Monatsarchiv: Januar 2016

Marco mit Magie und Mankos

Getauft habe ich in „Magic Marco“ – und das, obwohl der mexikanische Mittelfeldspieler Marco Fabian gegen den FC Augsburg keine große Szene, schon gar keine spektakuläre hatte. Er wollte einfach den Ball haben. Immer. Egal ob in der Zentrale, auf den Flügeln oder in der Defensive. Und genau darin liegt das bei Eintracht Frankfurt seit vielen Jahren im positvsten Sinne Nichtgesehene und dringend Benötigte: Plötzlich ist ein Spieler in dieser Mannschaft, der geil auf die Kugel ist und das Selbstbewusstsein (weil Können) besitzt, mit eben dieser etwas Sinniges anfangen zu können. Marco Fabian ist Anspielstation, Antreiber, stets in Bewegung und ein Ballmagnet. Die Mitspieler konnten ihn, den sie stets suchten, gegen den FCA permanent finden. Einfach, weil er überall auf dem Feld herumlief, kaum eine Lücke zwischen zwei Augsburgern, in der sich nicht die SGE-10 anbot.

Doch so magic Marco in seinen ersten 135 Bundesligaminuten auch gewesen ist, noch zu oft muss man ihn noch „Manko Marco“ nennen. Immer wieder streut er eine gewisse Lässigkeit, laxe Abspiele ein. Er will, er hat den Ball und verfuddelt die Bälle nicht schwachbrüsitig im Stil eines Takashi Inui, aber die letzte Konsequenz und Konzentration fehlt ihm immer mal wieder. Zumal: Zum Abschluss kommt er nicht, er kommt erst gar nicht in die Position für einen Torschuss. Als Zehner in einem 4-2-3-1 wie gegen Augsburg ist das aber nötig.
Denn Alexander Meier spielt diese Position so, dass er die jeweilige Strumspitze in puncto unmittelbare Torgefahr unterstützt, im 16er für Unruhe sorgt und somit dafür sorgt dass sich die Defensive nicht auf den einen Zentrumsstürmer fokussieren kann. Doch nun, da Meier – wie wie von Thomas Schaaf entwickelt – als Sturmspitze aufgelaufen ist, ist genau das der Malus im SGE-Spiel. Augsburgs Verteidigung konzentrierte sich voll auf Meiers Abschlussstärke, doppelte ihn sehr konsequent – weshalb er kaum zu gefährlichen Torraumszenen kam. Prompt fehlt es der Eintracht an Torschuss-Optionen, jedenfalls an effektiven Goalgettern. Man könnte sagen: Schießt Meier nicht das Tor / die Tore, erzielt es / sie keiner. Und das droht zum Problem zu werden, jedenfalls dann, wenn sich nicht zügig ein Mitspieler in Zielsicherheit übt. Fabian kommt da eine entscheidende Rolle zu, ebenso dem agilen, willigen aber im Strafraum zunehmend zappeligen Stefan Aigner. Auch Neuzugang Szabolts Huszti muss ab sofort mehr zeigen, effizienter werden, speziell in Sachen Torschussvorlagen und eigenen Abschlüssen, von den bislang schwachen Standards ganz zu schweigen, muss mehr kommen. Nur, wenn diese vier Offensivspieler – plus einen auch nicht gerade vor Abschlussstärke strotzenden Marc Stendera – kollektiv und regelmäßig zum Toreschießen in der Lage sind, kann der Klassenerhalt gelingen.

Marco Fabian, um den Bogen zu schließen, ist eine Hilfe. Eine große bisweilen, und das nicht nur, weil er ein feiner Fußballer ist. Nein, der Mittelamerikaner ist deutlich weiter, qualitativ eine ganz andere Hausmarke, als seine Mittelfeldmitspieler. Läuft alles so, wie wir Eintracht-Fans es uns erträumen, steht mit Fabian (endlich) ein Spieler im Kader, der die Qualitätslücke zwischen Alexander Meier und dem dann folgenden langen Nichts schließen kann.

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Hauch Hoppenheim und Magic Marco

15 Minuten wackelig und unterlegen, dann verbessert und ab der 60. Minute die klar bessere Mannschaft. Ein Marvin Hitz in Supermann-Form und das Manko von Eintracht Frankfurt, dass außer Alexander Meier niemand torgefährlich ist, haben einen Sieg gegen den direkten Konkurrenten verhindert.

