Jetzt

Da meint der Unwissende, die letzte Patrone sei mit dem Trainerwechsel verschossen worden. Dabei steht das so gern genutzte Trainigslager in der nächsten Wochen erst noch an – aber die Auswechselbank im Waldstadion wird schon vorher gewechselt. Signal! Impuls! Ruck! Und schon funktioniert das Kurzpassspiel von Eintracht Frankfurt wie an der Schnur gezogen, plötzlich bringt Slobodan Medojevic ein Zuspiel zum Mitspieler, Aleksandr Ignjovski wird ein Fußballspieler und Haris Seferovic wird erstmals in seiner Karriere keine Eintagsfliege. Immerhin spielen laut Trainer Niko Kovac gerade jetzt die „Balkan-Gene“ eine wichtige Rolle.
Ich, als großer Freund der slowenisch-kroatisch-serbisch-bosnisch-mazedonischen Fußballschule störe mich wahrlich nicht an der Wortschöpfung, nicht mal an der Idee. Das Dumme ist nur, dass im Frankfurter Kollektiv ausgerechnet die Balkan-Gene die schwächsten Stränge der Kader-DNA sind. Drei sind oben genannt, und Mijat Gacinovic bleibt der hemdbreite Hoffnungsträger, der er von Beginn an war, einen Kracher wie Aleksandar Vasoski gibt es nicht mehr. Vielmehr soll der zwangs- und verzweiflungsverpflichtete Änis Ben-Hatira die Kohlen aus dem Feuer holen. Immerhin: Ben-Hatira, eines dieser ewigen Talente, dürfte keine Verkrampfung im Kopf haben. Der Mann ist erstens nicht lange Teil des Trauerspiels und zweitens dürfte ihm jeder emotionale Bezug zum Klub, zu Fans, zur Region fehlen. Das könnte ja durchaus hilfreich, ein befreiendes Element sein.

Dass hingegen dem einzigen fußballerischen Lichtblick in diesem Kader, Marco Fabian, und dem einzig schnellen Mann im Kader, David Abraham, die Bank droht … geht das gegen Hannover schief, hat sich Kovac in einem schier unglaublichen Eiltempo als Flopp erwiesen, mit der Konsequenz der künftigen Zweitligazugehörigkeit Eintracht Frankfurts.

Passieren wird das aber nicht. Also das mit dem Schiefgehen gegen Hannover – for what it is worth. Mir wurde ja Optimismus verordnet. Den Zwang teile ich mit Herrn Ben-Hatira. Um es also mit der Eintracht-SonnenscheinPR-Abteilung zu sagen: #aufjetzt

Advertisements

6 Kommentare

Eingeordnet unter Beiträge

6 Antworten zu “Jetzt

  1. Jermaine Jones Junior

    Ich bin mal gespannt auf deinen Beitrag. Nur soviel, ich erahne was du schreiben könntest:
    1) 1:0-Sieg ist in der Höhe gegen einen sicheren Absteiger zuwenig
    2) Spielart und -weise ist zweitliga-reif, erinnert an einen Montag-Abend auf Sport1
    3) Abseitstor, hätte nicht zählen dürfen, Siegtor resultiert aus Glück
    und 4) 1. Halbzeit sehr ordentlich, aber ein Spiel dauert 90 Minuten
    Deine Schlussfolgerung: Eintracht Frankfurt steigt ab, das Duell wiederholt sich nächstes Jahr wieder.

  2. Jermaine Jones Junior

    Dann darf deiner Meinung nach Fredi Bobic (Slowene + Balkan-Gen) als Sportdirektor nicht verpflichtet werden. Somit bliebe nur noch einer: Horst Heldt – mein monatelang prophezeiter Favorit.

  3. F.N.

    Noch 25 Std bis zum Spiel der Spiele. Wir werden mind. 11 fightende Protagonisten erleben, mit einer Wahrscheinlichkeit von weniger als 50 Prozent ein Tor und eine brodelnde Stimmung unter den Livezuschauern. Was willst du mehr Fussballherz. Alles positiv!!!! Und wenns schief geht: alle Spieler haben Verträge für Liga 2 und Horst Heldt ergänzt diesen Superkader selektiv im Sommer. Rosige Aussichten ….auf jetzt

Diskussion

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s