Jo mei

600. Bundesliga-Niederlage. Rekord. Tradition ist was Tolles.

Kuschelig, da unten im Rattenloch der Tabelle zu hocken. Noch ein Spieltag mit den jeweiligen Spielausgängen, dann könnte Eintracht Frankfurt rechnerisch gar Tabellenletzter sein. Dort, wo dieses Team nach sportlich, spielerischen Leistungen auch hingehört. Kein Team ist schlechter, bei keiner Mannschaft funktioniert weniger als (bei) Eintracht Frankfurt.

Doch ob nun 18., 17. oder 16. – im Dezember ist noch niemand abgestiegen. Es geht um die Zahl der erreichten Punkte, um die Ausgangslage im Wettstreit um das Erreichen der für den Klassenerhalt nötigen 36 Punkte. Bleibt die Eintracht nun tatsächlich bei 14 oder 15 Punkten stehen, müsste eine überdurchschnittlich gute Rückrunde hingelegt werden. 22 Zähler als Minimalstziel. Das ist die Summe, die der Hamburger SV – den ich nach dem Duell gegen die SGE als Mannschaft sah, die von der Qualität her am Saisonende rund um Frankfurt positioniert sein wird – in den ersten 16 Bundesligapartien erreicht hat.
20 Punkte in 17 Spielen, das muss selbst mit diesem verhundsten Kader möglich sein. Nicht mühelos, aber doch souverän.
Das wirklich große Problem ist, dass die Eintracht mit Teams um den Klassenerhalt ringt, die samt und sonders sportlich mindestens auf Augehöhne sind. Finanzkräftiger bzw. williger, viel Geld zu investieren, sind sie sowieso. Stuttgart – die leider ihren sportlichen Klotz von Bord geworfen haben – wirbt wohl nicht unerfolgreich um Stefan Kießling (was wäre so einer ein Traum für Frankfurt!). Die Schatullen von Hoppenheim und Hannover sind bekannt, das Augsburg …

Zuversicht schöpft der hörig-folgsame Eintracht-Anhänger aus den Weißsagungen seines Vorstandsvorsitzenden, der bekanntlich alles schon gesehen und erlebt hat.

Wirklich noch Worte zur Niederlage in Dortmund nötig? Ist doch genau das prognostizierte Spiel gewesen. Man stemmte sich. Reicht halt nicht. Wusste jeder. Frankfurt wurde erwartungsgemäß überrannt, verlor fast jedes Laufduell, blies schon nach 15 Minuten Bälle nur noch hinten raus und muss sich wieder mal fragen, wieso einzig Alexander Meier in der Lage ist, auch aus Nichts etwas zu machen. Business as usual vom Verliereklub.

Aber zufrieden wird man sich zeigen, weil die Leistung – Handballverteidigung – in Ordnung war. Besser als gegen Darmstadt. Super.

Mit Sportdirektoren a la Bruno Hübner, der vor dem Spiel die Verletzungen (!) als Hauptgrund für die desaströse Hinrunde ausgemacht hat, führt der Weg jedenfalls nur in eine Richtung.
Die ganzen Ausfälle, ja ja, von Säulen wie Sonny Kittel und Bamba Anderson, die erst 2 Minuten vor Ende der Transferphase langfristig ausfielen! Und all die Monate ohne Zambrano, Russ und Seferovic! Das Wegbrechen von Stammkraft Johannes Flum! Ersatzspieler gibt es bei der SGE ja keine, als einzigem Bundesliga-Team.
Zumindest hat Hübner schonmal klargestellt, dass man kaum Geld auszugeben gedenke, weil man kaum Geld habe. Wird halt abgestiegen. Jo mei.

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