Monatsarchiv: April 2016

Hessenderby? Check

Die zweite Halbzeit, Lukas Hradecky und zum wiederholten Mal Dusel: Das sind die Gründe für den Sieg von Eintracht Frankfurt in Darmstadt.
Nach einer alarmierend schlechten ersten Halbzeit, in der einzig Russ und Hradecky schlimmeres verhinderten, war der Ofen ziemlich aus. Was auch immer dann in der Halbzeitpause geschehen ist, es wirkte. Gegen platte Darmstädter, zugegeben, aber immerhin gab es mal flach-Passspiel und Kombinationen. Und Wille, der 40 Minuten völlig fehlte, war da.

Ich schließe mich nun an: Eine frühere Verpflichtung von Kovac hätte den Schaden von der SGE abwenden können. Das Team hat Moral, das schon die gsnze Saison, aber der neue Trainer vollbringt tatsächlich die Schritte hin zu offensiven Ansätzen. Vielleicht wirklich zu spät. Jetzt, nach den Energieleistungen wäre es einfach tragisch, abzusteigen.

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Punkte ohne B-Note

Jetzt wird also gegen den SV Darmstadt 98 gewonnen, oder was? Diesen Ruck, den jeder Anhänger von Eintracht Frankfurt nach jedem der spärlichen Erfolge wittert, herbeisehnt – es hat ihn bislang nicht gegeben und es wird ihn auch nicht geben. Mit Kampf und Krampf dem Gegner ein Tor reinwürgen und auf den einzig intakten Mannschaftsteil, die Defensive samt Torwart setzen: Das wird auch in Darmstadt ohne große SGE-Fanszahl im Stadion zu sehen sein. Es wird ein ziemlich fürchterliches Spiel werden, steht zu befürchten.
Die B-Note war aber noch nie entscheidend dafür, ob es Punkte gab oder nicht. Die Eintracht muss gewinnen, das alleine ist speziell gegen ein Team wie Darmstadt problematisch genug. Denn eigentlich ist gerade der SVD ein Gegner, den man schnell bespielen und auseinanderziehen muss. Statik können die besser. Dreckig sowieso. Und geht die Heimelf mit einem Punkt aus der Partie, bleiben sie in der Bundesliga. Den Umkehrschluss mag ich gar nicht formulieren.

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Wettstreit der Irren

Eine Allgemeinverfügung als rechtliches Synonym für einen Grundrechtarschtritt. Nazis können mit Fackeln durch die Gassen ziehen, Autonome können Nachbarschaften verwüsten – aber wenn ein Fußballspiel von Eintracht Frankfurt gegen den SV Darmstadt ansteht, holt der Rechtsstaat die dicke Bertha raus. Und dem nicht genug: Die Sicherheitsbehörden geben vor, Fans der SGE „an Aussehen und Verhalten“ zu erkennen.

Diese Aussage folgt einer beinahe rassistischen Logik. Implizit wird der 47-jährige Familienvater, der mit seinem 16-jährigen Sohn zum Eintrachtschauen in die Kneipe geht gleichgesetzt mit der Gruppe von mehreren Hundert Extremisten und Gefährdern, die eben auch Eintracht-Klamotten tragen (und wer sich auch nur ein bisschen mit der Thematik beschäftigt oder sogar schonmal das Missvergnüngen hatte, eine Konftrontation dieses Radikalen-Blocks mit anderen Hirnamputierten zu erleben, weiß, dass die Schläger sich zumeist nicht via Klub-Uniform zu erkennen geben).

