Wie im Videospiel: Appell an die Ehre

Ist ein Comeback á la Augsburg – denkbar für Frankfurt? Iwo!
Ist eine Auferstehung á la Augsburg – denkbar für Eintracht Frankfurt? Iwo!
Ist eine 22er – bis 24-Punkt-Rückrunde denkbar für Eintracht Frankfurt? Iwo!

Trainer Armin Veh kann noch so oft und noch so vehement der Kragen platzen (endlich), weder an inhaltlichem Unvermögen und leidenschaftsloser Lethargie im Klub, noch an der kollektiven Formschwäche, dem Verlenthaben des Fußballspielens aller Feldspieler ändert das etwas. Veh hat Worte gefunden, die in erster Linie etwas nach Außen bewirken: Einen letzten Geduldsvorschuss aufbauen, zeigen, dass auch das allerletzte Mittel – dem Appell an die Spielerehre – ausgeschöpft wird/wurde. Das ist wie bei Fußballmanagern á la Anstoss (na, wer von euch kennt das noch, hat es ähnlich exzessiv gespielt wie ich? *g*); der Verzweiflung erlegen, blieb nur noch das Flehen.
Fruchtet der Appell nicht, ist Veh am Ende. Mit seinem Latein ebenso wie mit seinem ohnehin (extern) nicht sehr üppigen Rückhalt (was bedeutet, dass man intern trotzig an ihm festhalten wird).

Aber wie in den letzten Tagen und Wochen so oft analysiert: Veh ist nicht das Problem, es sind die Herrn Hübner, Bruchhagen und Hellmann. Letzterer gab vor der Saison den Weg der Jugendintegration – was vor allem auf Waldschmidt und Gerezghier gemünzt war – maßgeblich aus, weshalb auch transfertechnisch nichts geschah. Allen offensichtlichen Qualitätsmängeln zum Trotz. Und dieser Funktionär wird ab Mitte 2016 der neue starke Mann Eintracht Frankfurts. Prost. Mahlzeit.

Von Zukunft müssen wir jedoch gar nicht babbeln. Im Hier und Jetzt ist alles, aber auch alles schlecht. Das wird sich am Sonntag in Dortmund nicht ändern, jedenfalls nicht im Sinne von Zählbarem. Die Verlegenheitself wird sich wacker schlagen, sie wird machen und tun, kratzen, rennen. Je nachdem, wann der BVB das erste Tor erzielt und wie viel Bock die Westfalen danach noch haben, werden es zwischen 3 und 5 Gegentoren bei 0 SGE-Treffern. Schulterzuckend wird man das hinnehmen, wahrscheinlich werden sich gar Stimmen finden, die schulterklopfend unterwegs sind. Weil alles gegeben, kämpferisch verbessert und so. Als ob das was brächte. Die Hinrunde, schlimmstensfalls die ganze Saison hat man weit weit vor dem anstehenden Spieltag vergeigt. Das Versagen begann mit dem Anpfiff der zweiten Halbzeit gegen Hertha BSC Berlin. Was auch immer in diesen 15 Minuten passiert ist, dort lässt sich der Zeitpunkt des spielerischen Todes verorten.
In der Partie zweier zuletzt verwesender Teams am 17. Spieltag wird sich mehr als die Stimmung innerhalb der SGE entscheiden. Das Schicksal könnte fast besiegelt ein. DennwWird ein Heimspiel gegen den dirteksten, weil schwächsten aller Konkurrenten nicht gewonnen, fehlen 22 Zähler für das Erreichen der 36-Punkt-Klassenerhaltsmarke. 36 haben bislang immer gereicht; diesmal läuft es vielleicht eher auf 38+, vielleicht ja gar – erstmals seit Einführung der Dreipunktregel – tatsächlich auf 40 nötige Punkte hinaus. Was das bei einem Ausgangswert von 14 bedeutet …

Sidney Sams Preis ist heute übrigens offensiv erhöht worden, er wurde beim Schalke-Schaulaufen im Europapokal mal ins Schaufenster gestellt. Clever, die bei Gazprom 04. In Frankfurt würde man, selbst wenn man durch sportliche Zufälle oder via Bundesverfassungsgerichts-Urteil jemals in solch eine (Wettbewerbs)Situation geriete, auf diese Idee nicht mal kommen.

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