Festgesteckt

Es ist eine Frage der Perspektive. Und der Ziele. Nackt überleben, als Tabellen-15. oder Relegations-16. eintaumeln, ja, dann ist ein Auswärtspunkt gegen den 17. aus Hoppenheim recht okay. Immerhin hält man einen direkten Konkurrenten auf Distanz. Peilt man die Irgendwo-Positionen 14 / 13 an, dann wird so ein 0:0 nach einem Trainerwechsel des Gegners wohl auch halbwegs positiv bewertet.

Wem das, allen endlich wieder existierenden Abschlüssen zum Trotz, als Ergebnis oder gar Perspektive ausreicht – ok, bitteschön. Sagt über den Anspruchsgeist rundum Eintracht Frankfurt wahrscheinlich viel aus. Fakt ist nämlich, dass man im unteren Tabellendrittel feststeckt und wohl auch nicht herauskommen wird.

Denn allem Pragmatismus, aller Hardcore-Anspruchslosigkeit zum Trotz: Es ging für die SGE gegen den bis dato 7 Punkte habenden 17. Bitte bei allem Fokus auf die vergebenen Chancen nicht vergessen, dass auch die wirklich miesen Hoppenheimer 2,3 Grosschancen liegenließen (Kuranyi, Volland). Deren Coach Huub Stevens hat schon recht: Jeder hätte gewinnen / verlieren können bei diesem Spielverlauf. Und das ist keine Binse: Treffen können hätten beide können, ja, müssen. Aleksandr Ignovskis vergebene Tormöglichkeit war von ihrem Hochkarätigkeitsfaktor auch nur 5 bis 10 Prozent höher als jene von Kevin Volland. Rechnet man noch einen Seferovic-Roller aus vier Metern (!) und Kuranyis Möglichkeiten aus jeweils sechs Metern gegeneinander auf, bleibt viel Ballbesitz, mehr Druck und vielleicht noch ein, zwei Meier- und Stendera-Schüsschen aus 16 Metern als SGE-Vorteil – plus natürlich die Schiedsrichter-Fehlentscheidung speziell bei dem Foul an Makoto Hasebe in Hoppenheims Strafraum (Abseits, nun gut, schweigen wir…) . Also nicht übertreiben, nicht von Dominanz reden, wenn man die Eintracht in diesem Spiel – das spielerisch allerdings in der Tat um Längen besser war als alles aus den vier Vorwochen – bewertet.

Für Frankfurt kommen jetzt jedenfalls eher zwei Null-Punkt- als Siegesserien-Wochen. Anfang Dezember, daheim gegen Darmstadt, wird man tendenziell noch etwas tiefer im Tabellenkeller stehen. Konsequenz: Es wird endgültig richtungsweisend. Hoffen wir also auf eine Prise Diva gegen Dortmund oder Leverkusen. Helfen würde es viel, auch bei der Verfolgung geringster sportlicher Ambitionen.

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4 Kommentare

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4 Antworten zu “Festgesteckt

  1. Jermaine Jones Junior

    Interessante Aussage ab Minute 0:44. Konterkariert Armin Veh da etwa zum x-ten Mal seine Meinung ???

  2. Adlerschnabel

    Darmstadt, na klar..

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