Freiburg reloaded – setzen, Sechs

Noch Fragen? Nicht nur, dass das Spiel in Mainz von vorneherein verloren war (siehe Trainerwechsel), nein, Eintracht Frankfurt fehlt schlicht die Klasse, fehlt das Können. Chancenlos, total unterlegen, in Mainz – Respekt, das war noch schlechter und schlimmer als vor Anpfiff zu erwarten war.

Wie schon gegen Freiburg und gegen Paderborn, die ganz Großen also, versagt Eintracht Frankfurt. Nach (schmeichelhafter) Führung wohlgemerkt. Und der so oft gerühmte Wille? Die Körpersprache
des Gegners war von Beginn an giftiger. Frankfurt spielte so, wie der Coach unter der Woche auftrat: entspannt, egalitär.

Trainer Thomas Schaaf hat es in nun 22 Bundesliga-Spielen nicht geschafft auch nur den Ansatz einer Spielidee, geschweigedenn Konstanz in diese Mannschaft zu bringen. Im Wochenwechsel schwankt es zwischen schwach und okay, die Halbzeiten zwischen okay und mies.

Was soll das sein, was die SGE da zeigt? Das ist eine ernstgemeinte Frage, denn ich weiß es nicht. Erkennt irgendjemand den Plan, die Vorstellung, die auch nur grobe Skizze einer Ahnung wie dieser Trainer gedenkt von seinen Spielern ein Tor schießen zu lassen? Willkür, Zufall, Esoterik – das sind die Kennzeichen des Schaaf-Fußballs am Main.

Über den Spassfaktor, geschweigedenn Europa-Ambitionen muss man angesichts dieser wirren, wilden Kicks nicht sprechen. Eintracht Frankfurt anzuschauen ist Arbeit, es ist sogar Zeitverschwendung. Denn selbst die rar gewordenen Erfolge – siehe Schalke – fußen mehr auf der Unfähigkeit des Gegners oder auf Glück. Zieht eine Mannschaft mal durch, lässt nicht locker, ist die SGE überfordert.

Ernüchternd ist dieser Frankfurter Fußball-Feldversuch. Offensivspiel gibt es keines mehr, dafür ist die Rückwärtsbewegung so schlecht wie in den Vor-Monaten. Mühelos schießt der Gegner aufs Tor während die SGE in Mainz nach dem 1:3 in 40 Minuten genau einen (!) Abschluss zustande brachte. Ein Kopfball von Madlung nach einer Standard (!). Aus dem Spiel? Nichts, gar nichts. Im gesamten Spiel war es genau ein (!) Angriff, der gespielt wurde, er führte zum Tor. Davor, danach: zero.

Es ist das Murmeltier, ein regelmäßig wiederkehrender Offenbarungseid. Die Spiele ähneln sich, die Fehlentscheidungen des Trainers sind die immerselben (Piazon? Ein Sechser?) und auch 8 Monate Training vermögen die Vermittlung eines Systemfussballs nicht.

Noch irgendwie muss diese Mannschaft 10 Punkte holen und die Fans diese Abgewöhn-Fußball-Saison vergessen lassen. Am besten verbunden mit einem Überdenken der Trainerpersonalie, denn das kann, das darf so nicht weitergehen. So spielt man Stadion und Wohnzimmersessel leer. Und wenn es nun erwartbar dumm läuft, etwa so wie in der Hinrunde … Nein, ich spare es mir. Man ist ja zufrieden, alles ist schön. Die Fans im Stadion feiern, halten die Schals in den Himmel anstatt zu pfeifen. Woher soll der Antrieb denn auch kommen?

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Ein Kommentar

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Eine Antwort zu “Freiburg reloaded – setzen, Sechs

  1. Olli

    WOW …. das ich DAS noch erleben darf! Nein, nicht das Spiel und Ergebnis – das sehen wir spätestens so alle 3 Wochen.

    Aber ich war bisher der Überzeugung, dass Zambrano imun gegen eine rote Karte ist. Auch Piazon und Seferovic haben ja eigentlich ums vorzeitige Duschen gebettelt. Warum bei uns gerade die Offensiven in letzter Zeit soviel Karten kassieren …. eigentlich unglaublich. Vermutlich eine Folge von vielen sinnlosen Ballverlusten im Aufbau oder sich einfach nur dämlich verhalten.

    Ach ja, Seferovic im nächsten Spiel wegen der 5. Gelben nicht dabei. Nächste Systemumstellung oder wer soll den zweiten Stürmer machen?

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