Folklore

Der FC Tokio also. Dürfte nicht wesentlich schwerer werden als Eintracht Stadtallendorf in Halbzeit eins. So ganz glücklich ist die Wahl der Testspielgegener jedenfalls nicht. Wenn schon eine Truppe wie Fulham, die man mühevoll nach einem Standard aus fünf Metern 1:0 besiegte, der nominell stärkste Opponent war … Vorbereitungsspiele besitzen sicherlich keine große Aussagekraft, aber so ganz banalisieren sollte man die Ergebnisse, vielmehr das Zustandekommen der Resultate, nicht. Was kann es schaden, sich gegebenenfalls mal von einem stärkeren Team drei, vier reinschießen zu lassen? Dafür braucht es weder Real Madrid noch Manchester United – vermutlich hätte schon ein Gegner der Kategorie „gutes Uefa-Cup-Team“ gereicht. Oder auch ein aufstiegsambitionierter Zweitligist aus Deutschland, da diese ja immerhin früher anfangen, in der Vobereitung weiter sind/waren. Auch da muss es ja kein Risikospiel gegen Kaiserslautern oder Karlsruhe sein. So zuwider sie einem sind, aber irgendwo im Matteschitz-Land gegen RedBull Leipzig anzukicken, wäre denkbar gewesen, oder?

Egal. Für den Bremer SV wird eine Leistung wie in der zweiten Halbzeit gegen Eintracht Stadtallendorf reichen. Für die Bundesliga nicht. Dafür, so mein Eindruck, sind die spielerischen Abläufe noch zu holzschnitzartig, zu fehlerbehaftet. Das wird nicht nur an der mangelnden Motivation in Mittelhessen gelegen haben. Immerhin kennen wir die Ballverluste und Abspielfehler etwa eines Takashi Inui ja vor allem aus der Bundesliga – und gegen Stadtallendorf unterliefen ihm solche abermals. Da reicht es dann einfach nicht, dass er diesen Schwung, diese Geschwindigkeit ins Team bringt. Umso unverständlicher erscheint es, dass man bei Eintracht Frankfurt weiterhin keinen Linksaußen verpflichtet hat, das man sogar auf die „kleine Lösung“, also einen vis-a-vis-Konkurrenten für den Japaner zu setzen scheint. Dabei will der Großkreutz Kevin doch hinfort aus dem geliebten Dortmund …

Aber Inui war nicht das einzige Sorgenkind in Stadtallendorf. Auch die Hoffnungsträger Marc Stendera und Joel Gereghizer spielten ausgesprochen mau. Auf der anderen Seite sollte man auf all dem trotzdem nicht über Gebühr herumreiten, man weiß schließlich nicht ob/wie intensiv am Tag vor dem Kick trainiert wurde. Es geht bei solchen Veranstaltungen ja auch nicht unwesentlich um das Drumherum, um die Nähe zu den Zuschauern. Und von denen, so leise sie auch waren, erfreuten sich viele vor allem an Armin Veh (Plakate wie „Willkommen zuhause,Armin“) und Autogrammschreibern wie Haris Seferovic (der wirklich von einer Menschentraube umrignt war) sowie David Abraham.
Folklore, die ist ja auch nicht unwichtig in der Vorbereitung. Was auch immer das gegen den Bremer SV, vor allem aber in den ersten beiden Bundesligaspielen gegen Wolfsburg und Augsburg wert ist.

Edit: Hradecky-Wechsel ist laut Bröndby Kopenhagen perfekt. Zum 7. August. Bisschen schmunzeln muss man da schon, oder? 😉

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