Monatsarchiv: August 2015

Nachteil, Eintracht

So fühlt sich Erfolg in Frankfurt an. Genau so. Froh und glücklich muss man als Fan, müssen die Spieler über ein Heim-Dusel-Remis gegen Augsburg sein. Das war sooooo ein furchtbarer Kick, Himmel hilf!

Ein Positionsfremder als Rechtsverteidiger, ein heillos überforderter Linksaußen und Stürmer, die nur wild Gegenspieler anlaufen, nicht einen Zweikampf gewinnen. Hat dieser Castaignos eigentlich mitgespielt? Passt jedenfalls in die Vorstellung, dass eben diese vor Anpfiff bei ihm ausblieb.
Ein 08/15-Kicker wie Caiuby ist einem David Abraham völlig und in allen Belangen überlegen. Was für ein Bock etwa vor der Hradecky-Rettungstat in der zweiten Halbzeit. Der Keeper, nicht nur da, als Punktretter.

Ein biederer Gegner mit ebenso biederer, aber eben konzentrierter Vorstellung hat gereicht, um Eintracht Frankfurt den Tabellenweg zu zeigen. Vor Spieltag drei – gegen einen weiteren Lieblingsgegner der SGE – ist schon gut Musik drin. Wegen den Ergebnissen? Nein, wegen dieser uninspirierten Spielweise.

Passspiel? Katastrophal. Langholz als einzige Form von „Aufbauspiel“. Es gab genau drei Torchancen für die SGE – und das, oh Wunder, nach flachen Kombinationen über (ein Mal) links und (zwei Mal) rechts. Aus der dritten entstand das glückliche 1:1.

Es fehlt total das Tempo im Spiel.

Was war das? Trainer Armin Veh pflegt doch ein konsequentes Flügelspiel. Aber das? Lange Schläge, Reih an Reih. Gegenentwurf zu dem, wie es gehen soll, kann, muss.

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Vorteil, Eintracht

Ein Jahr nach dem Dauerkarten-Verleih, ein Vierteljahr nach dem Ende des Trainer-Intermezzos von Thomas Schaaf, ist das Heimspiel-Kribbeln zurück. In wenigen Stunden gilt es wieder einzutauchen in jene Atmosphäre, die bislang noch jeden Erstbesucher in den Bann gezogen hat. Vereinshymne, Aufstellung, Tankard – und vor allem Fußball, der den Namen verdient!

Gegen den FC Augsburg steht Eintracht Frankfurt bereits vor dem ersten wegweisenden Spiel der Bundesligasaison. Die Eindrücke gegen den VfL Wolfsburg, der allerdings auch noch nicht bei 100 % war/ist, passten. Da war weitaus mehr gut als schlecht. Doch was nützt das, wenn gegen den ebenfalls mit einer Niederlage gestarteten FCA nun gepatzt würde? Nichts. Im Gegenteil, eine Pleite zuhause gegen Augsburg – das allerdings gefühlt immer gegen Frankfurt punktet – würde früh Dampf aufsteigen lassen im SGE-Kochtopf. Ein Remis, das es wohl werden wird, ist dann die oft zitierte Mixtur aus „nicht Fisch, nicht Fleisch“.

So oft wähnte man sich gegen Augsburg schon in der Favoritenrolle, so oft ging das schon daneben. Stets sah man schlecht aus, gegen die ekelig spielenden Tobias Werner und Raul Bobadilla. Letzterer ist glücklicherweise Gelb-Rot gesperrt. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil für die Eintracht.

Die einzige Aufstellungs-Änderung wird es eventuell auf dem linken offensiven Flügel geben. Die denkbaren Möglichkeiten sind groß, wenngleich keine wirklich passt. Der gelernte Stürmer Vaclav Kadlec kommt in Betracht, viele würden ihn nach all den Monaten sicher endlich mal wieder spielen sehen. Luca Waldschmidt und Joel Gereghizer liegen so ziemlich auf einem Wahrscheinlichkeits-Level. Der neue Serbe wird noch hintendran sein und bleiben. Und alles andere als ausgeschlossen ist, dass Takashi Inui seine – dann aber wohl letzte – Rehabilitierungs-Chance erhält.

