Team ohne Stärken

„Was soll ein neuer Trainer an vier Tagen auch bewirken“ – da ist er, der Satz, der nun all jene verbindet, denen die Entlassung von Armin Veh nicht schnell genug gehen konnte. Nico Kovac, so die Conclusio, habe angesichts der Kürze der Zeit überhaupt keine Chance gehabt, mit Zählbarem aus seinem Debüt als Bundesligatrainer zurückzukehren. Chancenlos, sozusagen alternativlos.
Dass Eintracht Frankfurt im ganzen Spiel gegen Borussia Mönchengladbach nicht eine Torchance, ja eigentlich nicht mal einen Torschuss zustande brachte, liegt also an den unsagbar wenigen Trainingstagen mit dem neuen Übungsleiter. Einem Trainer, der Constant Djakpa und Slobodan Medojevic die Bewährungschance gab, den wochenlang verletzten Stefan Reinartz in der Startelf aufbietet, dazu den formzerstörten Stefan Aigner positionsfremd einsetzt – und diese Spieler allesamt das anbieten, was sie in all den Monaten zuvor schon gezeigt haben.

Nico Kovac – wie schon zuvor Armin Veh – scheitert vor allem an einem Team ohne Stärken, dass nur zwei, drei qualitativ höherwertige Spieler besitzt, dazu noch ein, zwei im Dauerformtief sowie jeder Menge Minderqualität. Einer Mixtur, für die in erster Linie Sportdirektor Bruno Hübner verantwortlich ist. Einem Funktionär, der so gar keinen Plan hat, wie und mit welchem Personal eine Mannschaft – trainerunabhängig – zusammengestellt werden muss. Anstatt von oben vorzugeben, wie Spielweise und Mentalität des Teams zu sein, was ein Trainer mit den Spielern umzusetzen hat, werden eben die Akteure verpflichtet oder vertragsverlängert, wo es die Möglichkeit dazu gibt. Dann holt man eben einen Stefan Reinartz, ob die Verpflichtung in Anbetracht von Spielstil/Stärken/Schwächen sinnig ist oder nicht. Dann lässt man sich eben Änis Ben-Hatira aufschwatzen, um einen Platzhalter wie Yani Regäsel vorab zu verpflichten. Dann schlägt man ein Millionenangebot (vielleicht sogar zwei?!) für Haris Seferovic, der bei all seinen Vereinen eine Eintagsfliege war, aus und wundert sich ob dessen sportlicher und in der Folge charakterlicher Entwicklung. Dann lässt man eben die seit mehr als einem Jahr bekannten Positions-Schwachstellen unbesetzt. Dann redet man sich eben den Leistungsstand der paar Nachwuchsspieler im Profikader schön.

Armin Veh hat personelle Fehler gemacht, sinnbildlich steht dafür die Hin- und Herschieberei des mittlerweile total verunsicherten und frustrierten Makoto Hasebe. Auch das nibelungentreue Festhalten an Bastian Oczipka und die Dauerhoffnung, dass Aigner nicht mehr furchtbar spielt, zählen dazu. Kurzum: Den Konkurrenzkampf nicht aktiver, konsequenter forciert zu haben, muss er sich ankreiden lassen. Wenigstens für die Hälfte dieser Personalien hätte er schlicht andere Lösungen finden müssen. Dass sein Nachfolger – mit Ausnahme der Linksverteidigerposition – dann personell so viel gar nicht geändert hat, mildert diese Kritik aber fast ein wenig ab, lässt die Personalwahl in einem gewissen Licht erscheinen. Die Mannschaft, viele Spieler ist/sind schlicht und ergreifend zu schlecht. Und das liegt nach allem was man weiß nicht daran, dass Veh – wie einst das Trainerimitat – die Übungseinheiten hat schleifen und allen Eifer einreißen hat lassen. Das ist dann aber auch so ziemlich das einzige, das keine Parallele zu 2011 darstellt. Ok, gut, der Willen, das prinzipielle Sich-Aufbäumen, kann man dem Team in dieser Saison – bis auf Seferovic – nicht absprechen. Dafür alles Fußballerische. Durch die neuerlichen Ausfälle von Sonny Kittel (Knöchel) und Mijat Gacinovic (Drüsenfieber) wird das weder besser noch schlechter.

