Versager unter sich

Eintracht Frankfurt vergewaltigt den Fußballsport. Hergespielt von Werder Bremen, jener Truppe, die man hinter sich wähnte; sportlich wie strukturell.

Man findet keine Worte mehr für das, was die Mannschaft von Trainer Thomas Schaaf „spielt“. Dieses Team wird immer und immer schlechter, so, wie schon 2010/2011. Der Abstieg ist wieder in greifbare Nähe gerückt. Frankfurt wankt in Richtung Relegation, siecht wie ein alter Hund während die Konkurrenz wenigstens zuckt. Ein Pferd würde man erschießen. Doch 3 Mal muss der Gaul noch aus dem Stall. Und er hofft, dass die anderen vor ihm sterben.

65 Minuten lang, speziell ab der 45. Minute war einzig das Glück und Torwart Kevin Trapp für das Halten des 0:0 gegen Bremen verantwortlich. Nach dem Rückstand diletierte Bremen eine Chance nach der nächsten am Tor vorbei. SGE-Bilanz? Eine Inui-Rückgabe – sonst zero. Die Körpersprache, die Gesichtsausdrücke – die Unlust, die Verzweiflung ist diesen Spielern anzusehen. Mitleid könnte man mit diesen Spielern haben, mutete das alles nicht gleichsam unfähig wie unwillig an. Sie merken, dass nichts mehr geht, sie wissen dass sie gegen den Misserfolg keine Handhabe finden.

Defensiv war und ist es vogelwild, offensiv gelingt überhaupt nichts mehr. Ein totes Team. Spätestens seit dem Ausfall von Alexander Meier, dem von Schaaf  und Bruno Hübner gescholtenen und verschmähten, ist das Kartenhaus eingestürzt. Der bemitleidenswerte Slobodan Medojevic steht symbolisch für alles, was die SGE nicht kann. Der Ball mein Feind.

Dieser Trainer, der offenbar so gar kein Handwerkszeug zu besitzen scheint, sollte am besten gar nicht mehr in den Mannschaftsbus nach Frankfurt einsteigen, sondern einfach im Norden bleiben. Es wäre ein großer Dienst. Die Funktionäre im Luschenklub werden nämlich nichts unternehmen, Versager hacken Versagern keine Augen aus.

 

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12 Kommentare

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12 Antworten zu “Versager unter sich

  1. Pingback: #Link11: Das Ding ist noch nicht durch | Fokus Fussball

  2. Jermaine Jones Junior

    Für eine Trainer-Entlassung ist es leider schon zu spät, weil die Suche nach einem geeigneten Nachfolger in der Regel sechs Monate andauert.
    Ich glaube auch nicht, dass Heribert Bruchhagen ein Jahr vor Amtsende seinen Trainer entlassen will (Stichwort Kontinuität).
    Außerdem hat man wahrscheinlich schon mit möglichen Neuzugängen verhandelt, die auf das System Schaaf – wenn es überhaupt eins gibt – zugeschnitten sind.
    Generell ist die Situation wirklich ziemlich traurig und enttäuschend, weil mit der Verpflichtung von Trainer Thomas Schaaf Hoffnungen und Erwartungen geweckt wurden, die seit nun mehr 31 Spieltagen nur allzu selten erfüllt wurden. Werder Bremen ist nun mal nicht Eintracht Frankfurt.

  3. Staniii

    Am Ende kann man froh sein, wenn man gegen die Hertha nur einen und
    nicht drei Punkte für den Klassenerhalt holen muss.

  4. Olli

    Im Endspurt läufts: bei Kittel ist ein Kreuzband durch. Eine Innenbandverletzung gabs noch gratis dazu.
    Ohne bisher eine Szene vom Spiel gesehen zu haben. Zambrano auf der Bank, dafür Russ in der IV und dadurch zwangsweise Modejeviv neben Hasebe? Deute ich das richtig?
    Wenn das stimmt, dann schreibe ich lieber nicht was ich unserem Trainer so alles wünsche …. zum Wohle des Vereins. :-/

    • Florian

      So war es – allerdings fand ich es gar nicht mal schlecht, Zambrano auch mal ohne Not draußen zu lassen. War in der Rückrunde etwas sehr daneben, so langsam verliert ja auch die Mannschaft die Geduld mit seinen Mätzchen.