Egal wer spielt, angestachelt von den Fans in der Nordwestkurve, muss mal wieder Emotion, Leidenschaft, Spielkultur, vor allem aber Effektivität in den Eintracht-Korpus gelangen. Welchen tabellarischen Kampf Frankfurt in dieser Saison kämpfen wird, kann man in Kürze erahnen. Vier Punkte aus den ersten drei Spielen – gelänge dem Team das, darf man optimistisch sein. Was das rechnerisch bedeutet, ist klar: ein Zähler ist das Minimum heute.

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Vabanque mit Vaclav

Am Donnerstagabend schickte der Fußballgott vorübergehend ein Lebenszeichen, einen Schweif der Hoffnung in die Wohnzimmer. Es war, als das norwegische Kleinstädtchen Odds zeitweise mit 3:0 gegen den millionenschweren BVB aus Dortmund führte. Man dachte, es könnte … und ehe man sich wagte, das zuende zu enden, verpuffte die Romantik im Dunst der Pyrotechnik.
Geld gewinnt immer. Das gilt im Gesellschaftlichen, das gilt im Sport.

In der Tat wäre es mal eine empirische Untersuchung wert, wie hoch der Faktor ist, mit dem Klubs mit einem höheren Etat gegen Klubs gewinnen, die ein kleineres Budget besitzen. So auf drei bis fünf Bundesligasaisons gerechnet, meinetwegen. Die Tabelle macht sich ja ohnehin quasi von selbst, mit zwei, drei Irrungen und Wirrungen pro Jahr. Aber abzüglich dieser um den Zufallsfaktor bereinigten Summe … interessant wäre das allemal. Sicher, in einem Spiel wird es dem lendenschutztragenden David schon mal gelingen, dem prada-verwöhnten Goliath einen Speer zwischen die Stelzen zu schmeissen. Aber in einem Rückspiel? Regelmäßig? Immer mal wieder? Nein.

Nach dieser Logik muss das kommende Heimspiel von Eintracht Frankfurt gegen den FC Augsburg unentschieden ausgehen. Und das wird es auch. Mit dem 25-Millionen-Deal für einen Spieler, der jedenfalls mir nicht weiter aufgefallen ist, bewegt sich der FCA auf einen Schlag finanziell mindestens auf SGE-Niveau. Gepaart mit der Europapokal-Qualifikation sorgt das auf dem Papier für eine gewisse Waffengleichheit. Man sollte sich nicht vom vermeintlich ruhmreicheren Namen Eintracht Frankfurt blenden lassen, außerhalb von Hessen wird die SGE sporltich kaum als ein Goliath wahrgenommen, der nun gegen einen David aus Augsburg antreten wird.

Offenkundig ist nun geworden, dass man vor kurzem weitere Transfergelder versenkt hat. Slobodan Medojevic, für etwas weniger als zwei Millionen Euro vom VfL Wolfsburg verpflichtet, soll an einen Interessenten abgegeben werden. Tja. Ähnlich unböse wäre man in Frankfurt auch, wenn Verteidiger David Kinsombi sich ein neues Trikot überstreift. Kinsombi, der Mann, den man aus Mainz für die U23 verpflichtete. Ein paar Wochen, bevor man die U23 auflöste. Für eine Ersparnis von 800 000 Euro – und der Konsequenz, dass Spieler wie Luca Waldschmidt, Joel Geregizher, Enis Bunjaki (ok, A-Jugend) und auch ein Vaclav Kadlec ums Verrecken nicht genug Einsatzzeit, überhaupt einen Rhythmus bekommen.
Aporpos Kadlec: Sollte der Junge am Samstag nicht von Beginn an spielen, gibt es keinen Grund, ihn im Verein zu behalten. Als Stürmer, der er gelerntermaßen ist, ist ihm offenbar jeder Weg verbaut. Als Linksaußen diletiert Takashi Inui bereits sehr lange; reicht es für den Tschechen jetzt nicht, muss man dem Klub geplante Fahrlässigkeit vorwerfen, ihn nicht irgendwohin verkauft zu haben. Davon abgesehen befördert man Kadlec so oder so in eine sportlich wirkliche undankbare Situation. Dem würden die Knie mit Sicherheit mächtig schlottern am Wochenende, wüsste er doch, dass jeder Fehler seine Karriere noch einen weiteren Dämpfer versetzen könnte. Antrieb oder Lähmung? Ein Vabanque-Spiel.