Keinerlei Sympathie hege ich für die paar Hundertschaften an Vereins-Vergewaltigern, die Eintracht Frankfurt seit zig Jahren imagemäßig wie finanziell schaden. Menschen, die vor lauter Wohlstandsgesellschaft und vollem Zeitkonto keinen Lebensinhalt haben. Aber wenn ich lese und höre, was die Behörden als Sicherheitskonzept verkaufen, was das auf einer Meta-Ebene, was das gesellschaftlich bedeutet, wird mit speiübel und ich spüre eine trotzige Zuneigung zu vielen, die wohl weitaus weniger reflektiert und distanziert an das Thema Fußball herangehen. Wenn ein Eintracht-Fan zwischen Freitagabend und Sonntagmorgen noch Bart trägt und dunklen Teint hat, wird er vermutlich schnurstracks nach Guantanamo gebracht. Und wer in Damrstadt lebt? Einkasernieren? Einsperren? Ausgehverbot? Eine Stadt als Sperrzone für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe – bei Leuten, die Geschichtsunterricht in der Schule hatten, müsste da was klingeln. Die Behörden haben das Derby bilderbuchmäßig aufgeheizt, den Worst-Case regelrecht provoziert.

Aber die Gewaltbereiten hätten ihren Namen nicht verdient, wenn sie nicht – verblendet und hohl wie sie sind – sofort reagiert und alle Ahnungen bestätigt und diese völlig überzogene Allgemeinverfügung nicht im Nu legitimiert hätten: Schon am Dienstagabend ging es in Darmstadt wohl rund, wurde eine Kneipe von Eintracht-Anhängern überfallen und mit „Lilienschweine“-Stickern beklebt. Es ist sogar die Rede von Verletzten, was aber noch unbestätigt ist.

Was willst du da noch sagen, was oder wen willst du dann noch verteidigen? Sie, die heuchlerisch „Fußballfans sind keine Verbrecher“ singen, sorgen für das, gegen das sie sich wehren. Provokation als Selbstzweck – worunter die Masse, die Mehrheit leidet. Und was im Geschäft dafür sorgt, dass der Stadionzuschauer noch schneller noch egaler, die Anstoßzeiten noch schneller noch verteilter, die Fernsehgelder noch schneller noch wichtiger werden.

Bravo, ihr Irren auf allen Seiten, saubere Arbeit, die Kollektivstrafe salonfähig zu machen. Dass der ganze Murks nur Fußball ist, geht das eigentlich noch in irgendeine Birne rein?!

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Laufend zum Lauf

Natürlich ist der Heimsieg gegen den FSV Mainz 05 wichtig gewesen. Natürlich ist der Sieg erfreulich. Natürlich ist der Erfolg verdient gewesen. Natürlich legen die Spieler Laufbereitschaft und Leidenschaft an den Tag. Und ebenso gilt: Natürlich wäre dieses Spiel bestenfalls unentschieden – und damit als Quasi-Abstieg von Eintracht Frankfurt – ausgegangen, wenn nicht krummste Dinger ins Mainzer Netz gefallen wären. Zu unser aller Glück ein Konjunktiv.

Weil das mit den Slapsticktoren aber so ist, wie es ist, tue ich mich mit dem kollektiv les- und hörbaren Euphorieschwung schwer. In meiner Wahrnehmung, die ich ja seit Monaten gebetsmühlenartig wiederhole, mangelte es dieser Mannschaft, diesen Spielern nie, maximal selten an der Einstellung. Es mangelt am Können, speziell am Tempo und auch Ideen/Struktur/Plan im Spiel nach vorne. Das war auch gegen Mainz so. Der Unterschied ist der einzig nicht beeinflußbare im Leben gewesen: Glück.
Jetzt kann man hergehen und die Floskel vom Glück, das man sich verdienen müsse, erzählen. Was quatsch ist. Glück hat man, oder man hat es nicht. Sein Mangel fällt einem nur auf, wenn man glaubt, es nicht zu haben und es zu brauchen.

Natürlich kann man nicht erwarten, dass nach mehr als 20 Pflichtspielen mit mageren fußballerischen Leistungen genau in der Situation die spielerischen Elemente gepflegt werden, zum Vorschein kommen, die es für das Erreichen der Minimalziele eigentlich bräuchte. Die Drucksituation, in die man sich allerdings selbst hinein manövrierte, war gegen Hannover, Hoppenheim und Mainz immens. Do-or-die – dass da die Leichtigkeit fehlt und Vertrauen in etwas, das die ganze Saison über nicht funktionierte, mit einem Mal Kombinationen und strukturiert vorgetragene Spielzüge zu sehen sind – illusorisch. Zumal angesichts der Tatsache, dass Eintracht Frankfurt ohne Stürmer spielt (Haris Seferovic ist eine Katastrophe).

