Übererfüllungsmodus

Die nächste von #diemannschaft verursachte Langweiler-Phase ist überstanden, erfolgreich gesteigert wurden die Marktwerte irgendwelcher Henrichs und Gerhardts, womit das Tagesgeschäft Bundesliga endlich wieder beginnen kann.

Für Eintracht Frankfurt geht es am Sonntag, als Abschluss des Spieltags um 17.30 Uhr in Bremen um die Wurst – und dem Braten, dass es für die SGE weiter so erfolgreich gehen könnte, trauen wohl die Wenigsten. Irgendwann muss sie ja mal enden, die Gegentor- und Niederlagenlosigkeit – ist ja jetzt schon hoch ungewöhnlich, wie stabil diese Mannschaft auftritt und wie regelmäßig sie punktet. Die Hoffnung: Bitte noch dieses eine Spiel gewinnen, dann sinds drei Punkte mehr auf dem Konto, drei Punkte weniger bis zum Saisonziel – und gerade eine Nicht-Niederlage gegen Werder Bremen würde für das Elementarste sorgen: einen Abstiegskandidaten unten halten, keinen Boden auf diesen preiszugeben. Gegen Hamburg und Ingolstadt gelang das in der Vergangenheit bereits, gegen Darmstadt … nicht so.

Nun also Bremen. Bekanntlich vor einem halben Jahr das erste Spiel, das Trainer Niko Kovac vercoacht hat. Sei es drum, man hat gelernt, man hat sich entwickelt – Vergangenes ist vergangen. Denn ringt die Eintracht diesem Kontrahenten nun Zähbares ab, ist die Hinrunde im Hinblick auf die nötigen Klassenerhalts(zwischen)Punkte im Sack, man befände sich bei noch einem halben Dutzend ausstehender Partien im Übererfüllungs-Modus. Wie ich gebetsmühlenartig und entgegen dem sich hartnäckig haltenden Märchen der 40-Punkte-Marke wiederhole: 36 Zähler sind es, die ein Team in der Bundesliga halten.

Trotz allem breiten-Brust-Gerede ist man bei der Eintracht gut beraten, Jesus Vallejo (noch) nicht zu schonen. Das eine Spiel kriegt der schon noch hochqualitativ auf die Kette, denn gegen Claudio Pizarro und Max Kruse braucht es diese sichere Viererkette in ihrer Bestbesetzung. Michael Hector, so erstaunlich positiv er von vielen im SGE-Anhang auch gesehen wird, würde ich ungern im Laufduell gegen Kruse sehen. Und Schlitzohr Pizarro … der Mann ist halt letztlich so etwas wie deren Alexander Meier. Und wer wüsste nicht besser um den Wert eines solchen Qualitätsspielers, wenn nicht unsereiner?!

Mit der Vermutung, dass die elende #diemannschaft-Pause den Rhytmus beeinflußt hat, orakele ich mal ein zweckpessimistisches Unentschieden herbei. Natürlich um meine Skepsis von den Blog-Lesern im Nachgang um die Ohren gehauen zu bekommen.

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5 Kommentare

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5 Antworten zu “Übererfüllungsmodus

  1. Olli

    IST DAS STARK !!!

    Und es zeigt sich mal wieder. Es gibt Momente, wo der Lange immer noch den Unterschied machen kann … auch wenn sie leider natürlich weniger werden.

  2. Jermaine Jones Junior

    Eigentlich MÜSSEN wir morgen gewinnen. So dicht wie die Bundesliga zwischen Platz 7 und 13 ist, ist ein Sieg gegen dieses Werder Bremen beinahe Pflicht. Falls das Spitzenspiel heute Abend mit einem Bayern-Sieg endet, steht der BVB gegen uns gehörig unter Druck.
    Ich will mir dann nicht ausmeilen, welche Angriffswellen unsere Abwehr standhalten müsste.

    Wer bei der Pressekonferenz ganz genau hinhörte, der merkte, dass NK das Umfeld schon ganz leicht auf einen Misserfolg gegen Dortmund sensibilisierte.
    Irgendwie wittere auch ich eine Niederlage gegen Dortmund.
    Insofern müssen wir morgen das Spiel ohne wenn und aber gewinnen.

    • Jermaine Jones Junior

      Den Ausgang des heutigen Spitzenspiels zwischen Dortmund und Bayern hätte ich nie erwartet. Man, ist die Bundesliga dieses Jahr spannend!

      Noch ein paar Sätze zu NK. Wie er mit dem Thema Alex Meier umgeht ist schon faszinierend. Was qualmten Björn und mir vor paar Jahren die Köpfe, als wir über den designierten Alex-Meier-Nachfolger Jan Rosenthal diskutierten. Dass NK sich Stück für Stück vom „System Alex Meier“ löst, ohne dass es interne sportpolitische Wellen schlägt, zeichnet ihn als herausragenden Trainer aus.
      Eigentlich bedarf es keinen Nachfolger, sondern eines System- und Mentalitätswechsel innerhalb des Teams.
      Natürlich ist der Anfang vom Ende der Karriere Alex Meiers noch lange nicht eingeläutet, aber erste Gedanken und Ansätze über die Post-Meier-Phase müssen/ mussten irgendwann gebildet werden! Es bleibt abzuwarten und ich werde NKs Strategieimplementierungen weiterhin aufmerksam verfolgen.

  3. Olsen

    Ich habe gegen Köln gezittert und hervorgesagt, dass wir bei einem Sieg dieses Jahr zu Höherem berufen sein werden. Entsprechend zweckentspannt muss ich nun auf die kommende Partie schauen. Wer ist denn bitte Bremen? Die Kruses und Pizarros sehen gegen Vallejo kein Land. 3 ungefährdete Punkte. Komisches Gefühl.

    • Olsen

      Ps: habt ihr Hradeckys Interview gelesen? Er hat ja wirklich versucht, es lustig zu verpacken. Aber ich meine, ich habe in meiner Frankfurter Karriere noch nie jemanden derart über einen Mitspieler herziehen gelesen, wie Hradecky über Hector. Das war ja quasi ein Hilfeschrei!

      Inhaltlich sicher richtig. Aber ich weiß nicht, ob das in der Art sein muss. Es wird der Tag kommen, da wird er mit Hector wieder spielen müssen. Und wenn er auf dem Rasen schon nichts kann, aber lesen hat er bestimmt irgendwann gelernt.

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