Den Punkt erkontern

Beim Spaziergang durch die Stadt fielen mir am Ostersonntag Merkwürdigkeiten auf. Obwohl kein Geschäft geöffnet hatte, werkelten einige Einzelhändler in ihren Läden. Der Eine schien etwas an der Verkabelung zu machen, ein anderer baute um, wieder andere dekorierten ihre Schaufenster. An einem Sonntag, einem Feiertag. Ob das Engagement der Selbstständigen mit der Bekämpfung von Umsatzeinbrüchen zusammenhängt? Oder mit dem Streben nach Gewinnmaximierung? Jedenfalls arbeiteten sie für ein Ziel, und das außer der Reihe, nicht nach Vorschrift. Ob man das für die Profifußballer von Eintracht Frankfurt auch sagen kann?
Dem Vernehmen nach machen und tun sie (die Verbliebenen) ja unter Mangelverwalter Niko Kovac durchaus was, jedenfalls an den regulären Werktagen. Wenigstens das, die Trainingsfreiheit an Feiertagen ist bei der SGE wie beim nächsten „Gegner“ Bayern München. Machen wir uns nix vor: Die Eintrachtspieler hätten von Karfreitag bis Ostermontag durchtrainieren können und sehen sich einem Etwas gegenüber, das eine andere Sportart betreibt.

Mittel der Wahl? Hinten die Dinger im Stil eines Kreisligisten rausdreschen und vorne mit Änis Ben-Hatira, Luc Castaignos und Stefan Aigner (plus, wenn man mutig ist) Sonny Kittel mit dem bisschen Tempo, das der Kader hergibt, auf Konter gegen eine Viererkette was bewirken, in der kein Innenverteidiger spielt. Letzteres sorgt kurioserweise dafür, dass gefährliche Situationen in Richtung Bayerntor jedenfalls theoretisch möglich sind; wenn man denn mal zu Abschlüssen kommt, was ja das riesengroße Manko der SGE ist, spätestens seit dem Ausfall von Alexander Meier. Die Partie gegen Hannover 96 zählt dahingehend nicht. Gegen Bayern kann es nur mit einer massierten, disziplinierten, schnörkelosen Defensivstaktik funktionieren, flankiert von einem glänzend parierenden Lukas Hradecky und Entlastung über besagte schnelle Gegegnstöße. Wenn dann noch Leute wie Lewandowski, Müller und Costa – kurzum: die Offensive – nur so zwischen 62 und 71 % Leistungsbereitschaft an den Tag legen, dann ist ein ergaunerter Punkt sogar möglich.

(Wieder mal) entscheidend ist aber sowieso das Spiel eine Woche drauf, zuhause gegen die TSG 18,99 Euro Hoppenheim. Doof halt, dass die – wie zuvor schon Stuttgart – jetzt eben die Kaderqualität abrufen. Wie schon gegen Hannover ist für die Eintracht nämlich auch in rund zwei Wochen ein Remis zu wenig, um den Klassenerhalt, und sei es über die Relegation, noch zu schaffen.

Stichwort Kreisliga: Mein Comeback endete mit einem 2:2, der Ausgleichs(gegen)treffer fiel in der 90. Minute, nachdem man 65 Minuten in Unterzahl spielen musste. Fazit: Auch die Knieverletzung vor einem Dreivierteljahr hat nicht dafür gesorgt, dass ich ein besserer Fußballer geworden bin 😉

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6 Kommentare

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6 Antworten zu “Den Punkt erkontern

  1. Anonymous

    Wenn interessiert dein Kreisliga Kick.
    Bitte Dein Möchtegern gekicke aus den Artillerie raus lassen.

  2. TK Idstein

    Schön abgeleitet Dein Text.
    Ich würde sagen da es sich um kleinere Firmen handelte geht es in Richtung Bekämpfung von Umsatzeinbrüchen. Dein Kreisligacomeback ist doch vollauf gelungen und 2:2 wäre auch ein guter Endstand in München.
    Wenngleich ich glaube das wir dort mindestens 3 Dinger fangen.

  3. Anonymous

    Naja einen Punkt gerettet und ohne neue Blessuren, guter einstand nach so langer Verletzung Zeit kann man doch zufrieden sein.so einen Spielstand wünscht man sich in München.

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