Die Sache hat einen Sieger

Selbst der größte Ärger über den Witz Eintracht Frankfurt verraucht im Mischmasch aus vergangenen Stunden und Alltagsarbeits-Trott. Das über Monate emporgestiegene Schnuppesein kehrt zurück. Die Derbyniederlage, das x-te unerfüllte Versprechen, die nächste sportliche Peinlichkeit, die Fortsetzung des zementierten Underperformings – man ist es doch eigentlich gewöhnt.

Im betriebsinternen Tippspiel habe ich – keine Lüge – 0:1 durch ein Standardtor von Sulu angegeben. Daran erinnerte ich mich gar nicht mehr, das wurde mir erst bei der Spieltagsauswertung der Kollegen mitgeteilt; weshalb ich als Tagessieger den einen oder anderen Euro Profit aus der peinlichen SGE-Nummer gezogen habe. Was ein mieser Nestbeschmutzer, Anti-Fan, oder?!

Schalke 04 plant übrigens mit Investitionen von bis zu 15 Millionen Euro für Neuzugänge im Winter. Stuttgart baggert an Stefan Kießling, Hannover hat Neuzugänge im größeren Stil angekündigt und wie weit Hopp(enheim) die Schatulle öffnet, ist noch unbekannt. Die werden aber alle böse zittern, wenn die Sparbrötchen- und Super-Scout-SGE ihre Summen auf den Markt wirft! Für die ganzen Messi-Klone, die diesmal sogar doppelt so gut sind wie der sagenumwobene Leonhard Kweuke.

Müsste ich heute mit Pistole am Kopf die Transfers tippen, sehe das so aus: Sie werden sich irgendeinen Graupovic aus Maze-Alba-Rumädonien zulegen oder aus Japan irgendeinen Offensiv-Samurai in die Japan-Siedlung Frankfurt/Hausen lotsen. Mit Felipe Santana sowie Sidney Sam wird dann noch dabei geholfen, die Schalke-Tribüne zu entschlacken. Vielleicht gibts den vertragsaufgelösten Kevin-Prince als Bonus oben drauf. Ich wäre nicht mal überrascht, wenn die Funktionäre nun, da er eine maue Runde spielt, aus Kaiserslauten den Außenverteidiger Jean Zimmer verpflichten. Die Argumente für wahrhaftige Hilfen erschöpfen sich ja traditionell in den Faktoren internationale Großstadt mit Skyline und (Zündel-)Fans im Singsang-Stadion. Wegen sportlichen Gründen verirrt sich doch kein Mensch, der schon ein bisschen was gerissen hat, zu Eintracht Frankfurt. Höchstens zur Durchreise in der Hoffnung, zügig etwas Besseres zu finden (was etwa den guten Lukas Hradecky antreiben dürfte).

Aber was soll das ganze Gebabbel über Neuzugänge? Erstmal gilt es, sich mit einer Verlegenheitself eine solide Niederlage in Dortmund abzuholen und dann mit dem (wahrlich nur noch nominell) besten Aufgebot irgendwie gegen Bremen zu überleben. Wahrscheinlich würde man sich sogar mit einem ergraupten Unentschieden gegen Werder zufrieden geben, im Duell der zwei schlechtesten Bundesliga-Teams 2015/2016. Und selbst wenn es 17 Zähler werden würden – die Hinrunde ist schlicht ein Desaster; eines, das ohne interne personelle Konsequenzen bleiben wird.

Finden wir uns mit ab. Das Schicksal liegt, die Heribert-Bruchhagen-Rhetorik lässt grüßen, ohnehin in den Zementhänden des Fernsehgeldergottes.

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