Der Keller kommt näher, wenn nicht . . .

Die miesen Berliner gewinnen, Dortmund siegt gegen so richtig dünne Freiburger, Hamburg duselt sich von Dreier zu Dreier – das nervt, das gefällt mit gar nicht. Wenn es so dumm läuft wie man angesichts des Eintracht-Gegners namens Augsburg befürchten muss, werden es für die Eintracht peu a peu weniger Punkte Puffer zu einem Abstiegsplatz.

Lasst das Ding im bayerischen Schwaben mal schiefgehen, dann rückt die Erinnerung an 2011 immer präsenter ins Gedächtnis. Damals, als man auch (scheinbar) viele Zähler hatte, es aber spielerisch katastrophal aussah – und das „System Gekas“ mit Beginn der Rückrunde endgültig dechevriert war. Zugegeben, die Eintracht ist längst nicht eindimensional wie damals, sie in erster Line total unberechenbar. Und das nicht nur von Woche zu Woche und Gegner zu Gegner, sondern auch innerhalb eines Spiels. Halbzeitweise unterscheiden sich die Darbietungen, die Leistungen, die Formationen, die Taktik. Da ist sehr viel Unruhe im Team, in den Herangehensweisen, die nicht abgesitmmt wirken und in den einzelnen Aktionen der Spieler. Ganz selten ist mal eine Kombination zu sehen, die wie einstudiert, wie geübt und gewollt wirkt. In der Regel benötigt die Eintracht eine Einzelleistung um zu Chancen, zu Torerfolgen zu kommen. Zuletzt Takashi Inuis Solo mit dem Pass auf Aigner, oder Marco Russ 80-Meter-Solo mit einem Doppelass mit Haris Seferovic. Passstaffetten, Kurzpassspiel im Dreiecke? Mangelware.

Es zeichnet sich jedenfalls ab, dass diese Saison eine wird, wo 34,35 Punkte nicht reichen könnten für den direkten Klassenerhalt. Zu viele Teams, die in der Hinrunde mager gepunktet und schlecht ausgehesehen haben, fangen sich. Nicht alle konstant in Bezug auf das Punken, aber spielerisch sehen da einige wesentlich stabiler aus als in 2014. Werder Bremen, eine bis dato richtig richtig schwache Mannschaft, klebt plötzlich an der Eintracht. Auch der Hamburger SV, diese rumpelende Investorenmannschaft ist dran an den einstelligen Tabellenplätzen. Bei Dortmund erwartete wohl sowieso niemand ernsthaft, dass die weiter von Pleite zu Pleite taumeln. Und so kristalliert sich heraus, was zu erwarten war: Der SC Freiburg (wie war das SGE-Ergebnis dort?) wird die gewohnten Probleme bekommen, der SC Paderborn scheint sein Überraschungsdasein verloren zu haben und dieses Knäuel komplettieren die unglaublich schwache, aber nun trainergewechselte und dank Loris Karius drei Punkte mehr besitzende Hertha sowie Stuttgart und Köln – bevor schon Mainz und die Eintracht im Sog all dessen sind. Klar, es ist eng in der zweiten Tabellenhälfte. Klar ist auch, dass die SGE mit einem Sieg in Augsburg auf Rang 7 springen könnte – und genau da, dieses sich-auftuen-einer-Chance, gepaart mit dem Augsburgkoller der Eintracht, sorgt für mein schlechtes Gefühl heute.

Möge die Realität mich Lügen strafen.

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