Koan Kasper: Wundertüte trifft Wundertüte

Hätten die Mainzer nicht noch die paar Tage warten können? Kasper Hjumland hätte doch wenigstens ein ausgesprochenes Ultimatum bekommen können. Die Lunte ist aber offenbar kurz geworden bei den so sympathischen Rheinhessen. Ihren ersten Kasper, Jörn Andersen, entließen sie seinerzeit schon ratzfatz. Wobei bis heute unklar ist, wie man den Mann überhaupt engagieren konnte, da hätte ein Anruf in Offenbach genügt um zu wissen, was einen da erwartet. Gut, das sagt einer, der es mit Eintracht Frankfurt hält und die ihrerzeit alle (Beobachter)Warnungen aus Dortmund und Leverkusen ignorieren und Trainerimitat Skibbe verpflichteten.

Abgehakt. Aktuell wichtig ist nur, dass Kasper ihn also nicht mehr mitmacht, den bevorstehenden Derbyversuch. Stattdessen Klopp 3.0 / Tuchel 2.0 mit Namen Martin Schmidt. Soll den Überlieferungen zufolge kein Skispringer sein. Schade. Einen Fußball-Fachmann hätte es für diese Woche nicht mehr gebraucht, dort drüben. Hätte man als SGE-Fan Erwartungen ins kommende Spiel in Mainz gehabt, nun müsste man wohl die Mundwinkel nach unten ziehen angesichts des – wie lange auch immer anhaltenden – Rucks der erstmal durch den FSV gehen wird. Wechseleffekt, schon zig Mal gesehen. Man spreche mal mit Hertha BSC Berlin, diesem trüben Fußballergemisch, selbst die haben nach der Jos-Luhukay-Entlassung (gegen Mainz!) gesiegt, um nun wieder in gewohnt übler Manier Misserfolg zu haben.

Unberechenbarer geworden, so viel ist sicher, ist Mainz für das nächste Spiel und somit für Trainer Thomas Schaaf mit Sicherheit. Im sportlich so ungeliebten Mainz nun also gegen eine Wundertüte. Mit einer Wundertüte, so viel sei der Vollständigkeit halber auch gesagt. Denn dass auch die Eintrachtspieler wieder mehr Fratze als Gesicht zeigt, ist ja erfahrungsbasiert nicht ausgeschlossen.

Zumal das gegen Schalke zumindest die letzten 60, 65 Minuten stabil und gut aufgelegte Konstrukt gesprengt wird. Der defensive Mittelfeldspieler, der wahrlich wichtige Makoto Hasebe, fehlt gelbgesperrt. Auf seine Position wird wohl Marco Russ, der neue Allesspieler bei Eintracht Frankfurt, rücken. In der Innenverteidigung rückt dann Bamba Anderson nach überstandener Krankheit ins Team, Carlos Zambrano ersetzt den zwar guten, aber vom Klub offenbar vergätzten (Bild: „Der Verein hat entschieden, dass ich gehen soll“, mit anschließendem Bruno-Hübner-(hihihi)-Dementi) Alexander Madlung. Gerangel wird es um die linke offensive Mittelfeldposition geben. Nachdem Sonny Kittel gegen Schalke ein Totalausfall war und sich Lucas Piazon – über das Siegtor hinaus – verbessert zeigte, könnte dieser mit einem Startelfeinsatz belohnt werden. Takashi Inui scheint angesichts dessen vorerst raus zu sein aus dem Team.

Aber man sollte nicht den Fehler machen, immer nur nach vorne zu schauen. Im Guten wie im Schlechten nicht. Einfach mal den Moment genießen, das Geschehene Revue passieren lassen und dann, so ab Mittwoch meinetwegen, fangen wir das Denken und Zittern wieder an, Deal? 😉

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Ein Kommentar

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Eine Antwort zu “Koan Kasper: Wundertüte trifft Wundertüte

  1. Jermaine Jones Junior

    Soviel zum Thema eingangs zur Saison, dass Mainz sogar effizienter und schneller bei der Trainersuche ist als Frankfurt. Ich hoffe, dass der Mainz-Frankfurt-Vergleich endlich ein vorüber gehendes Ende findet – mit einem Sieg für uns!

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