Unverändert

Die Rechnung ist einfach. Der Punkt gegen Bayern München, so rechtschaffend er auch erarbeitet ist, bedeutet für sich genommen wenig. Holt Eintracht Frankfurt in Hoppenheim nichts, ist das Remis im Waldstadion sogar beinahe nicht mehr wert als ein Schulterzucken. Denn von „Den Bayern hammers jetzt ma gezeigt“ gibts nicht mehr Punkte, und das eigene Ego bringt es auch nicht weiter; die Ausgangslage hat sich durch das Unentschieden nicht wirkich verändert; die Partie gegen Huub Stevens x-te Kellermannschaft ist die richtungsweisende. Das war vor dem vergangenen Spieltag so und bleibt auch so.

Die Hoffnung zu haben, dass der Punkt gegen München vor allem für den Kopf gut ist, dass diese kratzig-konsequente Leistung einen Formschub auslöst, darf angesichts der Post-Hannover-Tage (Stichwort Aue) bezweifelt werden.

Das Schlimme an der Ist-Situation ist ja, dass sich diese Mannschaft die Misere eingebrockt hat, weil sie schlicht nicht (mehr) willens war, in die Grundlagen zu investieren. Laufen, sprinten, zweikämpfen, konzentriert stehen, einfache Flachpässe spielen. Stets dann, wenn der Rücken an die Wand gedrückt ist, gelingt Eintracht Frankfurt eine Energieleistung, die oft genug von Erfolg gekrönt ist. Jedoch ist es dieses Maximum, was es jede Woche bedarf. Bundesliga, zumindest wenn man tatsächlich im ambitionietren Mittelfeld unterwegs sein will, erfordert Leidenschaftsleistungen die kein Mü unter jener liegen, die die SGE am Freitagabend zeigte.
Das mag lästig sein, Fakt ist es trotzdem. Eventuell fehlen in diesem Kader aber für diese Mentalität die Spieler. Mit 11 Beißern gewinnst du zwar genauso wenig einen Blumentopf wie mit 11 Künstlern, aber für die feine Klinge fehlen Eintracht Frankfurt einfach speziell im Mittelfeld noch zwei flinke, kombinationsstarke Spieler. Die SGE, das erkennt man beim Blick auf die Physis der Spieler, kann nur auf Wucht setzen. Das Team ist so zusammengestellt, dass schnell nicht funktioniert. Was ein Fehler ist, gerade für das von Trainer Armin Veh favorisierte, eingebübte Kurzpassspiel.

Unabhängig von allen Analysen geht es am nächsten Wochenende so richtig um die (krebsfördernde) Wurst. Tabellarische Stagnation (ein Remis) muss das Minimalziel sein; in Richtung der im Blog schon erwähnten Marke von mindestens 18 Punkten bis zur Winterpause, sollte die Messlatte aber ein Sieg sein. Gegen Dortmund und Leverkusen werden jedenfalls, all dem Bayern-Gejage zum Trotz, keien hohen Siege drin sein.
Die TSG hat jedenfalls offensiv Probleme. Als Aufbaugegner käme eine offensiv spielende Eintracht da gerade recht. Also: Schön defensiv bleiben, liebe SGE. Bitte nicht schon wieder die Taktik und Formation ändern, es wird Zeit für Kontinuität, mit welcher Maßgabe auch immer.

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Ein Kommentar

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Eine Antwort zu “Unverändert

  1. Philadelphia-Eagle

    Na ja, es gab ja nicht nur einen Punkt, sondern auch NICHT minus 4-6 Tore. Also hat man auch ein bischen was fürs Torverhältnis getan

Diskussion

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