Das – und die Auswechsel-Verweigerung von Trainer Armin Veh ab der 70. Minute. Huszti war da schon platt, Stendera blass und Hasebe später Gelb verwarnt. Da wäre es sinnig gewesen, zu reagieren. Wahrscheinlich ist Veh aber im Bilde darüber, dass es außerhalb der ersten Elf einen mächtigen Qualitätsknacks gibt.
Aber was für ein Aktivposten ist dieser Marco Fabian bitte?! Der war überall auf dem Feld, wollte jeden Ball, wurde gesucht und gefunden – wenn der Mexikaner jetzt noch mal zum Abschluss kommt und diese Prise Lässigkeit rausnimmt, wird der Spieler ein Totalgewinn für diese Mannschaft.

Wichtig ist aber, neben dem Punkt, dass es spielerisch nicht mehr gar so finster aussieht wie in den vergangen 1,5 Jahren. Außerdem ist Augsburg echt ein Angstgegner, und auswärts kann man einen Punkt mal nehmen. Auch, wenn es nach der dritten vergebenen Grosschance so anmutete, wie die Partie in Hoppenheim in der Hinrunde.

Richtig doof und unnötig sind aber die zwei Sperren – gegen Stuttgart darfste halt jetzt blos nicht verlieren.

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Nu is wischdisch

Der nächste Gegner, FC Augsburg. Dazu noch in Augsburg. Gefühlt hat Eintracht Frankfurt dort immer verloren, jedenfalls nie gewonnen, oder? In dieser Saison, dieser sportlichen Situation wäre es eminent wichtig, zumindest nicht zu verlieren. Ein SGE-Sieg, und man könnte tatsächlich erstmals seit Monaten kurz aufatmen. Denn in der Folgewoche, gegen Stuttgart, dürfte für die Eintracht wenig(er) zu holen sein. Diese und die nächste Woche sind jedenfalls entscheidend für die mittelfristige Entwicklung von sowohl Tabelle als auch Atmosphäre. Das sind jetzt (schon) die dicken, die wichtigen Spiele, die Partien gegen direkte Klassenerhaltskampf-Konkurrenten. Vergeigen verboten – egal ob mit ohne Haris Seferovic.

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Die 90er als Vorbild

Christoph Metzelder, Christian Nerlinger, Fredi Bobic, Horst Heldt und Jörg Schmadtke. Das sollen Kandidaten für die Nachfolge von Heribert Bruchhagen sein. Gerüchtet jedenfalls die Sport Bild. 60 Prozent der Namen sind Alarmstufe Rot. Und eben weil das so ist, wird dieser Klub ganz bestimmt einen von den hier fettmarkierten verpflichten. Eintracht Frankfurt droht über so eine Personalauswahl an strategischer Stelle das Rad der Entwicklung in die in vielerlei Hinsicht grauenvollen 1990er-Jahre zurückzudrehen. #vorbildhamburgersv Mit den Vereinsmeiern Peter Fischer und Axel Hellmann hat man den ersten Schritt in der Führungsebene ja bereits getan, geht das jetzt weiter in diese e.V.-Richtung? Kann jemand bitte den Lichtschalter bewachen und mit seinem Leben verteidigen?! Auf der anderen Seite: Die Sport Bild versucht sich gerne mal in name-dropping, nach dem Motto: Irgendwann trifft man mit irgendwem schon (bspw: Als ob Schmadtke eine Veranlassung hätte nach Frankfurt zu kommen)

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Kein Kotau, kein Bekenntnis

Eintracht Frankfurt macht sein Forum bis Montag dicht, weil da die Debattenkultur eingerissen sei, eine „unerträgliche Verwahrlosung“ herrsche – also Facebook sich quasi auf einer schnöden Homepage herumtreibt. Amüsante Entscheidung der Klubführung, die uns via Sportdirektor Bruno Hübner am späten Nachmittag hat wissen lassen, dass mit Schrotflinten-Stürmer Haris Seferovic wieder alles tutti sei. Verbal hoch zu Ross erklärt der Funktionär die Sache für erledigt, weil man intern alles geklärt habe. Natürlich.
Weil die Eskalation vom Himmel gefallen ist, es in den vergangenen Wochen und Monaten seitens von Trainer Armin Veh bestimmt keine Einfang-Versuche gegeben haben wird. Nein, jetzt, da das Problem, die Wut nach offenbar langanhaltenden, nicht auszuräumenden Dissonanzen aus Veh herausbrach, sind die Dinge mit einem Mal geklärt. Höchstschiedsgerichtlich. Intern, weil man das ja sowieso vorhatte. Klar.

