Schufterei statt Feuerwerk

Der Spielplan meint es in der laufenden Saison sehr gut mit Eintracht Frankfurt. Dass man am Samstag zuerst beim Leipziger Imageunternehmen antreten muss, was kurioserweise ja noch zur Hinrunde zählt, spielt dem Team und den anzustrebenden Zielen in die Karten. Die mehrwöchige Pause hat nämlich den Rhytmus aller Mannschaften gebrochen, die Form vor Weihnachten ist im guten wie im schlechten passé, wird jedenfalls nicht quasi automatisch fortgesetzt. Ergo: Leipzig muss sich in der Dominanz ebenso erst neu finden wie die Eintracht in ihrer Geschlossenheit. Letzteres dürfte über Disziplin aber leichter zu bewerkstelligen sein. Schufterei scheint erstmal leichter von der Hand zu gehen als Feuerwerk.

So viel zur Theorie. Der Ausfall von Szabolts Huszti und Marco Fabian wird zwar aller Voraussicht nach nichts an einer zu ohnehin zu wählenden Defensivtaktik der SGE ändern. In Bezug auf Entlastung und Ballsicherheit ist dieser Doppel-Ausfall aber ein Schlag ins Kontor. Ein Spiel nach vorne, das ohnehin spätestens mit Beginn des Dezember sichtbar knarzte, dürfte nun noch schwerer umzusetzen sein (Anmerkung: Weder ein Festhalten an Johannes Flum noch ein Kauf von Pirmin Schwegler wären die richtige Lösung). Geboten wäre mehr denn je ein konsequentes, beinahe schon Armin-Veheskes Flügelspiel. Dazu wiederum müssten die lahmenden Flügel in die Gänge kommen, über die Winterpause in Gang gekommen sein. Ob das so ist? Eine nachrangige Frage. Denn der (Miss)Erfolg in Sachsen wird sich nicht vor dem Tor der Gastgeber, sondern vor jenem der Frankfurter entscheiden. Je nachdem, wie sicher die Vierkette samt Sechserkonstrukt steht, aber natürlich auch wie lange die Entlastungsphasen ausfallen, wird die SGE einen Punkt einstreichen können – eventuell gar mit Hilfe dieses ominösen Max B. aus Stuttgart?
Und selbst wenn nicht: Gegen Schalke in der Folgewoche braucht es diesen einen Mindestzähler, dann bleibt die Eintracht früh auf Kurs Europa. Und egal was da jetzt Relativierendes verlautbart und mahnend in Richtung des unersättlich-überzogenen Umfeldes gesagt wird: Ja, der Europapokal muss nach dieser Fabelhinrunde das Ziel sein. Der Unterschied zu einigen vormaligen Chancen bzw. Saisonverläufen liegt nur darin, dass man diesmal ein Verpassen ebenso gelassen wie gnädig in die Archive heften könnte. Es sei denn, man strebt wieder Richtung Abstiegsplatz – aber diese Zeiten sind unter Trainer Niko Kovac erstmal vorbei.

PS: Markus Steinhöfer schnürt die Kickboots jetzt für Darmstadt 98. Nach Kaiserslautern vor drei Jahren nimmt nun Darmstadt also so ziemlich jeden auf, der mal semiglücklich in Frankfurt spielte.

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7 Kommentare

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7 Antworten zu “Schufterei statt Feuerwerk

  1. Koppweh

    Der Barkok ist schon eine Granate.
    Der hätte von Anfang an spielen müssen.
    Egal .
    Die Dosen waren sowieso besser heute.
    Einstellung Laufbereitschaft waren Extrem hoch bei denen.
    Das Ding war nicht zu gewinnnen.
    Keiner Verletzt, guter Einspiel Gegner

    10 grad minus Der Platz hart gefroren.

    Björn sollte sich mit seiner Kritik etwas zurück nehmen..

  2. Jermaine Jones Junior

    Brrrr…. gehts euch genauso? Endlich wieder Eintracht Fankfurt. Gleich gehts wieder los. Ich wittere heute einen Erfolg. Tipp: 0:2 für uns.

  3. F.N.

    Es ist noch nicht lange her, da wollte die SGE Sidney Sam verpflichten… So ändern sich die Zeiten. Merino ist leider auch nicht mehr zu haben … Embrolo aus Wolfsburg wäre auch keine schlechte Wahl als Leihspieler

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