Einzelkritik vs. FC Augsburg

Kevin Trapp: Starke Leistung, hielt das Team mit zwei, drei Paraden im Spiel, ermöglichte somit erst den schmeichelhaften Punktgewinn.

Carlos Zambrano: Felsenfest, frustriert, nicht immer fehlerfrei. Mühte sich um Stabilität in der Abwehrkette, stellte Steilpasswege meist gut zu, verhinderte vor allem im ersten Durchgang und 5 Minuten vor Schluss gegen Ji noch schlimmeres. In der Zweikampfführung zwei Mal überhart, so wichtig das Zeichensetzen auch war und ist. Sein Zeitspiel ist clever, er erkannte als einziger den Wert und die Sinnhaftigkeit des Festhaltens an dem Remis. Seien wir aber ehrlich: Wir würden ihn für seine Spielweise zerrpufen, trüge er nicht das SGE-Trikot.

Bamba Anderson: Solide, wie so oft. Steht aber ständig unter Druck, weil zu viele Angriffe auf die Innenverteidiger zurollen. Das macht sich dann auch in der einen oder anderen Situation bemerkbar, wenn er nicht sofort zur Stelle ist, etwa gegen Altintop zwei Mal.

Timothy Chandler: Hielt gegen den flinken Werner die Seite im Laufe der Partie besser und passabel dicht, nachdem es anfangs lichterloh brannte. Allerdings in puncto Vorstöße wirkungslos.

Bastian Oczipka: Unauffällig, ohne größeren Lapsus (bis auf den Freistoß vor dem 2:0). Arbeitete sich an dem körperlich stärkeren Raul Bobadilla ab, das war mühsam, gelang ihm aber okay.

Marco Russ: In der Zweikampfführung gewohnt gut, aber er kam kaum in welche. Bälle rauschten an ihm vorbei, bekam lange keinen Zugriff aufs Spiel und hatte doch die beste Offensivaktion in den ersten 45 Minuten. Konnte das Mittelfeld in der Doppel-Sechs nicht abdichten, wie man das erhoffte.

Makoto Hasebe: Hatte Probleme, das Mittelfeld zu ordnen, kam wie Russ ebenfalls kaum in die Duelle und konnte kaum Passwege zustellen. Daher flitzte vieles ungefiltert auf die Abwehr zu. Nach vorne auch nicht aktiv genug, überlies das komplett seinem Nebenmann.

Takashi Inui: Unsichtbar wäre geschönt, Sicherheitsrisiko für die Defensive. Verlor viele Bälle, keinen Zug nach vorne, brachte keine Aktion zum Mitspieler, zurecht zur Halbzeit ausgewechselt.

Stefan Aigner: Ihm merkte man den Frust an, er fiel oft und zu leicht, wollte Standards erzwingen, weil aus dem Spiel nichts gelang. Blieb mit fast jedem Dribbling hängen, war aber beim überlebenswichtigen 1:2 wach und zur Stelle.

Haris Seferovic: Von der Rolle, im dritten, vierten Spiel in Folge. Ihm gelingt sehr wenig, das Passspiel ist schludrig, kaum mehr am Ball und auch in puncto Einsatz ist es zurzeit nicht der Spieler der Vergangenheit. Das 0:1 geht wesentlich auf seine Kappe, beim 0:2 sieht er ebenfalls nicht gut aus.

Alexander Meier: Ein Tor, eine Vorlage – klingt besser als sein Spiel war. Jedoch verbessert auch was den Laufeinsatz angeht, war präsenter. Man weiß ja, dass er ganz vorne nicht gerne spielt.

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Sonny Kittel: Belebte das Spiel sichtbar, sorge für mehr Ballbesitz im Team und dementsprechenden Schwung nach vorne. Litt dann unter der Hereinnahme von Piazon, der den Kittel-Effekt sichtbar bremste.

Lucas Piazon: Bremste das Team ein, als es besser ins Rollen kam. Guter Kopfball in der letzten Aktion des Spiels.

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Thomas Schaaf: Äußerte nach dem Spiel erneut sein Unverständnis über die gezeigte Leistung, zum gefühlt 20. Mal in dieser Saison. Der Trainer bastelt und bastelt am Team, an der Auf- und Einstellung, doch es ändert sich nichts. Wie vor dem 1. Spieltag ist völlig unklar, was das Team kann, was und wie es will. Eine Wundertüte ist ein Witz gegen dieses Eintracht Frankfurt. Und man muss besorgt sein, da der Trainer offenbar keine Ahnung hat, wie er Konstanz in diese Mannschaft bekommt. Das Auffällige: Die Probleme sind seit Monaten dieselben, die Auftritte ähnlen sich in ihrer Dauer-Schwankung. Defensiv unter Dauerbeschuss, offensiv auf den Zufall zurückgeworfen, der zu Saisonbeginn bereits maßgeblich war.
Allerdings: Das Team hat enorme Comeback-Qualitäten und versucht immer weiterzumachen, irgendetwas zu erzwingen. Zudem ist der Rückrundenauftakt, gegen den 2. und 4. der Liga, alles andere als leicht gewesen. Das Freiburgspiel, die Klatsche dort, der rennt das Team nun hinterher. Die anderen Ergebnisse hätte man vor dem Anpfiff gemommen, sollte man auch danach tun. So underperformed einiges auch anmutet.

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