Vier bis sechs

Gibt jemand etwas auf die „neue“ Maßgabe bei Eintracht Frankfurt, den Ausruf des Abstiegskampfs? Natürlich kann man sich, wie so oft in den vergangenen Jahren wieder daran hochziehen, dass die Verantwortlichen „es“ (damit ist die Abstiegsgefahr gemeint) „früh genug erkannt haben“. Ja, toll. Die Erkenntnis des Offensichtlichen, der Anerkennung der Lage, in die man sie sich selbst offensivst durch sportlich-strategische Fehlentscheidungen hineingearbeitet hat. Ist das überhaupt noch das Mindeste, das verlangt werden kann? Wo Eintracht Frankfurt – auf welcher Ebene auch immer – Höchstleistungen erzielt, beginnt für so manchen Konkurrenten das kaum erwähenswerte Normalpensum.

Machen wir die Sache kurz: Wenn Ende November, von welchem Personal, welcher Formation auch immer, nich mindestens 16 Punkte errungen worden sind, hat zunächst Trainer Armin Veh entlassen zu werden. Auch wenn der Schnitt eigentlich eine Etage darüber, bei dem in Misserfolgs-Situationen übrigens stets schweigenden Sportdirektor Bruno Hübner, anzusetzen hätte. In der Winterpause hat dann für die richtigen Spieler (die allerdings dann auch wieder die falschen Funktionäre aussuchen) Geld in die Hand genommen zu werden. Und das nur, um daas neue (!) Saisonziel zu erreichen. Nach der Spielzeit, egal ob nun in Liga 1 oder 2, wird Heribert Bruchhagens Ära plangemäß enden. Eine Möglichkeit zum Neuanfang (dem x-ten) böte sich dem Klub aber wohl nur, wenn Hübner ebenfalls der Laufpass gegeben werden würde.

Steht die SGE Mitte Dezember wider Erwarten mit 18, 19, 2o Punkten dar, ist bis zum nächsten Kartenhauseinsturz zunächst das große Durchatmen angesagt. In Hoppenheim, mit neuem Trainer und vor der nächsten bedepperten Länderspielpause, wird sich der Kurs schon weisen. Im November warten dann noch Leverkusen und Mainz bevor es Anfang Dezember daheim gegen Darmstadt geht. Auf dem Papier ist das ein Programm, aus dem man die besagten zumindest vier bis sechs Punkte realistisch holen kann. Mit halbwegs Form, Idee und Wille. Doch leider sind all diese drei Aspekte in diesem Team gestorben. Und daher bleibt eben doch kaum Hoffnung auf ein Eintreten des positiven Szenarios; und da interessiert es mich null, wie passabel der Auftritt nachher bei der Niederlage, die zwischen 0:4 und 0:6 liegen wird, gegen Bayern München (den ich übrigens nicht schauen werde) am Ende gewesen sein wird.

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5 Kommentare

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5 Antworten zu “Vier bis sechs

  1. Jermaine Jones Junior

    Uhrzeit: 22:01 Uhr, Spielstand: 0:0, Minute 73.
    Ein absolut klasse Spiel der Eintracht !!!

    • Jermaine Jones Junior

      Jawoll, ihr Hellseher !!! Von wegen Klatsche… Clean Sheet, YES !!! Geiles Spiel 🙂 Kämpferisch top. Das beste 0:0, das ich je gesehen habe.

      • Wahnsinn. Hoffentlich wird es nicht überbewertet.
        Hab natürlich ausgerechnet heute bei unserem Firmen-internen Tippspiel zum ersten Mal überhaupt auf ne SGE-Niederlage getippt. Sollte ich öfter machen. 😉

  2. Herr Schnitzelmann

    wenn wir uns ganz arg anstrengen, dann könnte es zweistellig werden!
    Hinterher liegt`s dann wieder am Gegner -> Kopf freikriegen und so!

    • Olli

      Bei bwin kriegste aktuell auf nen Bayern-Sieg ne Quote von 1.20 … 20% Rendite, in rund 110 Minuten …. absolut sicher …

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