Überhaupt ist die Geschichte von Vaclav Kadlec eine seltsame. Es stimmt schon, in seinen schwachen Spielen war er wahrhaft schwach, da ließ er viele Basics vermissen, war ebenso leicht vom Ball zu trennen, wie sein Körper schmächtig wirkte.
Und doch waren die mauen Auftritte – so viele hatte er insgesamt ja gar nicht – weit weniger als die besseren. Er hat Tore geschossen, er hat aber vor allem ein Element der Quirligkeit ins Offensivspiel gebracht, das sonst nur Inui beherrscht(e). Die Eintracht ist gerade vorne ein Kollektiv von Kanten. Seferociv, Meier, jetzt Castaignos – das sind alles 1,90-Ballermänner. Qua Physis können sie den Körperschwerpunkt gar nicht so tief haben, können gar nicht so wendig und flink sein, wie Kadlec. Wieso sich Armin Veh, dann auch Thomas Schaaf in der Vergangenheit dieser personell-taktischen Möglichkeit beraubt haben – es ist ein Rätsel.

Zur Großkreutz-Causa lege ich indes den dritten Absatz eines vier Wochen alten Blog-Textes ans Herz.

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Japanese dreams

Bei der Großkreutz-Sache überkam mich dann doch das Lachen. Nicht, dass ich es für ausgeschlossen hielte, das Eintracht Frankfurt an dem Außenbahnspieler interessiert wäre. Selbst das unmoralische Mindestlohn-Gehalt, das er bei der SGE beziehen würde, hat nur für ein Grinsen gesorgt. Nein, der herzliche Lacher formte sich im Zwerchfell, als die Bedingung eines möglichen Transfers die war, dass jemand Takashi Inui kauft.

Leute, Takashi Inui. Der Mann, der bislang eine (!) starke Halbserie spielte und der pro Saison ebenso viele Tore verschuldet, wie er mit-vorbereitet. Der Lethargiker, der immer wieder Chancen bekommen hat und der nie auch nur ein Schrittchen nach vorne gemacht hat. Kein klar denkender Sportdirektor verpflichtet so einen; schon gar nicht, wenn er ihn in Kürze für umme bekommen kann. Da das Fußballgeschäft aber völlig absurd ist, weil ein Konglomerat von Angelernten die Szene beherrscht, liegt genau darin die Chance und Wahrscheinlichkeit. Klar denkende Manager? In irgendwelchen Ligen gibt es immer Fans in Funktion des Geschäftsführers, die bei jedem noch so fehlerbehafteten Fuddler zulangen.

Inui hat aufgrund seiner Dynamik, seines geringen Körperschwerpunkts, der Wendigkeit, der Flinkheit einige auch für Eintracht Frankfurt eigentlich unverzichtbare und gute Anlagen. Das Problem ist, dass er über diese grundsätzlichen Fähigkeiten nicht hinauskommt. Er spielt so, wie er immer gespielt hat, schon zu Bochumer Zeiten. Seine Entwicklungs-Kurve ist keine, sie ist eine Nulllinie. Wäre er überdies nicht das personifizierte defensive Sicherheitsrisiko, könnte man darüber sogar hinwegsehen, ihn als Joker, als Faktor von der Bank einplanen.
Der Saisonauftakt gegen den VfL Wolfsburg hat ja abermals gezeigt, gerade unter Trainer Armin Veh und dessen Flügelfokus: Die linke Frankfurter Seite ist im Rückwärtsarbeiten, im Beackern der Gegenspieler, im Stellungsspiel, im Zustellen der Räume/Passwege zu schwach. Beide Gegentore fielen über links, wobei Bastian Oczipka in den unmittelbaren Szenen wesentlich schlechter aussah als sein Vordermann Inui. Jedoch ist das quasi die logische Folge der Inui´schen Spielweise, die Oczipka stets in die Bredoullie bringt (wie schon in den Vorsaisons unter Veh, übrigens).

Nun also, da man täglich dem 31. August und damit dem Ende der Transferphase näher kommt, beschäftigt man sich – vermutlich nicht wenig und nicht zum ersten Mal enttäuscht von der Inui´schen Entwicklung – mit einem Spieler, der ihn theoretisch sofort und ohne Anpassungsstörungen ersetzen könnte: Kevin Großkreutz. Eine sportliche schlechte Wahl wäre dieser absolut nicht, er wäre einzuordnen in die Qualitätskategorie Makoto Hasebe / Stefan Reinartz. Sprich jener Könnensstufe, die tatsächlich dafür sorgen kann, dass Eintracht Frankfurt ein Kandidat für den Kampf um Rang 7 sein kann. Finanziell dürfte das jedoch kaum zu stemmen sein, gerade weil der 1.FC Köln offenbar ebenfalls um ihn buhlt und dieser aus Transfererlösen der älteren und jüngeren Vergangenheit mehr Möglichkeiten hat als die Eintracht (eigentlich absurd, oder?)