Meine Skepsis, dass dieses Team den Klassenerhalt auf irgendeinem Weg schafft, gründet aber trotzdem auf diesen anhaltenden, personalunabhängigen spielerischen Defiziten. Auf dem Glauben daran, dass irgendein SGE-Spieler in der Lage ist, Darmstadt, Dortmund und Bremen (mindestens) ein Tor reinzutun. Gerade, weil die Zahl der Torabschlüsse, zumal der zwingenderen seit Monaten verschwindet gering ist. Würden sie ja wenigstens 3,4 Hochkaräter pro Partie liegenlassen … einer rutscht dann irgendwann schonmal durch. Aber wenn man genötigt ist aus der einen Halbchance pro Spiel DAS Tor für den Punkterfolg zu machen – das ist mehr als kitzelig.

Man wird dieser Mannschaft schlußendlich weder den Willen noch den Charakter absprechen können. Es sind Eigenschaften, die unter Armin Veh wie unter Niko Kovac vorhanden waren und gezeigt worden sind. Allerdings hat sich unter Kovac erst die grundlegenste aller Tugenden Bahn gebrochen: die Laufbereitschaft, auf der alles weitere fußt. Das Team ist nicht schneller geworden, natürlich nicht, aber es ist aktiver, in den offensiven Ansätzchen auch quirliger geworden (allen voran durch Änis Ben-Hatira und Sonny Kittel, selbst Mijat Gacinovic, dem zwar wenig gelang, der aber immerhin Explosivität, Dynamik, etwas Ungleichförmiges ins Spiel bringt). In den Partien gegen Gegner auf Augenhöhe, die man unter Veh reihenweise in den Sand setzte, war die Kovac-SGE die bessere Mannschaft. Hätte ein früherer Trainerwechsel also den wahrscheinlich Realität werdenden Abstieg verhindert? Die Erkenntnis reift, dass das so hätte sein können.
Gewinnt Eintracht Frankfurt in Darmstadt und endet Stuttgart vs. Bremen unentschieden, wird auch bei mir die Kerze wieder angezündet. Versprochen.

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Slapstick als Schlüssel

Keiner weiß, wie Eintracht Frankfurt diese zwei Tore erzielen konnte. Nicht nur, dass es trotz allem Zug nach vorn fast immer am letzten Ball mangelte, nein, angesichts des Qualitätsmangels im Offensivspiel konnte nur Slapstick für einen ebenso überlebenswichtigen wie verdienten Sieg sorgen. Slapstick von einem, den man gar nicht haben wollte: Änis Ben-Hatira. Dieser Typ lässt Frankfurt mit zwei Siegtoren hoffen, ist die Lebensversicherung der SGE. Das ist absurd.

Es ist aber nichts gewonnen außer einem von drei nötig zu gewinnenden Fußballspielen. Und: Wenn dieser Schweinesieg (schon wieder) nichts in und mit diesem Team macht, sind die Spieler schlicht untauglich. Ein Ruckchen reicht ja – nur muss jetzt eben in Darmstadt etwas trotzig-zählbares nachgelegt werden.

Heute Abend mal durchatmen und sich dann klar werden, dass die „besten Fans der Welt“ sich, vor allem aber Team und Klub mit ihrer ewigen Randaliererei jetzt – Teilausschluss in Darmstadt – ein schönes Ei ins Nest gelegt haben. Hohlroller, die sie sind.