Nico Kovac, der wie schon 2011 dem ebenso recht überraschend verplfichteten Christoph Daum, wird man am Ende wenig Vorwürfe bzw. Verantwortung für den Abstieg machen können. Er wird natürlich alles versuchen, was das Trainerhandwerk hergibt. Übungen, Formationen, Taktiken, Personal. Doch was er auch macht: Aus einem leeren Brunnen zieht man kein Wasser.

Jedenfalls stellt die bevorstehende Partie gegen Hannover 96, das Duell der mit Abstand schlechtesten Mannschaften der Bundesliga, nichts anderes als einen Pflichtsieg für die SGE dar. Ein Gewinn von drei Punkten, der der Eintracht nichts anderes bescheren würde, als das Festkrallen am Klippenrand der Steilküste in Richtung zweiter Bundesliga. Zumal nach dem Remis zwischen Augsburg und Darmstadt, die nun beide drei Zähler vor Frankfurt liegen und somit nicht unmittelbarst in Abstiegsnot sind. Davon abgesehen, dass diese Konkurrenz von Beginn an auf den Abstiegskampf eingestellt war, nicht wie im Delirium von Misserfolg zu Misserfolg wankt. Es ist völlig unvorstellbar, wie diese Mannschaft, die mit der Demission von Armin Veh ihren letzten Halt verloren zu haben scheint, neben einem Irgendwie-Sieg im Waldstadion gegen Hannover noch irgendeine andere Mannschaft bezwingen will. Dabei müsste sie noch mindestens zwei, eher drei anderen drei Punkte abringen, um eine Chance auf den Klassenerhalt zu haben.
In einer Relegation wäre diese SGE chancenlos, neben der sportlichen Tristesse kommt dann ja auch die mentale Labilität dieses Teams zum Tragen. Die Zeichen stehen aber sowieso weit mehr auf direktem Abstieg; der nur deshalb bedauerlich wäre, weil Alexander Meier dann nicht den euphorischen Abgang bekommen kann, der ihm zusteht #außeralexkönntihrallegehen .

Nur ein durch den Trainerwechsel irgendwie zustandekommender Zwischensprint, der einen Sieg gegen Hannover und Alexander Meiers Einzelkönnertum voraussetzt, wird diesen Klub, all seine Versager, retten können. Und das Ganze nur, damit ab Sommer Horst Heldt das Funktionärs-Fiasko komplettieren kann.
In einer Situation ohne Hauptsponsor, ohne Ausrüster, ohne Genussscheinmodell, ohne Spieler, ohne Trainer und mit gestutzten TV-Geldern für die Unterschicht im Unterhaus bei gleichzeitigen Einbußen von geschätzt mehr als 50 Millionen Euro ohne Ausgleich über Transfereinnahmen und einem Nachwuchsspieler- sowie Jugendabteilungs-Unterbau, der sich über Jahre als ungenügend erwiesen hat und nicht als Wiederaufstiegskonzept taugt. Die Aussichten, sofern man sich diese überhaupt erlauben kann, sind dunkel.

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14 Kommentare

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14 Antworten zu “Team ohne Stärken

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  3. Olsen

    Hey Björn,

    lass dich nicht so sehr in den Negativstrudel involvieren.

    Ein Trainerwechsel konnte aus logischer Sicht nur noch bewirken, die (ausgegrenzten) Spieler neu zu motivieren und neue spielerische / taktische Akzente zu setzen. Dass wir dadurch keine vollkommen neue Eintracht erwarten dürfen, die nach 3 Tagen einen aktuellen Top-Club wie Gladbach in Bedrängnis bringt, ist doch klar und benötigt keiner weiteren negativen Abwertung.

    Kovac kann ab hier nur versuchen, neue Impulse ans Team zu geben. Das hat er versucht. Manchmal entscheiden Kleinigkeiten über die Tagesform. Das kann gegen Hannover bereits komplett anders aussehen.

    Wir werden dieses Jahr (aller Voraussicht nach) keine frisch und frei aufspielende Eintracht mehr erleben. Wer selbst mal sportlich Aa am Schuh hatte, kann das nachvollziehen.

    • Werner

      Negativstrudel?

      Der Mann beschreibt nüchtern den Ist-Zustand!

      • Olsen

        Die letzten Beiträge sind sicherlich alles – nur nicht „nüchtern“. Vielmehr klingt da sehr viel Enttäuschung und Wut mit, was ja auch verständlich ist.

