Abkippend

Der Mainzer Trainer sagt es ihnen, den Frankfurtern, frech ins Gesicht – weil er wohl weiß, dass der Gegner selbst bei Wissensvorsprung in der Konsequenz nichts unternehmen wird können. Ziel sei es, „mit schnellen und flinken Spielern vorne die Schleichwege finden.“

Schon jetzt kann man vor dem geistigen Auge sehen, wie De Blasis, Muto und Clemens die ebenso turmhohen wie trägen Eintracht-Slalomstangen umkurven. (Ungenügende) Geschwindigkeit, das ist ja nun in der Gebetsmühle hier dutzendfach wiederholt worden, ist das Grundproblem von Eintracht Frankfurt. In der Defensive kurioserweise fast noch weniger als in der Offensive, im Spielaufbau.
Dass mit Marc Stendera,der ja nun wahrlich ebenfalls kein Tempo-Bolzer ist, der einzig Offensivdenkende und vor allem Offensivhandelnde im Mittelfeld ausfällt, passt ins Bild dieser Saison.

Sollte auch noch Carlos Zambrano, die einzig verlässliche Feldspielergröße in der Hinrunde, ausfallen, beginnt der Ulk diesmal schon vor dem sich-selbst-reinschißen eines Gegentores á la Leverkusen. Dann kommt man in den Genuss einer doppelten Flickschusterei, da Notlösung Stefan Reinartz sicher ausfällt. Der Genuss heißt dann wahrscheinlich David Kinsombi, der einst kurz vor der Auflösung der U23 für die U23 verpflichtet wurde. Aus Mainz, übrigens. Wird so eine Geschichte sein, um die sich am Samstag wieder Geschichten ranken. Oder aber Makoto Hasebe rückt in die Innenverteidigung und Timothy Chandler auf die Rechtsverteidigerposition. Wie man es auch dreht und wendet: Ziemlich grotesk wäre das ganze.

Aber es gibt ja vorne jetzt wieder Schrotflinte Haris Seferovic. Der macht das schon. Und sei es nur mit Facebook-Posts.

Vier Punkte will Sportdirektor Bruno Hübner aus den Spielen gegen Mainz und Darmstadt haben. Und das nur, um sich die akuten Abstiegssorgen vom Leib zu halten. Von einer Spielzeit 45-Punkte-plus, also jenem seriösen Mittelfeldplatz, ist auch das als Zwischenziel meilenweit entfernt. An die 20-Zähler-Marke herankommen, wenn nicht mal das erreicht würde, müsste (Konjunktiv!) man fragen, wieso gewisse Entscheidungsträger überhaupt weitermachen dürften.
Im Normalfall endet die Partie in Mainz Unentschieden; die Tendenz geht im Vorfeld, und das nicht mal so sehr wegen den angesprochenen Personalien, in Richtung SGE-Niederlage. Abkippendes Remis, sozusagen.

Bei 0:0 beginnt das Spiel ja schonmal. Vorne muss eben der liebe Fußballgott helfen. (Nur) dann kann auch tabellarisch positiv Zählbares herauskommen.

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3 Kommentare

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3 Antworten zu “Abkippend

  1. Piotr Mueller

    den ersten „Schleichweg“ hätten sie schonmal gefunden.

  2. Jermaine Jones Junior

    Gacinovic ??? GEIL !!!

  3. Jermaine Jones Junior

    Ich würde mir wünschen, wenn die Führungsspieler (Alex Meier, Stefan Aigner, Bastian Oczipka) mit gutem Beispiel vorangingen. Ich rechne nicht unbedingt mit einer Niederlage. Tipp: 2:2.

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