Kontext für den Kapitän

Ziemlich unbeachtet ist die Meldung geblieben, wonach Alexander Meier an einem Knochenmarködem im Schienbeinkopf leidet. Das dürfte mit dem recht harmlos klingenden Verletzungsbild zusammenhängen. Knochenmarködem, ’ne Art blauer Fleck, wird so wild schon nicht sein, dürften vielen denken.
Das dachte ich Anfang September vergangenen Jahres auch, als ich mit Verdacht auf Kreuzbandriss ins MRT geschoben wurde. Am Ende lautete ein Teil der Diagnose: Knochenmarködem im Knie/Schienbeinkopf. Aus Kreuzbandriss wurde also Knochenmarködem, nur um mal zu verdeutlichen, von welchen Symptomen, Schmerzen und Auswirkungen wir sprechen.
Seit der Diagnose plage ich mich jedenfalls nicht nur mit im Alltag anhaltend auftretenden Schmerzen, sondern mit einem sich weiterhin instabil anfühlenden Knie. Ein Dreivierteljahr ist das bei mir nun her, Freizeitfußball klappt seit Jahresbeginn wieder, an Kreisligakicks wage ich mich erst in dieser Woche wieder heran.

Ein Orthopäde erläuterte mir bei einer Nachuntersuchung im November 2015, dass ein Knochenmarködem – speziell im Kniegelenk – nicht nur sehr schmerzhaft (das merkte und merke ich) sondern vor allem ein sehr langfristiges Beschwerdebild ist (merke ich). Zwischen drei und sechs Monaten dauert das Auskurieren mindestens, weil nur konsequente Ruhigstellung das Ödem nach und nach schwinden lässt, aber kein Mensch das Knie im Alltag so lange unbelastet lassen kann. Es seien nicht wenige Fälle dokumentiert, bei denen es eineinhalb Jahre bis zur Rückbildung des Knochenmarködems und einem merklichen Verschwinden der Beschwerden gedauert habe. Die akuten Symptome, die Zeit, bis Laufen das Humpeln ablöste, die stechenden Schmerzen bei jedem Schritt abklangen und das Bein/Knie nach abgeklungener Schwellung maßvoll belastbar war, dauerten rund vier, fünf Wochen.

Jetzt schreibt hier kein Profisportler, der also eine andere Muskulatur, Regenerationsroutine und vor allem keine (schon gar nicht täglich stundenlange) Physiotherapie hat, weshalb sich die Ausfalldauer des Björn Wisker keinesfalls auf die Ausfalldauer des Alexander Meier übertragen lässt.
Jedoch rückt diese Schilderung die Verletzung des Eintracht-Kapitäns vielleicht in einen angemesseneren inhaltlichen wie zeitlichen Kontext.

… das eigene Kochenmarködem-Leiden erklärt, dürfen die Blog-Leser am Samstag zwischen 15 und 17 Uhr gerne mal die Daumen für ein erfolgreiches Kreisliga-A-Spiel meiner-/unsererseits drücken.
Frohe Ostern!

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5 Kommentare

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5 Antworten zu “Kontext für den Kapitän

  1. FN.

    Viel Erfolg !!

  2. Adlerschnabel

    Schone dein Knie. Es gibt auch Tipp-Kick. Und Frankfurt ist Spitze ! 🙂
    http://www.tippkick-liga.de/htm/1bl/1bl_tabelle.shtml

  3. sonny 84

    Viel Glück beim Kick ohne Schaden zu nehmen.

  4. Olsen

    Ich lese da einen Vergleich Björnkovic – Fußballgott 😀 Viel Erfolg am We!

    • Ich erinnere dich an die Stunden im Stadion, meine Bilanz lautet auf 8 Tore und rund ein Dutzend aus zehn Metern in die Hände der Torhüter ge-chippter Großchancen in 12 Jahren Kreisligafußball…

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