Der Versuch eines Bekenntnis zum Verbleib des Schweizers liest sich dann so: „Haris Seferovic wird ganz normal mittrainieren.“ Es habe kein Angebot (von anderen Vereinen) für ihn gegeben, ergänzt der Sportdirektor. Dass das höchst unwahrscheinlich ist, dürfte auf der Hand liegen. Im Sommer brüstete sich die Vereinsführung der SGE immerhin noch damit, ein externes 10-Millionen-Angebot für den Stürmer abgewehrt zu haben (was man schon länger bereut haben dürfte). Dass der Spieler trotz allen Eintagsfliegendaseins ein halbes Jahr später zur Bückware geworden sein soll, nunja, das glauben wahrscheinlich nicht mal die PR-Fantasten in Frankfurt. Irgendein Oberblinder, speziell aus England findet sich immer. Für 4,5,6 Millionen Euro wird man Seferovic im Handumdrehen an einen Mondpreiszahler aus Britanien oder Russland loswerden. Der entscheidende Grund für das Zögern der Eintracht und das gezwungene Bemühen um eine positive Außendarstellung ist simpel: Man hat (noch) keinen Ersatzmann in petto, die Baustelle Sturm – die sportlich aber schon länger als Dezember/Januar eine solche ist – hatte man bei all den weiteren Positionsproblemen nicht auf dem Schirm (haben wollen). Alexander Meier, das wissen selbst die Akteure an der Eintracht-Spitze, wird den Klassenerhalt des Klubs nicht im Alleingang leisten. Wenigstens nominell braucht es eine Ergänzung, einen Ersatz.

Dass die Eintracht-Spielersucher so schnell keinen auftreiben können, kann man ihnen nur mäßig vorwerfen. Erstens, weil es in dieser Vehemenz tatsächlich ziemlich plötzlich gekommen zu sein scheint. Zweitens, weil man aus der Abteilung in puncto Professionalität bzw. Einschätzungsvermögen/Handlungsfähig- und schnelligkeit über Jahre Kummer gewöhnt ist. Auf die Schnelle mal ein paar laienhaft dahin-erzählte Namen, zu denen in Frankfurt mit dem bewährten Blättern im Kicker Sonderheft etwas zu finden ist:

Branimir Hrgota, Josip Drmic, Adrian Ramos, Niklas Bendtner (*g*) – und zur Not gibt es ja auch noch einen weiteren Dauerbrenner namens Sidney Sam, obgleich kein Mittelstürmer (ist Seferovic das eigentlich?).

Das letzte Wort in der causa Haris Seferovic dürfte, allen Erledigt-Erklärungen zum Trotz, nicht gesprochen sein. Alleine schon, weil der im Internet so kommunikationsfreudige Spieler selbst keine Anstalten zu machen scheint, offensiv einen (und sei es noch so geheuchelten) Kotau zu machen. Der Klub wird bis Sonntag die Fühler ausgestreckt halten, die ersten Anfragen und Gespräche bereits angeleiert/terminiert haben. Die Partie in Augsburg ist für die Eintracht gesamt-sportlich eminent wichtig – für Seferovics Zukunft ist sie das ebenfalls, ob nun im SGE-Trikot oder auf der Transferliste.

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Schweizer Nachtigall

Gut 30 Stunden später haben zwei Granden der Fußballszene uns glücklicherweise ihre Einschätzungen zur causa Haris Seferovic / Armin Veh wissen lassen. Der Bayern-München-Markwort hat während des HR-Heimspiels seine PR-Floskel „Fakten-Fakten-Fakten“ mit einer „Veh=launisch,SGE=launisch,AnderswoWäreDasNiePassiert-These“ ad absurdum geführt, während der Dauer1990er Ansgar Brinkmann einfach er selbst, der Otto-Normal-Dampfplauderer vom Verein um die Ecke, war.

