Deckel drauf

Für Tore nach Standards muss man sich nicht entschuldigen. Von Abseitstoren profitiert man opportunistisch gerne.
Wenn spielerisch nach vorne wenig funktioniert, müssen es – und so haben es Trainer und Teams seit Jahrzehnten gehalten – die Grundlagen sein, die den Unterschied ausmachen.

Eintracht Frankfurt hat sich zum Sieg gegen Hoppenheim gearbeitet. Nicht weil es mühevoll war, sondern weil sie die einfachen Dinge versucht und beherrscht haben. Besser als der Gegner, vor allem in der ersten Halbzeit.

Wäre die Partie bis zum Pausenpfiff so gelaufen wie die zweite Halbzeit … es wäre zumindest kein Sieg geworden, da lief das Spiel – obgleich aus SGE-Sicht wohl geplant bis gewollt – passiver, abwartender, weniger bissig und agil ab. Ein Konter in der 85. Minute, den Inui so abschloss, wie man das von ihm kennt, und die klasse Konter-Kombination in der 91. von Flum (ja, tatsächlich!) und Seferovic – wirklich mehr kam da nicht. Auch im ersten Abschnitt war aus dem Spiel heraus, allem Biss und Willen zum Trotz, nicht wirklich eine Tor-Chance, waren nur 2,3 so zu nennende Abschlüsse zu verbuchen.

Sichtbar war, das mit der Rückkehr von Stefan Aigner und dem Herausnehmen von Valdez mehr Leidenschaft ins Team, auch mehr Unruhe in der gegnerischen Abwehr kam.

Bastian Oczipka machte, Tor und Vorlage völlig außen vor gelassen, ein sehr starkes Spiel. Marc Stendera fiel ab, die Position von Slobodan Medojevic wurde von Johannes Flum besser gespielt und sonst ist einfach nur noch zu sagen: Wie angekündigt zeigte sich das Team verbessert, damit ist der Klassenerhalt, das Minimalst-Ziel geschafft. Und die 40-Punkte-Marke wird in den letzten zwei Spielen auch noch geknackt.

Um es aber schonmal gesagt zu haben: Dieser Heimsueg ändert nichts an den vielen Verfehlungen in der Saison.

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2 Kommentare

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2 Antworten zu “Deckel drauf

  1. ich_immer_wieder_ich

    welche großen Verfehlungen gab es diese Saison denn?

    Ich hab eine Mannschaft gesehen, die trotz eines Umbruchs nie in Abstiegsgefahr war obwohl das viele Leute erwartet hatten.
    Zudem hat Schaaf versucht, junge Spieler in den Kader einzubauen, was absolut positiv hervorzuheben ist.

    Die eklatante Auswärtsschwäche sowie die Verletzungen haben uns so einige Punkte gekostet, aber meine Güte, ergebnistechnisch stehen wir kaum besser oder schlechter als die halbe Liga da. Und sind sogar vor oder auf gleicher Höhe mit Vereinen, die aus finanzieller Hinsicht uns weit voraus sein müssten.

    • Es gab keinen Umbruch, wie oft wird das denn noch behauptet? Schwegler und Rode, die vergangene Saison lange gar nicht spielten, sind gegangen. Bei Schwegler, wie man hört, vom Verein durchaus nicht ungewollt. Joselu, der lange gar keien Rolle spielte und der nun wohlfeil aus der Mottenkiste geholt wird, um die Umbruch-These zu untermauern. Bleibt Sebastian Jung, der tatsächlich – auch aufgrund nicht adäquaten Ersatzes – fehlt. Nimmt man dann sozusagen noch 50 % Rode und 50 % Schwegler dazu, sind uns sage und schreibe zwei Leute abhanden gekommen.
      Was, frage ich, soll das denn das Bevorstehende, ab Juni 2015 dann sein? Ein Umbruch-Umbruch? Da reden wir von 10 neuen und einem halben Dutzend Abgängen.

      Nie ernsthaft in Abstiegsgefahr möchte ich übrigens auch bezweifeln. Im November 2014 sah es für Trainer und Team schonmal übel aus, die kleine Serie – danke Intervention von Teilen der Mannschaft – rettete sowohl Job als auch letztlich die Saison.

      Verletzungsmisere erkenne ich in den letzten Wochen an, aber die spielerische Armut existierte ja auch bei Vollbesetzung.

      Man kann alles natürlich vom Ergebnis her denken und sagen: Yo, round about 40 Punkte, irgendwo zwischen 10 und 14 gelandet, Soll erfüllt. Ergo: das Schneckenrennen um Europa blendet man ebenso aus wie die gravierenden sportlichen Mängel, die über Monate zutage getreten sind. Ohne einen vom Trainer und dessen direkten Vorgesetztem verschmähten, kritisierten Alexander Meier wäre dieser Kahn gesunken; dessen sollte man sich bewusst sein.

      Dass wir alle happy wegen des Nicht-Abstiegs happy, sowieso grund-zufrieden sind, ist doch klar. Aber wenn realistisch mehr möglich ist, was übrigens auch die gerne vergessene Haltung des Vereins ist, sollte Rang 15 nicht die Volksfeststimmung auslösen. Meine ich.

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