Der andere abermals und immer wieder gerüchtete Name ist Rechtsverteidiger Sebastian Jung. Nach Makoto Hasebes (meiner Meinung nach eigentlich absolut passablen) Vorstellung auf der Position, ist die Rückholaktion jedenfalls wieder stärker in den Fokus gerückt als das in den vergangenen drei, vier Wochen der Fall war. Wäre der Transfer sinnvoll? Timothy Chandler hat 2014/2015 eine mäßige, lange sogar eher maue Saison gespielt. In Nürnberg, mit schwächeren Mitspielern, sah das vorher besser aus. Er hat eine zweite Saison verdient. Das wird man in Frankfurt ähnlich sehen, man wird ihm und der Lösung Hasebe/Ignovski/Chandler als solcher bis zur Winterpause Zeit geben. Sollte da das Leistungs-Optimum nicht herauszuholen gewesen sein, dürfte Jung – der sich gegen Vierinha und auch Träsch nicht dauerhaft durchsetzen wird – sehr realistisch werden.

Erstmal aber gilt das Hier und Jetzt, das Sportliche. Die Eindrücke aus dem Auswärtsspiel in Wolfsburg waren gute. Bringt nur nichts, wenn es am Samstag zuhause gegen Augsburg keinen Sieg gibt. Den braucht es nämlich. Andernfalls sind sehr früh sehr viele Vorstellungen und Planspiele ins Reich der Fabel verwiesen.

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Einzelkritik vs. VfL Investorenburg

Lukas Hradecky: Hielt nichts, weil er nichts halten konnte. Ein guter Reflex nach einer Bogenlampe, ein, zwei Mal gut bei hohen Bällen zugepackt. Bemerkenswert – und großer Unterschied zu Vorgänger Kevin Trapp: Er eröffnet das Spiel mit schneller Reaktion via Abwurf und Abroller. Das ist sehr gut.

Carlos Zambrano: Gute Leistung, ohne große Mätzchen. Auch das von vielen abermals so moralisch überlegen bewerte Foul gegen Kevin de Bruyne war – ja, ich schreibe das jetzt – erste Sahne. Es war in der Situation nötig, es war ein taktisches Foul, es war folgerichtig gelb. Wo ist das Problem?

David Abraham: Eine leistungsmäßige Achterbahn, mal schnellen Fußes zur Stelle, mal mit stellungsspieltechnischen Aussetzern.

Makoto Hasebe: Gute Leistung als Rechtsverteidiger, hatte mit Kevin de Bruyne relativ wenig Probleme, hielt ihn zumindest in Schach. Äußerst unglücklich beim Slapstick-Stadel vor dem 0:2, da tritt er als Letzer in der Fehlerkette mit der Picke ein Luftloch. Sieht doof aus, das Problem, der Auslöser entstand aber über links – eingeleitet durch Hradeckys Heber auf Oczipka, der dann wiederum den Ball zum Einwurf vertendelt.

Bastian Oczipka: Beim 0:1 nicht eingerückt, was das Tor ermöglichte, beim 0:2 einer von mehreren Düpierten im Slapstick-Stadel. Eine starke Grätsche Mitte der zweiten Halbzeit, Ein strammer, guter Schuss in der Offensive sowie zwei, drei merkwürdige Chip-Flanken. Verfällt da einer wieder in überwunden geglaubte Muster?

Marco Russ: So lala. Beschränkte sich auf die einfachen Dinge, das ist ok. Aber ohne echte Bindung zum Spiel, machte keine groben Fehler, setzte keine Impulse.

Stefan Reinartz: Gute Übersicht, ruhig am Ball – jedoch zu viele lange Bälle. Hatte Probleme mit der Standfestigkeit, rutschte häufig weg und verlor dadurch drei Bälle. Man erkennt aber bereits, dass da ein guter Fußballer verpflichtet worden ist.

Takashi Inui: Keine Aktion nach vorne, teilnahmslos, wirkungslos. Defensiv lief er mit. Am ersten Spieltag zur Halbzeit ausgewechselt zu werden, kann man als Zeichen werten.