Schwer erträglich ist das, was einem die Zwangsgebühr-Finanzierten als Angebot ins Programm senden, oftmals ohnehin schon (unser einer aus der freien Medienmarktwirtschaft mag das Finanzierungssystem sowieso sehr gerne, wie man sich vorstellen kann). Aber wenn sich dann so Leute wie Markwort, dessen auch geldberische Affinität zum SV Darmstadt 98 bekannt ist, mal so aus der Hüfte heraus zu Hergängen äußert, die er noch weniger einzuschätzen vermag als wir Laien, die uns aber immerhin täglich mit Eintracht Frankfurt beschäftigen …

Brinkmann gibt sich dann ganz profinah, der arme Haris habe eben spielen wollen #mimimi Ist das also eine Erklärung, ein legitimer Schwamm-drüber-Ansatz für Schrotflinten-Sefes Auftritt? Die abschätzigen Gesten, die Tribünenbesteigung, das ohnehin seit Monaten andauernde Leistungsloch? Wenn die Enttäuschung so zerfressend wirkt, wieso gibt es dann Profis wie Slobodan Medojevic, von Constant Djakpa ganz zu schweigen, die weitaus mehr Grund zu Groll hätten und dennoch stillhalten – und nach allem was man hört, liest und sieht – ruhigen Mutes weiterarbeiten?

Gegen Bremen, als Seferovic Großchance um Großchance versiebte, gab er den Traurigen, er wollte, er musste getröstet werden. Er freute sich nach diesem überlebenswichtigen Sieg sichtbar weniger mit dem Team als das er mit sich und seiner Bilanz haderte. Das erinnert, wenn man die neuesten Entwicklungen so einordnen möchte, an Thomas Brdaric (die Älteren erinnern sich), der einst sagte, dass es ihm wichtiger sei ein Tor zu schießen als mit der Mannschaft zu gewinnen.

Dabei sind ja nicht mal die prominenten, jedem im Kopf präsenten Seferovic-Schludri-Szenen das größte Problem. Sein Manko ist die Mischung aus Hektik, Emotionalität und Egoismus (bislang war das in Abschlusssituationen, aber nicht im Umgang zu sehen) im Spiel. Lange konnte er mit Einsatz und Kampfgeist kaschieren, dass er fußballersich doch einige arge Defizite aufweist. Abseits all dessen gibt es jedoch auch kleinere, aber dafür sehr aussagekräftige, jedenfalls symbolische Momente, die Verwerfungen rund um den Schweiz-Bosnier tatsächlich nahelegen:

Wenige Minuten vor dem Halbzeitpfiff gegen VW Investorenburg bekam er den Ball, so circa 20 Meter vor dem Tor. Anstatt prallen zu lassen oder querzulegen, nimmt er den Kopf mal wieder runter und zwischen die Schultern, dreht sich in die Mitte in vier Wolfsburger hinein, verliert so den Ball und ermöglicht einen Konter. Er macht keine Anstalten, hinterherzugehen, sondern parkt tief in des Gegners Hälfte (im Abseits) und schaut sich das Treiben an. Hradecky, der den Ball letztlich hat, will schnell in die Spitze spielen, geht aber nicht, eben weil Seferovic stoisch im Abseits parkt. Wie mir ein Bekannter, der unter den vielleicht 26 000 anwesenden Zuschauern war, erzählte, soll er daher von Zuschauern kritisiert worden sein, mit denen (und dem Linienrichter) er sich wiederum anlegte und zurückkeilte (das Spiel lief schon weiter).
Ohnehin sah man ein paar merkwürdige Szenen, in denen er Mitspieler anzupflaumen schien oder mindestens genervte Gestik/Mimik an den Tag legte (speziell gegenüber Neuzugang Huszti).

Wie man hört, gab es in der sportlichen Leitung im Trainingslager sogar Zweifel an der Hartnäckigkeit seiner Verletzung. Provoziert Seferovic gar einen Vereinswechsel? Interpretiert man in die Worte von Armin Veh (speziell zum Vergleich zwischen Seferovic und Meier) etwas rein, könnte man zu dem Schluss kommen, dass der Schweizer ein Transferangebot bekommen hat, das er in dem Maße annehmen wollte/will, wie Fußballgott Alexander Meier es ablehnte. Hört man eine Nachtigall?

