Mehr Mülltüten

Ich habe eine ehrliche Frage an die Blog-Leserschaft. Diese lautet: Ist irgendjemand überrascht? Überrascht davon, dass die Dinge sich entwickelt haben, wie sie sich entwickelt haben?

Für mich kann ich eine, eigentlich zwei Antwort(en) geben. Die eine lautet: Ja, ich bin überrascht. Deshalb, weil die Spielanlage der Mannschaft in den ersten drei, vier Wochen – ergebnisunabhängig – zumeist nach Fußball, einem Plan, einer Struktur aussah. Das, was Eintracht Frankfurt auf den Rasen brachte, war kein glänzendes Gold, aber da war etwas. Potential. Qualität. Idee. Ich überschrieb diese Gemengelage einst mit dem Wort Reife; etwa die Partie gegen den Hamburger SV. Klammert man das grauenvolle Spiel gegen Augsburg – das sich mittlerweile strukrutrell als wegweisend entpuppt hat – aus, war da war viel in Ordnung.
Und als man sich nach dem 6:2 gegen Köln an sich selbst berauschte, so jedenfalls liest sich die Zeitleiste, krachte das Kartenhäuslein in sich zusammen. Total. Was folgte war und ist die Bruchlandung in Überschallgeschwindigkeit. Der Stecker war und bleibt gezogen. Grob fahrlässig handelte er, indem er auf den seit mehr als einem Jahr bekannten Schwachstellen nichts unternahm. Linkes Mittelfeld, rechte Verteidigung – alleine in diesem Blog, von der als #Lügenpresse diffarmierten Frankfurter Rundschau ganz abgesehen, werden sich Dutzende Einträge finden, die diese Probleme benennen. Und das waren, sind nur die offenkundigen. Dass im defensiven Mittelfeld ein eklatantes Tempo-Defizit herrschen würde, war da den meisten – auch mir – nicht gewahr. Dass man sich im Verein im Sturm für Theofanis Gekas 2.0 als Neuzugang entschied, konnte der dumme Laie nicht ahnen. Dass quasi so gar kein Euro aus den rund 10-Trapp-Millionen in Neuzugänge investiert wird, malte sich wohl kein Fan in den kühnsten Träumen aus. Dass Vaclav Kadlec ein Millionengrab bleiben würde, ahnte zwar jeder Nicht-Vollverblendete, nur im Verein Eintracht Frankfurt war diese Erkenntnis natürlich nicht gereift.

Stattdessen bildete man sich ein mit jungen Spielern wie Joel Gereghizer – der seit seinem Gruselauftritt zu Saisonbeginn nicht mal mehr im Kader stand – oder Luca Waldschmidt etwas erreichen würde können. Pustekuchen. Der Eintracht-Nachwuchs ist einfach zu schlecht, er kann nicht im Ansatz mit jenen Spielern anderer Klubs konkurrieren, die – wie aus dem Nichts – quasi von Beginn an stabile gutklassige Leistungen abrufen.

Man zwingt den Trainer plötzlich, ein System spielen zu müssen, weil es nur für dieses Spieler gibt. Das muss man sich mal vorstellen! Da weiß jeder mit ausgestochenen Augen, dass dieser Mannschaft ein 4-2-3-1 liegt, die Raute – wie schon unter Thomas Schaaf – nicht. Und was wird spielen gelassen? Die Raute. Zum Gespött macht sich dieser Verein! Stefan Aigner landet auf der Bank, weil der Sportdirektor einen Spieler – der es auch nicht brachte -, aber offenbar der einzige war mit dem ein 4-2-3-1 denkbar gewesen wäre, ersatzlos verkaufen. Halt, stimmt nicht! Falsche Behauptung! Man hat ja nachgelegt. Ein serbisches Bübchen kaufte man. Um ihn irgendwann, wenn die ersten Menschen auf dem Mars leben, aufzustellen.

Trainer Armin Veh ist bereits jetzt mit seinem Latein am Ende. Mal wieder. Die Abkehr von einst mal angedachten Spieltheorien und Herangehensweise ist nach dem 1:5 gegen Mönchengladbach schon angekündigt. Was ein Wunder, welch mutiger Schritt. Mit Fußball hat das nichts zutun gehabt, seit Wochen schon nicht, Länderspielpause hin, Hasebe-Kurzurlaub her.

