Feliz navidad

Allen Einschränkungen zum Trotz: In diesem Heimspiel waren Kurzpässe, Variabilität, ein Plan zu sehen. Und da waren Abschlüsse, da war Zweikampfverhalten, es hing nicht an einem einzigen Spieler, an einer einzigen zumal individuellen (Alex-Meier-)Aktion, dass die Partie für Eintracht Frankfurt gegen Werder Bremen als Sieg endete. Man ist geneigt, diesen Auftritt neben aller Erleichterung als gute Leistung zu bezeichnen.

Angesichts der Siege von Stuttgart und Augsburg ist der Sieg jedoch kein Befreiuungsschlag. Tabellarisch hielt man quasi nur den status quo, mehr nicht. Allerdings „genügt“ nun vermutlich eine punktmäßig durchschnittliche Hinrunde, um die Klasse zu halten. Aber auch diese19, 20 Punkte muss dieses Team eben auch erstmal holen. Schüsse vor den Bug haben sie bei der Eintracht nun im Dutzend bekommen, den hohen Schaden hintenraus geradeso gemildert – das muss einfach zu etwas gut sein.

Marco Fabian wird für den Rückrundenverlauf, für die Mission Klassenerhalt eine entscheidende Rolle einnehmen. Auf dem linken offensiven Flügel, der auch gegen Bremen total brachlag, werden seine quirligen Offensivdienste dringend benötigt. Fabian könnte dafür sorgen, dass Linksaußen wieder zu einem Faktor im Eintrachtspiel wird. Zu etwas also, dass diese Position nun mindestens eineinhalb Jahre lang nicht mehr war. Nach allem, was man über diesen Spieler liest, hat sich die SGE jedenfalls einen Topmann geangelt. 3,5 Millionen Euro Ablöse sollten dabei kein schlechtes Omen sein, wurde diese Summe doch schon für die beiden größten Fehleinkäufe der Klubgeschichte (Caio und Kadlec) ausgegeben. Der Mittelamerika-Markt ist jedenfalls ein sehr guter, mexikanische Fußballer generell … #ichbineinfan

Fabian ist natürlich ein Stück weit Wundertüte, aber wären Tribünengäste á la Sidney Sam, Kevin Großkreutz etc. automatisch, wie gottgegeben die sinnigeren Lösungen gewesen? Iwo. Nicht, dass einer wie Sam nicht noch kommen könnte. Aber Fabian startet so oder so nicht gleich mit dem Ballast, der Spielern aufgebürdet wird, die der gemeine Fan schon ein paar mal im Fernsehen gesehen hat.
Laut Sportdirektor Bruno Hübner – dem man für den ersten Transfer schon alleine aufgrund seiner Geräuschlosigkeit und den Überraschungseffekt loben muss- werden noch zwei Spieler verpflichtet, ein Stürmer und ein Innenverteidiger. Womit die Rechtsverteidigerposition weiterhin eine Baustelle bleibt, um die die Klubführung weiß. Und es hinzunehmen scheint. Was gerade angesichts des Bremenspiels nicht so bleiben dürfte, unabhängig nun von der Personalie Sebastian Jung (der zuletzt zumindest ein paar Einsätze und damit Abslöse-Euro sammelte). Makoto Hasebe spielte in der Zentrale viel stärker, während Not-RV Aleksandr Ignjovski bspw. das Pizarro-Tor auflegte (und via Flanke zum 1:1 ausglich, ja).

Schwamm drunter. Feliz navidad!

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