So oder so: Haben die Herren Markwort und Brinkmann diesen Kontext – der ja nur einen Teil dessen, was man bei Zurateziehung von Quellen und Hermeneutik auf dem Schirm haben kann abbildet – wenn sie ihre Ausführungen machen? Eher nicht. Bauchgefühl halt. Den Stammtisch wird’s freuen.

Die Worte, auch und gerade in der Öffentlichkeit von Armin Veh, sind jedenfalls goldrichtig. Seferovics sportliche Leistung ist seit geraumer Zeit schwach, seine facebookigen Worte dazu diametral markig. Es wird in den vergangenen Wochen und Monaten schon einiges vorgefallen sein im Gefüge, dass Veh nun der Kragen geplatzt ist. Man mag dem Trainer dies und jenes vorwerfen, aber ein hochroter In-den-Senkel-Steller ist er nicht, und wenn er das in der Vergangenheit tat, stets zu recht. Schließlich stellten sich seine Einschätzungen fast immer als richtig, wenigens nachvollziehbar heraus – siehe Vaclav Kadlec (wobei man sich natürlich fragen muss, wieso der Tscheche überhaupt mal sein Wunschtransfer war).
In der jetzigen und noch viele Wochen anhaltenden sportlichen Situation ist jeder Anflug von Egoismus gleichbedeutend mit einer Minderung der Klassenerhalts-Chancen. Wenn es in dem Kader jetzt tatsächlich einen gibt, der sich auch nur ein Jota über andere, über das Kollektiv und das Minimalziel Klassenerhalt stellt, muss derjenige aus dem Kader fliegen. Besser jetzt, vor Ende des Transferfensters, als ab Februar. Ungut wäre ein nötig werdender Verkauf von Seferovic natürlich, die ganze Vorbereitung wäre für möglichen Ersatz ungenutzt verstrichen, aber einen minderleistenden Stinkstiefel durchzuschleppen, kann jetzt noch weniger eine Option sein als je zuvor.
Vielleicht fängt sich Seferovic ja nochmal, sportlich wie verhaltenstechnisch. Aber das dürfte dann eben auch nicht nur vordergründig geschehen, um des versöhnten (Außen)bildes wegen, sondern um das Binnenklima nicht (weiter) zu schädigen. In Augsburg wird sich eventuell auch die Zukunft des Schweizer Stürmers in Frankfurt entscheiden – seinen Stammplatz dürfte er aber verloren haben. Und das aufgrund von sportlichen, nicht atmosphärischen Gründen.

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Ein Mü Aufwind

Dass Klaus Allofs, Chef von der Zuschauernenge von 310 Wolfsburgern, über die Ungerechtigkeit der Welt wimmert, ist eine wahre Genugtuung. Eine, die den glücklichen, nach 45 Minuten geradezu grotesk erscheinenden Sieg weiter versüßt.

Eintracht Frankfurt, nein, Marco Fabian hat diesen Erfolg, dieses Zurückkommen ermöglicht. Die drei Tore von Alexander Meier (wem sonst?) sind ebenso statistisch erfasst wie die Wiederkehr des Stefan Aigner (in der 2.HZ). Aber Fabian, ein technisch feiner Fußballer und vor allem ein Woller, ein bissiger, giftiger Unruheherd, sorgte für den Wirbel der dieser Mannschaft über Monate fehlte. Die Vorbereitung des 3:2 war symbolisch. Und es war der Gegensatz zu Haris Seferovic, der sich immer mehr als das One-Hit-Wonder entpuppt, das er bislang bei all seinen Stationen war.

Es gibt jedenfalls viele viele Schwachstellen (gegen Wolfsburg LV -Oczipka – und DM – Russ, Hasebe auf RV löste es gegen Draxler in Ordnung) in dieser Mannschaft. Aber die zweite Halbzeit, von Torwart Lukas Hradecky ganz zu schweigen, kann Hoffnung machen.

Jetzt, nach Abschluss- und Auftaktsieg am 17. und 18. Spoeltag hat Eintracht Frankfurt seine Saison in der Hand, zum Westen Mal seit Ewigkeiten. Die Spieler sollten das, dieses Mü Aufwind nutzen.

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