Die SGE bekommt dieser Tage die Quittung für eine fahrlässige, für eine dumme „Strategie“. Die Misere samt der neverending losing Story fängt bei Schotten-Sparer Heribert Bruchhagen an, geht über den Transferflopper Bruno Hübner bis hin zum mutlosen Aufwärmen der Trainerpersonalie.

Und all das gesagt, ist auch der andere Teil der Antwort angesprochen: Nein, ich bin nicht überrascht. Eintracht Frankfurts Führungsspitze hat es eben wieder mal geschafft eine leblose, willenlose Truppe zusammenzustellen aus der nur zwei, drei Qualitätsspieler herausstechen. Bruno Hübner, an dem jede Fehlentscheidung merkel´esk abperlt, hat diesen Kader verkrüppelt.

Wenn ich also nicht überrascht bin, was bin ich dann? Verärgert, wütend. Auf mich selbst in erster Linie. Und zwar, weil ich von dem Weg abgewichen bin, der mich persönlich stets in die Nähe der richtigen Einschätzung brachte: dem knallharten Realismus. Ich habe in dieser Saison meinen Instinkt ignoriert, habe mir eingebildet mehr in dem zu sehen, was ich sah. Rampe gen Europa? Einstelliger Tabellenplatz? Diese Mannschaft darf in dieser Verfassung täglich Kerzen in der Paulskirche anzünden gehen, um in der Bundesliga zu verweilen.

Und obwohl sich der Text jetzt lesen mag, als ob der Autor hoch emotionalisiert (gewesen) wäre, versichert er: Ich bin nicht sonderlich angefasst von dieser 1:5 Peinlichkeit. Auch nicht vom wieder- und wiederkehrenden Trend des Abwärtsstrudels. Es ist mir ehrlich gesagt ziemlich egal (geworden). Gegentore, Misserfolge, Pleiten ringen mir kaum noch ein Schulterzucken ab. Das 0:1? Yo mei. Das 1:1? Lächerlich. Von 1:2 bis 1:4 – war doch klar. Das 1:5 hab ich gar nicht mehr gesehen. Als Fan ist man, bin ich nicht untreu, aber ich bin leidenschaftslos. Also bitte jetzt, Feuer frei, draufhauen, Miesepeter, Schlechtmacher, Schmierfink. Juckt mich nicht, vor lauter Eintracht-Müdigkeit.

Beim American Football in New Orleans setzten sich die Fans vor einigen Jahren, nachdem das Team Jahr um Jahr auf die Mütze bekam, Müllsäcke über die Köpfe. Jede Woche, jeden Monat aufs Neue. Vor Scham, vor Ablehnung – und als Symbol. Sie gingen weiter zu den Spielen ins Stadion, aber sie trugen die Müllsäcke über den Schädeln.
Die Profis auf dem Platz werden davon sicher Notiz genommen haben, aber wirklich gekratzt haben düfte sie das nicht. Welt der Wanderpokale. Dass jedoch Funktionäre angesichts solcher Gesten, solcher klarer Statements die Traute besitzen könnten, weiter und weiterzuwursteln, dass sie diletieren dürfen bis zum abwinken, dieselben Fehler immer und immer wieder wiederholen dürften – das wäre der eigentliche Skandal. Gut also, dass wir bei Eintracht Frankfurt kuschelweich und dem Dauersingsang verfallen sind, überhaupt keine Ansprüche außer der puren Existenz besitzen.

Wir freuen uns wie die Mittelstufenschüler, die mit den Jungs aus der Oberstufe auf dem Bolzplatz kicken dürfen. Ergebnis egal. Hauptsache mal dabei, mal cool gewesen. Eintracht Frankfurt hat fertig.

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7 Kommentare

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7 Antworten zu “Mehr Mülltüten

  1. Ken

    „Lügenpresse“ – das ist ja wohl dümmliches Pegida-Vokabular. Was will der Autor da über sich sagen?

