Über Nibelungen

„Thomas Schaaf bleibt Trainer von Eintracht Frankfurt – auf jeden Fall“, sagt Heribert Bruchhagen, Vorstandsvorsitzender von Eintracht Frankfurt. Und wie man als Eintracht-Fan weiß, meint der gefühlte Alleinentscheider im SGE-Gefüge diesen Satz ernst.

Die Argumente für eine Entlassung von Schaaf sind auch dürftig, jedenfalls wenn man das reine Resultat betrachtet. Die Mannschaft hat mit ihm die Bundesliga-Zugehörigkeit gesichert, obwohl man – das wird in der Rückschau aber bereits gekonnt verschwiegen – zumindest einmal in den Abstiegsstudel rutschte (im Herbst 2014). Die Punktzahl ist mit 40+ besser als in der Vorsaison (allerdings ohne Doppel- und Dreifachbelastung). Zuhause präsentiert man sich, Kicks wie gegen Hannover (!) oder Berlin (!) mal ausgenommen, gut. Zudem gab es, wie es die Eintracht-Propaganda nennt, Spektakel in den Stadien; ergo: offensiv ging eine Halbserie lang etwas, defensiv eine ganze Saison lang nichts.

Die weichen Faktoren, sozusagen der Weg zu dem oben besagten reinen Resultat, treten bei der Analyse schnell in den Hintergrund. Immerhin hat man ja, und das ist das Grundübel von Eintracht Frankfurt in der Nach-EuropaLeague-Zeit, seine subjektiven Minimalstziele erreicht und feiert das nun (wieder mal) als gottgeben größtmögliche Leistung. Dass es jedoch Knatsch im Team, jedenfalls in Bezug auf Trainer und (nicht wenige und vor allem nicht unwesentliche) Spieler gegeben hat und gibt, können Beobachter, Fans – ob es die Claquere hören wollen oder nicht – als ziemlich gesichert annehmen. Es ist kalt im Binnenklima, die Kühle verschwindet nicht mit dem 34. Spieltag. Um das zu erkennen, braucht es nicht mal die haarkleinste Interpretation vieler Interviews der vergangenen Monate, nicht mal im Vergleich zu jenen Spieler-Statements in der Armin-Veh-Amtszeit.

Nur interessiert das alles die Wenigsten, schon gar nicht jene, die sich nicht 24 / 7 die Birne über Eintracht Frankfurt zermartern. Den meisten Anhängern, und das ist zwar ebenso ernüchternd wie es Realität ist, geht es um den Polizeichor, die Mannschaftsaufstellung, den Torjubel, vielleicht zwei, drei Bier und Wurst eessen. Wenn am Ende ein Sieg bei dem ganzen Trara herauspringt, ist das gut und gerne genommen. Gibt es keinen Sieg, ja mei, Lebbe geht weiter. Und gegen solche Haltungen an-argumentieren, dass der Schaafsche Fußball keinerlei Struktur aufweist, es Zufallsgekicke ist? Sinnlos. Auch über Kommunikationsdefizite zu schwadronieren, ist völliger Käse. Thomas Schaaf bleibt Trainer von Eintracht Frankfurt – auf jeden Fall. Das war klar. #nibelungentreu #nichtsgelernt

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6 Kommentare

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6 Antworten zu “Über Nibelungen

  1. Staniii

    Minimalziel erreicht, #Spektakel bei den Heimspielen. Ergo nur 1%
    Kündigungsrate bei den Dauerkarten. Und das alles trotz #Umbruch.
    Alles super und so!

  2. Absolut richtig. Ich plädiere dafür, den Hashtag #nichtsgelernt als Twitter-Meme aufzubauen.

    Ach, und diskutiere niemals mit den „echten und einzig wahren Fans der SGE“. Die sind ja sowieso alle viel länger dabei und wenn Heri sagt, dass Schaaf bleibt, dann muss das ja auch richtig sein. Automatisch versteht sich.
    #ZumScheiternVerurteilt

  3. SGE4EVER

    Wie kann man so ein Mist schreiben. Der Schreiberling wird wahrscheinlich von der Blöd Bezahlt. Oder er glaubt selbst nicht was er schreibt.

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