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Eintracht Egal

1996, als 13-Jähriger, habe ich beim Abstieg von Eintracht Frankfurt bitterlich geweint. Ich erinnere mich an den Emotionsmix bis heute sehr gut, es war Trauer gepaart mit Wut – einem pubertären Hass-Ärger speziell über Jupp Heynckes, den Ur-Zerstörer dieses Klubs. Er hat den Sündenfall herbeigeführt und für die Abstinenz Eintracht Frankfurts gesorgt, als im Profifußball mit dem Bossman-Urteil das ganze große Geld verdient und – bei kluger Vereinsführung, die auch Ohms und Co. niemals hätten gewährleisten können – feste und langfrisitg erfolgreiche Strukturen geschaffen werden konnten.
Mindestens zwei der drei folgenden Abstiege, das Fahrstuhldasein resultierten aus diesem ersten Absturz; samt den Irrungen und Wirrungen in der Klubspitze sowie dem getürkten Lizenzerhalt. Die Tränen, die damals auch bei Abstieg zwei und drei noch flossen, waren Tränen der Enttäuschung. Und doch waren sie nach einem Moment des Innehaltes stets mit dem trotzigen Glauben verbunden, dass es in ein, spätestens in zwei Saisons wieder besser aussieht, es nach oben in die erste Bundesliga (zurück) und dort moderat voran geht. Zumindest zurück zum status quo.

20 Jahre nach dem Sündenfall, als 33-Jähriger, habe ich den Abstieg von Eintracht Frankfurt nur noch zur Kenntnis genommen. Emotionen sind damit nicht verbunden. Nur ein „heiliger Zorn“ auf die Verantwortlichen. Auf die Funktionäre namens Hübner, Bruchhagen, Hellmann und Fischer samt Aufsichtsrat, die den fünfsten Abstieg, der mit dem vorangegangenen vierten fast deckungsgleich ist, ebenso aktiv herbeigeführt haben wie Heynckes das auf anderer Ebene seinerzeit tat. Der Totengräber hat Gesellschaft bekommen.
Diesmal gibt es bei mir weder Tränen der Trauer, Tränen der Enttäuschung noch den trotzigen Glauben an eine perspektivische Verbesserung, an eine Reinigung. Dieser bevorstehende Abstieg, der Saisonverlauf hat in mir etwas kaputt gemacht. Ich kann noch so sehr in mich hineinfühlen, ich fühle für und mit diesem Klub nichts mehr. Ich bin nicht paralysiert, ich bin nicht irritiert, überrascht, nicht mal zynisch. Eintracht Frankfurt ist mir schlicht egal geworden.

Selbst nach dem lange sichtbaren Niedergang 2011, bei dem ich schon wesentlich pessimistischer eingestellt war als bei jenen vielen zuvor, glaubte ich nicht wirklich an ein dauerhaftes Versacken im Unterhaus. Damals gab es noch ein strukturelles Netz für diesen Verein, eine Jugendabteilung, einen U23-Unterbau und vor allem finanzielle Rücklagen. Aus diesem Netz ist mittlerweile ein Torso geworden. Die Jugendarbeit ist, wie die Qualität der Profi-Nachwuchsspieler und der sportlichen Situation der A-Jugend insgesamt belegt, lächerlich schlecht. Eine U23 ist zugunsten von Peanuts eingestampft worden und die Notgroschen sind in reihenweise Transferflops und zwei Trainerabfindungen geflossen. Das sind die verborgeneren Probleme neben den offensichtlichen, weder einen Vorstandsvorsitzenden, noch einen Trainer, eine Mannschaft oder Geld für einen Wiederaufstieg der früh beginnenden Saison zu haben. Und liest man die Andeutungen aus dem Aufsichtsrat in der FAZ von Ende vergangener Woche, gibt es für das angeblich so gesund, solide und potent daherkommende Eintracht Frankfurt sogar Lizenzisierungsschwierigkeiten, die nur durch Spielerverkäufe, die einige Millionen Euro einbringen, abgewendet werden können.