    • Zwei Anmerkungen: 1. Wer hier schon länger mitliest, wird und kann den Sarkasmus dahinter erkennen. 2. Jetzt ist die Passage nochmal klar gekennzeichnet. Also danke für die Anmerkung, neue Leserschaft bin ich bei all dem Hass und Spott nicht mehr gewohnt 😉

  2. Jermaine Jones Junior

    Es ist wie in der Wissenschaft. Wie würde das Model x reagieren, wenn im Experiment die Variable a statt b verändert würde. Komischerweise kennt man in Vehs Modell aber schon den Ausgang des Fußballs, den er spielen möchte in zwei Beispielen. Raute? Lange Rede kurzer Sinn: siehe Schaaf.
    4-2-3-1? Hmmm… in der Saison 13/14 hatte er doch all die Spieler, die er für dieses System vorsah und heute als sein Alibi fehlen: Jung (RV), Rode (schneller DM) und Inui (gelernter LM). Trotzdem befanden wir uns im Abstiegskampf. Warum sollte es besser oder wieder gut werden, wenn Jung und Rode eines Tages wieder da wären? Warum kam er in der Saison 13/14 nicht klar, als er die Spielertypen hatte, die ihm heute angeblich fehlen? Warum sieht er heute „Perspektiven“ aufgrund eines 20%-höheren Etats und fehlender Schlüsselspieler für 4-2-3-1 ???
    Ich beende meine Ausführungen mit einem Satz von Stefan Reinartz, der behauptet: „Es ist nicht der modernste Fußball, den wir der Bundesliga spielen“.

  3. Sebastian Weber

    Bin ich überrascht wie sich die Dinge in Frankfurt entwickelt haben? NEIN
    Ich war und bin immer noch kein Freund von Armin Vehs Rückkehr. Er hat 2 Jahre gute Arbeit geleistet, aber danach ging schon nicht viel und es waren damals schon Defizite zu sehen die auch heute wieder offernkundig sind. Uns fehlt die Konstanz, auch gegen Gladbach sah die erste Halbzeit gar nicht so schlimm aus, klar war Gladbach die bessere Mannschaft, aber das darf einen auch nicht verwundern. Aber dann in Halbzeit zwei kommt der Einbruch. Hertha das selbe in grün. Hakt es wiedermal an der Kondition wie schon in der Europaleague Saison? Russ und Stendera machen auf mich auch nicht den fittesten Eindruck um nicht zu sagen sie sehen etwas übergewichtig aus. Damit kann man dann in der Bundesliga nicht bestehen. Dann nur Fallobst in der Vorberreitung und selbst da nicht überzeugt, wie soll man dann ernsthaft sehen ob man nochmal aktiv werden muss auf dem Transfermarkt.

    Die von uns getätigten Transfers finde ich eigentlich alle sehr gelungen. Gacinovic ist eine Investition in die Zukunft, Castaignos und Abraham sind Ersatz für die Verletzten Meier und Anderson und erhöhen danach unsere Möglichkeiten auch mal auf Formschwankungen zu reagieren. Über Hradecky und Lindner brauchen wir nicht reden denke ich. Und Stefan Reinartz ist zwar nicht der Leader den ich mir erhofft habe aber er ist trotzdem mit Hradecky unser Königstransfer. Was mich aufregt sind die Abgänge bzw. nicht Abgänge und die nicht getätigten Transfers. Wie kann man eine Mannschaft von vornherein so auf ein System festnageln und somit jegliche Variabilität und einen der besten Spieler verschenken? Warum hat man Aigner gehalten wenn man Inui ersatzlos gehen lässt? da hätte man sicher noch 10+xMio reinholen können. Ich hoffe die Ironie war zu erkennen. Und wer ernsthaft gedacht hat Joel, Luca und Vaclav könnten diese Lücke auf links füllen der hat sich geirrt das hätte man aber sehen können. Laut TM.de haben wir dieses Jahr ein Transferüerschuss von 2.70 Mio € gemacht. Also haben wir von den vor der Saison kolportierten 4-6 Mio € für Transfers nichts genommen und nur die Trapp Millionen investiert. Warum man nicht versucht die bekannten Schwachstellen adäquat zu ersetzen mit einem Transferbudget von mindestens 6.70 Mio € ist mir schleierhaft. Kadlec abzugeben hätte noch einige Milliönchen eingespült und mit Medojevic hätte man zumindest Gehalt sparen können.