  5. Hackibär

    Chapeau für diesen trefflich formulierten Bericht des heutigen Spieles unserer SGE bei den biederen Bremern!
    Ich habe das Spiel bei SKY gesehen und muss sagen, dass ich einmal mehr einigermaßen enttäuscht bin nach diesem Gekicke !
    Die Eintrachtler liefen stellenweise auf dem Platz herum wie die Blindschleichen, ohne Konzept, ohne Mumm, ja geradezu willfährig – wie schon des öfteren.
    Leicht hätte es heute wieder eine Packung geben können !
    Seit vielen Spieltagen immer dieselbe Leier, immer dieselben Abläufe – kein Fortschritt im Spiel. ( besonders in der Abwehr )
    Dies laste ich in der Hauptsache unserem Trainer an – er hat diese Spielerei zu verantworten.
    Und deshalb appelliere ich hier an die Clubchefs – warum hat man kein Erbarmen und löst ihn endlich ab. Er scheint mir mit seinen arg limitierten Fähigkeiten am Ende zu sein.
    Ich, aber auch viele andere Leute können keinen Plan im Spiel unserer Eintracht erkennen und bitte Sie, verehrtes Präsidium, ziehen Sie endlich die Reissleine und befreien Sie uns von diesem Mann, denn mit dieser Spielweise werden wir keinen Punkt mehr holen – nur noch viele Gegentore – und das kann noch ganz gefährlich werden.
    EINTRACHT forever

  6. Hans-Jürgen Bracher

    Edelmann Nussdorf
    Wieder gebe ich dir wie für viele deiner Beiträge recht. Was denken sich wohl diese unmündigen Funktionäre der SGE wenn sie diese Berichte lesen? Es ist an der Zeit, daß der pomadige Präsident,Herr Fischer, die amateurhaft agierenden und unproffessionell handelnden Funktionäre degradiert bzw. liquidiert. Davon abgesehen hat Trainer Schaaf längst den Zenit seiner überschaubaren Fähigkeiten überschritten und ist ebensowenig in der Lage das 1 x 1 der Motivationpädagogik für eine unterprivilegierte Zielgruppe ansatzweise auf die Reihe zu bringen.
    Wenn schon der Vorstand der SGE nicht in der Lage ist die Angelegenheit
    zu korrigieren dann sollte das Präsidium endlich ihre Aufgabe wahrnehmen!!

    .

  7. Olli

    Zum Glück habe ich mich schon vor langer Zeit entschlossen, nach der Mayday nicht über Bremen nach Hause zu fahren. Damals (2010) habe ich diesen Blödsinn noch mitgemacht. Das Ergebnis war nicht besser (Heimniederlage gegen Hoffenheim).
    Apropo Hoffenheim: hatte ich unser Endspiel nächste Woche nicht schon vorher gesagt gehabt?

  8. FFMann

    Leider kann ich dem Beitrag im vollsten Zustimmen. Und meine Lösung zu dieser situation ist, einfach die Bundesliga Saison ignorieren. Denn besser wird es nicht mehr und schlechter gehts immer. So spart man sich die Nerven und man bekommt keine schlechte Laune.

    • Matthias

      Man kann ja hier durchaus noch relegiert werden. Ich bin froh, dass sich die desolate Situation jetzt auch im Tabellenbild abzeichnet.

      Für mich persönlich ziehe ich die Spannung aus dem Abstiegskampf und den noch kämpfenden Mannschaften. Die Eintracht befindet sich schon im wohlverdienten Sommerurlaub.

      Darüberhinaus verfolge ich mit Spannung die Genesung des Herr Lewandowski. 4 Buden aus 3 Spielen wird wohl auch er nicht ziehen. Die Torjägerkanone für unseren 19-Ballkontakte-Stürmer ist dann die Sahnekirsche auf den fußballerischen Blechkuchen.

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