Endlich Chancen

Souverän war dieser 2:1 Sieg gegen Hamburg nicht. Auch und erst recht nicht gegen zehn HSV’ler. Außer zerren, halten und treten kam von Hamburg nichts, nur noch der Faktor Tempo – und der wäre der Eintracht beinahe zum Verhängnis geworden.

Es war eine seltsame Aufstellung, die Trainer Thomas Schaaf wählte. Lucas Piazon und Takashi Inui, da schwante dem Fan böses. So schlecht, dass zwei Stehgeiger mitgeschleppt werden könnten, schien der HSV dann doch nicht zu sein. Dazu die bis zuletzt eher sinnfreie Entscheidung für eine robuste, aber langsamere 1,90-Meter-Verteidigung gegen eine flinke 1,70-Meter-Offensive. Nicht nur beim Gegentor – Fehler Madlung, Stendera, Chandler – sondern schon nach 1 Minute sah man wohin die abermalige Wahl gegen den schnelleren Bamba Anderson hätte führen können. Einmal mehr hielt Kevin Trapp das Team im Spiel.

Alexander Meier, der nicht nur zwei Tore schoss (und einen Elfmeter verschoss) sondern auch in höchster Not im 16er klärte sowie gewohnt macht und tat, kam endlich wieder in Abschluss-Positionen. Grund: Im Mittelfeld funktionierte mehr, Makoto Hasebe sei dank.

Dass Thomas Schaaf das Spiel hintenraus fast abermals ver-coachte, weil er wieder 2 Auswechselungen „sparte“, lässt einen ziemlich erschrocken zurück. Er riskiert bis zuletzt den Platzverweis für Madlung, hält am Tempo-Defizit fest obwohl die 4er-Kette hoch steht und nimmt keine Zeit von der Uhr. Wie sehr muss er den Resevisten misstrauen, wie sehr muss er Johannes Flum hassen? Wechselkandidaten gab es schließlich. Marc Stendera, dem abermals nicht so sehr viel gelang, Inui, der weitaus schwächer spielte als der überraschend und erstmals gute Piazon. Die Wechsel gar nicht mal wegen den Leistungen, sondern schlicht fürs Zeitmanagement.

Und dann die Sache mit dem Überzahlspiel. Das war eher ein übel-Zahlspiel. Da war der HSV dem 2:2 zeitweise näher als die SGE dem 3:1.

Der Sieg, so sehr Pflicht er war, schenkt der SGE den großen Schritt zum Klassenerhalt. Und er sorgt dafür, dass man Dortmund, die wie erwartet noch in die Europa League einziehen werden, hinter sich lässt und an Hoppenheim, dem 7. dran bleibt.
Ginge es hintenraus tatsächlich um Position 7, muss man das Trio Hoppenheim, Dortnund und Augsburg im Blick behalten. Der BVB wird eher 6., dann gehts für 2 von 3 um den 7. Platz und den Bayern-Pokal-Daumendrücker.
Ich bleibe aber dabei: Frankfurt wird nächstes Jahr nicht europäisch spielen, die Leistungen taugen insgesamt dazu nicht. In besten Fall schafft es Schaaf mit Wackelfussball zu erfolgen, im schlechten ist es Zufallsfussball.

Mal schauen was nächste Woche aus der Wundertüte gezogen wird. Solange das Team, wie gegen den HSV, Kombinationen und damit Tor-Abschlüsse zustande bekommt, muss einem nicht (mehr so) bange sein.

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Eine Antwort zu “Endlich Chancen

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