    Ich frage mich nur wer hat das verbockt? Hat Hübner tatsächlich gegen den Willen Vehs keine Spieler geholt oder war es Armin der dachte der Kader sei Qualitativ und vor allem Variabel genug für seinen Fussball? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Hübner sich so über seinen Freund hinweggesetzt hätte. Aber wenn Veh keinen mehr will, hätte Hübner trotzdem noch die drei eklatanten Schwachstellen angehen müssen(RV,schnelle LM und DM).

    Aber es ist eigentlich das selbe wie immer, der Kader würde trotzallem eine bessere Leistung hergeben als man sie gegen Ingolstadt, Hertha und Gladbach gezeigt hat. Nur fehlt mal wieder der Wille, die Geilheit aufs gewinnen. Das kommt, wie du schon schreibst, immer dann auf wenn man die Möglichkeit hätte nach oben zu springen, wenn man denkt man sei Bayern München 2.0. Das ist ein Mentalitäts- und Motivationsproblem. entweder kann Armin die Jungs nicht mehr richtig heiss machen wenn eine gewisse Zufriedenheit herrscht oder die Kerle sind so auf ihrer Überheblichkeit gefangen, dass selbst eine Ansprache alla Al Pacino in Any given Sunday sie nicht zu Höchstleistungen motivieren könnte. Da muss man mMn. den Hebel als erstes Ansetzen mit Psychologen oder Leistungsdiagnostik rausfinden wer die Spieler sind die schnell zu Selbstzufriedenheit neigen und dann den Einsatz reduzieren. Von solchen Spielern sollte man sich dann möglichst schnell trennen. Vorallen Dingen sollte man aber mal versuchen einen Trainer zu holen der es seit Jahren schafft seine Mannschaft auf ein Niveau zu heben, das die Spieler eigentlich nicht besitzen so einen wie Dirk Schuster, es weiss zwar keiner ob er was anderes coachen kann als Defensivriegel und Konter aber motiviert sind die Jungs seit drei Jahren bis in die Haarspitzen, und mit dieser Motivation wäre unsere Eintracht dieses Jahr vermutlich mit Schaaf im Europapokal zu sehen.

    Naja wollte nur kurz was schreiben und es ist wieder mal ausgeartet, Sorry dafür.

  4. Herr Schnitzelmann

    Die verlieren nicht den Mut oder das Können, das Problem ist, und das kann man jetzt schon über Jahre verfolgen, immer wenn diese Mannschaft meint, dass Sie gut sei, immer dann hören Sie auf zu kämpfen.
    Es wird dann versucht körper- und einsatzlos Spiele zu Gewinnen, weil man irgendwie meint, dass man besser als der Gegner sei und somit nur 50% bringen muss um locker gewinnen zu können.

    Dazu kommt dann noch, dass man sich wieder für einen Trainer entschieden hat, der und das muss man sich mal vorstellen, vor ca. nem Jahr bei diesem Verein keine Perspektiven mehr gesehen hat.
    Ein Trainer, der dann mal eben nen anderen Bundesligisten locker ans Tabellenende führte und dann auch dort keine Perspektiven mehr sah.

    Sowas ist komischerweise nur in Frankfurt ein 1A Bewerbungsschreiben auf ne Anstellung und so verwundert es auch nicht, das man den Selbstdarsteller wieder eingestellt hat.

    Ich hoffe, dass wir schnell genug auch am Tabellenende angelangen und das der Selbstdarsteller dann auch ähnlich schnell wieder seine Lust verliert. Mir graut dann nur vor dem, der ihm nachfolgen wird. Aber schlechter kanns ja auch kaum mehr werden.
    Und selbst wenn, Topspiel am Montag gegen 1860 oder FCK ist doch auch geil, oder!?!

  5. Olli

    Ich bin einfach nur sprachlos. Nach desolater Leistung gewinnen auch noch der VFB und H96 durch irreguläre Tore.