        Ich für meinen Teil laste in der Geschichte Veh bspw. deutlich mehr an als Hübner. Und jeder neue Trainer könnte aktuell nur versuchen aufzufangen, was seit langer Zeit versäumt wurde. Denn außer verbalem Palim-Palim bekommen wir seit Monaten nichts geboten.

        Grüße

      • Oli, alter Schwenkfahnen-Fan im St.Pauli-Block 😉

        Tatsächlich bin ich, was das Sportliche angeht, sogar ziemlich emotionslos (geworden). Eher einen Anflug von Amüsiertheit entdecke ich bei mir, wenn an den Spieltagen wieder versagt wird. Wütend bin ich auf / über eine einzige Sache: Dass und wie konsequent aller Orten die Ursachenforschung verweigert wird. Ich werde bald abermals, bestimmt zum dritten oder vierten Mal, die hier einst veröffentlichte Hübnersche Transferbilanz (akutalisiert) verlinken. Wer dann immernoch davon ausgeht, dass der Sportdirektor mit all dem weniger zutun hat als manch anderer, dem ist nicht mehr zu helfen.
        Das werden wir übrigens verbrieft haben, wenn Kovac das Ruder nicht herumreißen wird, wenn es vielleicht vom Status quo noch runtergeht. Veh, Kovac, Mourinho: diesen zurechtgewurstelten Kader bekommt keiner in die Spur.

  4. anna

    habe den tabellenrechner jetzt zweimal durchgespielt. einmal halbwegs realistisch. eimmal mit leicht rosa gefärbter brille. fazit: das ding scheint echt gelaufen. wenn h96 und hoppenheim komplett versagen wäre relegation möglich. da mit glück und (amf)gott irgendwie durch und dann tabula rasa. aber realistischerweise sind wir toter als tot. trauer.

  5. Detlev Rogalla

    Ich bin immer wieder erstaunt über die Kommentare des Schreibers. Hat er nicht Thomas Scharf, der mit dem selben Schrott an Spielern den 9. Platz erreichte, als größtes Missverständniss in der Geschichte der Eintracht bezeichnet? Hat er nicht eine halbe Saison Armin Veh glorifiziert? Dass die Spieler jetzt nix mehr bringen liegt natürlich auch nicht am entlassenen Trainer. Und der neue Trainer steht sofort wieder an der Wand des Experten, weil die Mannschaft nicht sofort gezündet hat. Nebenbei war Djakpa gestern noch der beste Frankfurter. Sollte die Eintracht, so wie es im Moment aussieht, wirklich absteigen, geht das voll auf die Kappe von Veh, Hübner und Bruchhagen.

    • Der Thomas Schaaf, der seinen Joberhalt eben jenem (diesmal ausbleibenden) Zwischenspurt einer Mannschaft – einem Spieler, den er abgesägt hatte – verdankt, die mit ihm nachweislich weder konnte noch wollte? Ja, dieser Trainer war der Anfang vom nun drohenden Ende. Den Boden, dessen Früchte Frankfurt nun erntet, sähte er mit. Etwa die Zwietracht im Team, die die fatalerweise aufgewärmte Liason mit Veh beenden sollte, geht auf sein Wirken zurück.
      Wer nur den damals 9. Platz sehen will, bitteschön. Das ist dieselbe Logik, wie unter Michael Skibbe. Da schauten auch Tausende nicht genau hin, obwohl für jeden Blinden sichtbar war, wie das mittelfristig enden würde.
      Davon abgesehen, ist mir unklar, was jetzt die Conclusio sein soll. Schaaf ist ein Toptrainer und Veh eine Null? Beim Blick auf die Tabelle würde ich eher sagen, dass Eintracht Frankfurt es geschafft hat, zwei Absteigende-Ast-Trainer hintereinander zu verpflichten – was sehr viel über die Funktionäre in diesem Klub, deren Qualifikation aussagt. Eine These, die ich Unwissender seit Jahren vertrete. Nico Kovac ist eine ziemlich arme Sau – und ich zünde in der Paulskirche eine Kerze pro Punkt, der zum Klassenerhalt reicht, für ihn an.