Stefan Aigner: Gewohnt im Modus des Duracel-Häschens, war stets anspielbar, ging weite Wege, schmiss sich rein. In den Kombinationen oft unglücklich. Ohne zwingende Szene vorne.

Haris Seferovic: Wild, unwirsch, ohne Übersicht. Lezteres gekrönt Mitte der zweiten Halbzeit, als die Eintracht fünf auf vier läuft und er mit dem Ball unmotiviert in einen Verteidiger rennt anstatt das Spiel schnell zu machen, die Kugel zu passen. Sein Einsatz stimmt, seinen Körper setzt er gut ein; aber wenn er den Ball hat, wird es, wird er unkontrolliert.

Luc Castaignos: Schwer einzuordnene Leistung. Nicht so vollumfänglich präsent, aber in Ansätzen ist sein Können durchaus zu erkennen; gerade die ersten ein, zwei Schritte und in puncto Übersicht gab es zwei, drei gute Szenen.

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Aleksandr Ignovski: Überraschend eingewechselt hielt er defensiv seine Seite gut dicht, bissig wie man ihn kennt. Mit dem Ball am Fuß jedoch keine große Hilfe für das Team, kam nur in einer Situation mal auf die Grundlinie und flankte dann okay.

Joel Gerezgiher: Hatte das 2:2 auf dem Fuß; war einer der Kategorie „kann man schonmal machen“. Ansonsten war es mehr ein Bundesliga-Luft-Schnuppern als ein effektiv frisches, freches Auftreten, was aber ok ist.

Luca Waldschmidt: Ein Kopfball in des Keepers Arme, sonst relativ unauffällig.

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Armin Veh: Der Fußball ist nach Frankfurt zurückgekehrt. Eine Idee, eine Herangehensweise ist zu erkennen gewesen. Die Spielanlage wirkte deutlich variabler als im Vorjahr unter Ex-Trainer Thomas Schaaf. Die Wahl, im defensiven Mittelfeld anfangs auf das Duo Reinartz/Russ zu setzen, war strategisch richtig, ob es ein Zukunftsmodell ist? Zweifelhaft. Es fehlte dort, im ganzen Mannschaftsteil Mittelfeld ein Antrittsstarker, das Tempo war lange Zeit nicht ausreichend. Die Systemumstellung im Laufe der Partie sorgte für mehr Verwirrung als dass es eine Hilfestellung war.

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Endlich Fußball

Es gibt wieder eine Spielidee. Das, was auf dem Sportplatz passiert, sieht nach Struktur, nach gewolltem Geschehen aus. Nach einem elenden Roulette-Gekicke wird in Frankfurt wieder Fußball gespielt.

1:2 verloren, aber nicht zu weit weg von des Gegners Leistung. Beide Gegentore hat man sich quasi selbst reingeschossen. Ein Punkt war auf jeden Fall möglich. Schade. Aber die Leistung hat weitgehend gestimmt.

Später mehr in der Einzelkritik.

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Wichtiger Kopf

Bieder. Müsste ich den zwei Teile des Bundesliga-Auftakts ein Attribut zuordnen, wäre es dieses.
Irgendetwas Unerwartetes? Sicher, dass Dortmund den Gladbachern 4 reintut – das ist außergewöhnlich. Dass Bayern dem HSV 5 einnetzt, erwartete ich ebenfalls nicht, da sah ich es eher auf 2,3 Dinger hinauslaufen.
Und sonst? In Augenhöhen-Partien ging Einiges zugunsten von Teams aus, die auch nur 1 statt 3 Punkten hätten holen können ( Berlin, Ingolstadt). Darmstadt pflegt einen anderen Spielstil als im Vorjahr (buhu, wie überraschend!) und hat Hannover am Rand der Niederlage.
Aber alles in allem passierte nicht viel, schon gar nicht viel außergewöhnliches an diesem Spieltag.

Bedeutet für die Eintracht? Nichts. Außer, dass ein Punkt(gewinn!) schon jetzt viel wert wäre. Mehr noch für den Kopf als für die Tabelle.
Heute, liebe Mitleider, heißt es Hü oder Hott. Keine Phrasen, keine Ausreden, keine Theorie – in Wolfsburg, gegen einen auch noch nicht 100%ig eingespielten Gegner, kann die SGE etwas Zählbares holen.

Auf.

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