Einzelkritik vs. Hannover 96

Kevin Trapp: Irrte bei vielen der 20 Niedersachen-Flanken und Ecken durch den Fünfmeterraum, die Krönung war das Sechs-Meter-vor-dem-Tor-Stehen vor dem 2:2. Dazu immer eklatanter werdende Mängel im Aufbau-/Passspiel: Langholz, komme was wolle. Nur einmal gut auf der Linie reagiert. Ist nun offiziell Hüter des löchrigsten Erst-(und Zweit- und Dritt)liga-Tores.

Carlos Zambrano: Unaufgeregt, souverän, gut. Hatte recht wenig Mühe mit Gegenspieler Ya Konan, blockte mehrfach gut die Hereingaben von den Flügelspielern. Im Aufbauspiel nicht ganz so langholz-fixiert wie die Mitspieler.

Alexander Madlung: Im Zweikampf gut, im Aufbauspiel schlimm. Ein langer Ball nach dem nächsten. Immerhin: Bewies einmal mehr seine Torgefahr.

Bastian Oczipka: Weitgehend gute Partie in der Defensive, obgleich massive Abstimmungsprobleme mit seinem Vordermann Inui. Zweimal musste Stürmer Meier hinten links gegen Sakai (vergeblich) verteidigen. Nach vorne solala, zu langholz-fixiert.

Timothy Chandler: Wirkungslos wäre geschönt, vor allem wenn man sich die Entstehung des 2:1 ansieht. Er ist daran schuldlos, weil niemand gegen zwei/drei größer Gewachsene bestehen kann, aber doch ist die Szene symbolisch für seine Leistung. Ihm gelingt so gut wie nichts, die ganze Körpersprache zeugt von Genervtsein.

Makoto Hasebe: Dauerbeschäftigt wie immer, meist auch gut dabei. Zwei ungewohnte Abspielfehler, im Spiel nach ganz vorne wie gewohnt zurückhaltend und mit auffallend vielen langen (Diagonal)Bällen.

Sonny Kittel: Bemüht aber ohne Linie. Zentral zwar schwungvoller als Stendera in den vergangenen Wochen, aber weniger passsicher. Auf dem Flügel später agiler als Inui und auch zwingender in den Aktionen.

Takashi Inui: Die nächste Szene aus dem fußballerischen Gruselkabinett. Löste auch das letze bisschen Ordnung auf, indem er unkoordiniert auf dem Platz und auf den Positionen der Mitspieler rumrannte.

Stefan Aigner: Torschütze, ansonsten ohne Aktion, auffällig unsichtbar. Schwächstes Spiel der Rückrunde. Wenn das einem verziehen werden kann, dann ihm, dem Dauer-Woller.

Alexander Meier: Offensiv kaum zu sehen, bekam keinen Ball, holte sich keine ab. Nur bei zwei starken Freistößen ließ er aufhorchen. Dafür defensiv mehrmals, auch unfreiwillig, gefordert.

Haris Seferovic: Wild, ungestüm, ohne Überblick. In einer Szene, der Vorbereitung zum 2:0 gut und reaktionsschnell, behauptete sich und den Ball zu selten.

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Marc Stendera: Kam in ein gekipptes Spiel, konnte den Fluß der Dinge nicht aufhalten.

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Thomas Schaaf: Den zuletzt stagnierenden Stendera herauszunehmen, war richtig. Dafür, auf diese Position Kittel zu bringen, war (erwartbar) falsch. Der junge Spieler zeigte, dass er auf dem Flügel für Inui mehr bewegen kann (auch das war erwartbar). Auch wenn es an der Innenverteidigung gegen Hannover wahrlich nicht scheiterte: Wieso genau ist Bamba Andersons Vertrag – zu Millionenkonditionen – nochmal verlängert worden, wieso soll Madlung hingegen (ablösefrei) gehen? Der Trainer, dem diese Mannschaft offensichtlich nicht folgen will oder kann, hat keine Ahnung, wie er das Spiel von außen beeinflußen könnte. Seine Statements, seine Analysen, sind haarsträubend. Er hat weder Interesse noch das Handwerkszeug etwas andere als eine Schießbude der Liga aufzustellen. Die Chemie, und darüber täuscht der Noch-8.-Platz die Kenner nicht hinweg, zwischen den meisten Spielern und diesem Trainer(team) stimmt nicht.

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