  6. Daffy

    Stimme hier fast zu, gebe aber noch folgendes zu bedenken: rückwirkend betrachtet war es ein großer Fehler, AV wieder zu verpflichten. Es ist doch letztlich “seine“ Mannschaft. Den meisten Transfers muss er ja zugestimmt haben. Das trifft ebenfalls auf HB zu, der aber den Eindruck macht, dass er den Transfers von BH entweder zustimmt (was schon schlimm genug ist) oder sich seit der Inthronisierung von BH trotzig verhält wie ein kleines Kind (ihr habt ja gesagt, ich kann das nicht). Und aufgrund der von mir schon beschriebenen Bequemlichkeit und der fehlenden Kompetenz im AR haben wir genau das jetzige Ergebnis. Und mal Hand aufs Herz: völlig zurecht. Was hilft jetzt noch: schnellstmöglich einen neuen Sportvorstand verpflichten, der sich ab sofort um die Planung der neuen Saison kümmert (egal welche Liga). BH muss sofort freigestellt werden. HB kann noch die Saison zu Ende bringen, aber ohne Kompetenzen für die neue Saison.Das wäre das richtige Zeichen vom AR, dass sie bereit sind, die Fehler zu korrigieren und auch die Zukunft planen können. Hier müsste dann aber entsprechende Kompetenz spätestens aber der neuen Saison dazu kommen. Wenn das nicht passiert muss spätestens zur neuen Saison auch ein neuer AR her (anscheinend verstehen die Herren noch nicht mal ihre Kernkompetenzen als Geldvermehrer). BH muss gegen einen Kaderplaner getauscht werden. Zum sportlichen: hier hilft nur noch die Hoffnung, dass es irgendwie reicht. Wenn nicht, machen wir uns nichts vor, ist der Abstieg völlig verdient. Dann freue ich mich auf eine komplette Neuausrichtung, auch wenn das sehr bitter ist.

  7. Uschi Glasgow Rangers

    Frankfurt wäre nicht die erste Mannschaft, sondern die zweite. Siehe Hertha vs Düsseldorf /Düsseldorf vs Hertha 2012. #elfmeterpunktgeklaut #wolfgangstarkbekamvonottlundkobiashviliaufsmaul

  8. Jermaine Jones Junior

    Warum Eintracht Frankfurt trotz oder gerade wegen der Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach den Klassenerhalt schaffen wird. Ein Kommentar von „Jermaine Jones Junior“.

    Irritierende Aussagen folgten in Interviews von gestandenen Spielern wie Bamba Anderson und Stefan Aigner nach der 0:4 Heimniederlage gegen den übermächtigen FC Bayern München, einer Mannschaft der Güte „Weltklasse“, die in Europa wohl nur noch dem FC Barcelona und Real Madrid zuteil wird.

    „Ein Mal Bayern, immer Bayern.“ Eine Vereinskultur, die geprägt ist von Siegeswillen – für Siegertypen, von Siegertypen. Ein 4:0-Sieg ist nicht zufriedenstellend, wenn ein 6:0 möglich gewesen wäre. Niko und Robert Kovac waren erfolgreich jahrelang Säulen dieses Vereins.

    Was verleitet mich zu der Aussage, dass Eintracht Frankfurt nach einer scheinbar katastrophalen 0:3-Niederlage die Klasse hält?

    Ein wahrscheinlicher Klassenerhalt lässt sich an vier Stichpunkten festhalten:
    Den Gebrüder Kovac, den beiden wahrscheinlich besten Spielern Alex Meier und Stefan Reinartz sowie den noch anstehenden Spielen im Restprogramm.

    Die Schlüsselfigur in diesem Abstiegsdrama nimmt der ältere der beiden Brüder, Niko, ein.
    Ziehe ich Rückschlüsse aus seiner Vergangenheit als Spieler und Trainer, aus seinen Aussagen nach dem Spiel, seiner Körpersprache bei den drei Gegentoren und seiner mutigen Aufstellung, bin ich der Überzeugung, dass eine Reaktion in den nächsten Tagen folgen wird. Aber einer richtigen Reaktion. Er wird nach dieser Niederlage zu einer Erkenntnis kommen, wie vor mehr als einem Jahr Stefan Aigner und Bamba Anderson.

