 4,5 guten Spielen da – der Rest ist trotz allem eine Mixtur aus Fehlern und Zufall.

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