    Länderspielpause bringt halt nix, wenn du die Top-Leute aus der Schweiz, Finnland oder Japan hast. Dann reisen die mal eben in der Welt rum und kommen noch platter nach Hause als sie es eh schon waren.
    Was mich genauso wunder wie dich: warum haben die nach dem Köln-Spiel auf einmal das spielen verlernt. Das HSV-Spiel sehe ich noch zum Teil als clever an. Aber warum verlieren die innerhalb von 7 Tagen jeglichen Mut und die Form. Wie kann man in einer Woche das fußballspielen verlernen?

    Warum läßt man Inui gehen wenn kein offensichtlicher Ersatz da ist? Was zum Geier ist mit dem Serben? Was kann der schlimmer machen als alle Anderen? War der überhaupt schon mal im Kader? Warum hält man Kadlec? Das macht menschlich wie finanziell absolut keinen Sinn!

    Ich habe vom Spiel nix gesehen. Aber theoretisch müssten sie nach dem Doppelwechsel in der 60. Minute auf 4-2-3-1 umgestellt haben – zumindest auf dem Papier (mit Basti auf links! – Verweis auf den Serben).

    Wie kann eine Mannschaft auf einmal so sehr aus dem Tritt kommen (bis auf Aigner, der hatte ihn noch nicht diese Saison)? Vor allem, wie schafft sie es immer wieder so regelmäßig? Selbst die Quali für die EL haben wir doch nur den ersten 20 Spieltagen zu verdanken. Danach war das retten ins Ziel unter freundlicher schludriger Mithilfe der Konkurrenten.

    Was ist also seit Jahren die Konstante, die immer wieder zu diesem Knick führt? Wenn man sich den Kader anschaut: da ist Aigner, Russ, Meier, Zambrano und Oczipka die Konstanten. Zumindest den ersten Dreien will ich nicht mal ansatzweise unterstellen, dass sie in irgendeiner Weise absichtlich das Team runter ziehen wollen / würden. Vielleicht war der „Arschloch-Zambrano“ doch besser als der brave umsichtige, auf alle Fälle war er mir lieber. Zumindest ist er seit dem Frühjahr eigentlich kaum noch zu gebrauchen, hebt sich nicht mehr von den anderen IV’s ab. Es gab immer wieder Spieler, die von höherem geträumt haben (eigentlich der ganze Kader, bis auf Ausnahmen). Manche sind gegangen (und nahezu alle gescheitert). Einige sind geblieben, zähneknirschend oder haben fette Verträge unterschrieben. Aber was bleibt, sind unerfüllte Träume / Ziele, weil man mal 5-6 Spiele auf sehr hohem Niveau gespielt hat, oder auch nur 2. Das Problem sehe ich in einer Ansammlung von Spielern, die hoffen, bei anderen Vereinen groß raus zu kommen. Da sind wenige dabei, die mannschaftlich zusammenhalten. Wir brauchen Spieler, für die die Eintracht die einzige Option auf Erfolg ist und nicht das Sprungbrett zum nächst besseren Verein oder zum nächst besseren Vertrag. Vereine wie Mainz, Freiburg oder Augsburg können sowas sehr gut. Oder gerade Darmstadt.
    Das aus der eigenen Jugend nix nachkommt … wie auch, wenn Leipzig und Co. uns kontinuierlich die halbe B- und C-Jugend wegkauft.

    Das einige Transfers nicht so klappen wie erhofft, nix neues. Das wir die Lücken haben, die sind bekannt. Auch mit diesen Lücken haben sie schon guten Fußball gespielt. Braucht es zwangsläufig Tempo im Team: nein. Sie haben gezeigt, es geht auch ohne. Du wirst gegen die oberen Mannschaften damit keine Chance haben. Aber auf Augenhöhe musste halt mal die Punkte holen. Das ist etwas, was die Eintracht schon genauso lange versaut. Eigentlich ist es das Problem.

    Du kannst gegen Gladbach mal nen schlechten Abend haben und auch in der Höhe mal eins auf den Sack kriegen. Ich fürchte mich eher vor Hannover. Die werden ein bisschen besser sein und am Ende steht es 2:0.

    Und in 9 Tagen stehe ich in Aue im Gästefanblock. Das wird ein kalter Abend! So oder so.

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