    Seine Haltung, die ihn nicht zuletzt zum FC-Bayern-Spieler berief, wird nicht zulassen, dass die selben Spieler am gestrigen Samstag erneut dermaßen unsicher auftreten. Das ist leichter gesagt als getan. Sein kroatisches Temperament, seine Disziplin und seiner unverbrauchter Mut, dem es Armin Veh zum Ende leider fehlte, werden aber zu (weiteren) Veränderungen in der Aufstellung und im Auftreten führen. Seferovic durchspielen zu lassen war eine richtige Entscheidung. Auf ihn wird er zählen müssen. Seferovic hätte nach einer Auswechlung zur Halbzeit wohl endgültig mit einer inneren Kündigung quittiert.

    Auf den Schweizer mit bosnischen Wurzeln wird es in diesem Endspurt nicht ankommen, sondern auf den beiden besten Spielern, Alexander Meier und Stefan Reinartz.

    Der FR-Artikel berichtet über die vielen „kapitalen“ Fehlpässen (ausgelutschtes „FFH“-Vokabular seit den Abwehrfehlern von Alexander Kutschera im Jahre 2000 unter Trainer Jörg Berger). Was ich gesehen habe, waren viele sehr feine Pässe in die Spitze und endlich mal wieder eine ausgewogene Balance zwischen Abwehr und Sturm. Stefan Reinartz gilt als hochintelligenter Spieler, der seine Fitness-Defizite erkannt haben wird. Die kommende Trainings-Woche wird er dazu nutzen.. Die 90 Minuten gaben ihm die nötige Spielpraxis. Die zurückkommende Sicherheit wird er auf seine Kollegen Stendera und Hasebe übertragen müssen. Im Mittelfeld kommt es auf ihn an. Das weiß er.

    Eine Analogie zur Abstiegssaison 2010/2011 sollte man sich verbieten, weil Alex Meier da sein wird. „Es fehlten damals ein paar Meier-Tore“. So formuliert es Heribert Bruchhagen.
    Ohne Meier geht es nicht. Seine Tore werden die nötigen Siege einfahren.

    Das Restprogramm ist überschaubar. Sogar gegen die Bayern ist ein Punktgewinn zu erwarten. Ich spinne? Wer hat sich im Hinspiel wegen eines entgangenen Wettgewinns geärgert? Aha, das 0:0 ging unter die Haut! Glaubt ihr mir wenigstens in diesem Punkt? Ein Sieg gegen Hannover wird den Spielern Selbstvertrauen schenken, weil der Knoten nach dieser langen Sieglos-Serie zum richtigen Zeitpunkt platzen wird. Weitere Siege auf dem heiligen Boden im Frankfurter Waldstadion werden folgen. Dieses Jahr benötigt es aufgrund der direkten Duelle zu weniger als den kolportierten 35, 36 Punkten zum Klassenerhalt. Das ist eine mathematische Gewissheit.

    Und ja, wenn Leser dieses Bloggs mir eine Naivität auf Basis meines Optimismus unterstellen, Eintracht Frankfurt ist und wird immer Teil meines Lebens sein. Die Hoffnung stirbt zuletzt. Als Zuschauer der „launische Diva vom Main“ hat schon so einige Dramen erlebt, die eine Aufführung im Frankfurter Opern-Haus verdient hätten.

    Köln, im März 2016

    • Bewunderung hege ich für deinen Optimismus, nur teilen kann ich ihn nicht. Zum einen, weil „ein paar fehlende Meier-Tore“ nicht reichen werden, und zum anderen, weil ich nicht sehe, wieso bei irgendeinem der vielen eingesetzten und stets schwachen Spieler ausgerechnet jetzt der Knoten platzen sollte. Remember: Wie oft wurde schon orakelt, dass ein Erfolgserlebnis nun für die Wende sorgt? 0:0 gegen Bayern, Sieg gegen Hannover, Sieg gegen Bremen, Sieg gegen Wolfsburg … passiert ist stets das Gegenteil.
      Wie gesagt, Bewunderung für den Glauben – ich kann beim besten Willen nicht sehen, wo jetzt die Reaktion, der Effekt, der Funken Verbesserung gewesen sein soll. Das Ding in Gladbach war nach Darmstadt im Hinspiel so mit das schlechteste in dieser Saison. Begünstigt durch den nun eingetretenen auch mentalen Totalknacks. Hannover könnten sie vielleicht sogar irgendwie bezwingen – nur was hilft das in the long run? Ohne Zwischensprint – man schauen auf die Gegner – ist das alles Makulatur. Und von Kovac habe ich auch verbal bislang nix anderes gehört als das, was Veh schon so sagte. Sehr ähnlicher Duktus, finde ich.

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