Ich bin ein Narr. Nicht das Mittelmaß der Bundesliga, sondern der Fahrstuhl, das Dasein als mausgrauer, nur von seiner abgehalfterten, titellosen Tradition lebende und maximal in Hessen Beachtung findender Immer-mal-wieder-Erstligist – das ist der Status quo, das maximal Erreichbare von und für Eintracht Frankfurt. Dieser Klub ist nicht nur, wie die Tabelle schon seit Jahren zeigt, vom FSV Mainz 05 und vom FC Augsburg überholt worden. Die SGE ist vom Fußball als solchem, vom Geschäft wie vom Sport abgehängt worden.
Woher, an welchen konkreten Punkten will man intern wie extern die Zuversicht – vom KnowHow ganz zu schweigen – nehmen, dass Eintracht Frankfurt nicht endet wie beispielsweise 1860 München, das sich vom verschossenen Elfmeter des Francis Kiyoyo nie erholte, sportlich immer weiter abschmolz und nun, wieder mal und trotz jahrelanger Investorenhilfe, akut in Richtung Liga 3 taumelt? Weil Tradition? Beste Fans der Welt? Weil Skyline? Weil es bisher immer wieder zurück in die erste Liga ging?

Alte Männer aus alten Zeiten, mit einer Vereinsführung aus den 1990er-Jahren, die den Trainer, nicht den Sportdirektor als Steuermann, als starken Mann, als „Visiönar“ des Klubs sieht: Ich persönlich kann die Gesichter, die nun in folkloristischer Routine den rechnerisch noch möglichen Klassenerhalt und die Enspiele beschwören, nicht mehr sehen. Ich kann ihre Stimmen nicht mehr hören, ihre Unfähigkeit nicht mehr etragen – und all das Offensichtliche auf und neben dem Platz will ich nicht mehr analysieren und widerkäuen. Ich bin des Abschmelzens, des Siechtums, nicht dem in den Funkel-Jahren von dessen Gegnern monierten Stillstand, leid. Ich bin müde.
Ich habe diesen Blog vor fünf Jahren gegründet, kurz bevor die Zweitligasaison angepfiffen wurde. Vielleicht habe ich den Abstieg 2016 ja als eine Klammer für den Blog zu verstehen. Darüber muss ich, 1300 geschriebenen Beiträgen und stetig wachsenden Zugriffszahlen und wachsender Schmähungen wie wachsendem Zuspruch zum Trotz, nachdenken. Ich bin ein verliebter Narr, aber kein verblendeter Gefolgsmann.

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Absteigerfußball

Keine Tore, kaum Torschüsse, anhaltender Vermeidungskrampf statt Anflüge von Fußball: Die B-Mannschaft von Bayer Leverkusen ist für Eintracht Frankfurt ein unüberwindbares Hindernis. Angesichts der anhaltenden spielerischen Armut sowie der Ergebnisse der Konkurrenz ist dieser Klub nicht mehr zu retten.

Trainer Niko Kovac stellte die Armin-Veh-Mannschaft auf. Und das, obwohl es zuletzt hieß, das Team (mit Ben-Hetira, Kittel und Djakpa) habe alles ganz gut gemacht. Stattdessen also wieder Seferovic, wieder Huszti, wieder Oczipka. Das entpuppte sich – wie jede personelle Wahl 2015/2016 – als untauglich. Das Sammelsurium der Untoten hat fertig, ein für allemal.

Der Abstieg war – wie 2011 mit dem Sieg gegen St.Pauli – mit dem Erfolg gegen Hannover besiegelt. In diesen Spielen wurde jeweils alles, alle Mängel, alle Minderqualität schonungslos offengelegt. Das konnte in beiden Fällen jeder sehen, der es sehen wollte.

Und als die Frankfurter dann vom nächsten Gegner, B-Elf-Leverkusen, das Fußballspielen bzw den Plan, wie man agieren kann, gezeigt bekamen, fingen sie an zu treten. Aigner, Huszti, Chandler – diese Mannschaft gibt ein erschütterndes Bild ab. In jeder Hinsicht.

Das teuerste SGE-Team aller Zeiten ist (mindestens mit) das schlechteste. Der Hauptverantwortliche für diese Gleichung ist hier mehrfach benannt worden. Eine These, die durch den (eben nicht zu späten) Trainetwechsel bestätigt wird. Kovacs Anstellung hat nichts gebracht. Weil es mit diesen Spielern auch nicht möglich war.

Eintracht Frankfurt, du hast bekommen, was du dir verdient hast. Für viele Jahre des Diletantismus und der Fehlentscheidungen. Tschüss.

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