Augenweh

Das schmerzte so richtig in den Augen. Gegen das dankbarste Pokallos sowas zu zeigen, hergespielt zu werden. Torwart Lukas Hradecky als bester Frankfurter. War. Das. Übel.

Eintracht Frankfurt hat es im Pokal nur kurz so gespielt, wie es das Viertelfinale spielen musste um zu gewinnen. Da war Tempo drin, Druck drauf und Willen sowie Konzentration erkennbar. In den ersten 20 Minuten legte die SGE das erhoffte spielstarke und dominante Spiel hin (samt verwehrtem Glasklar-Strafstoß).

Speziell die linke Seite mit Taleb Tawatha und Ante Rebic warf den Motor immer wieder aufs Neue an. Danny Blum verdiente sich ein dickes Daumen hoch. Einzig Michael Hector, der es wie prognostiziert mit Bielefelds Fabian Klos zutun bekam, entpuppte sich von Beginn an abermals als Schwachpunkt. Sein unbedrängt gespielter  Fehlpass am mittelkreis, der fast zum 1:1 führte – ein neuerlicher Graus. Auch sonst gibt er den Wackeldackel im Defensivverbund, ihm fehlt – wie hier zu Saisonbeginn vorhergesagt – die Qualität. Er baute Dinger ein, herrje!

Dann aber, nach gut 35 Minuten war es auch mit der von Dominanz zu Kontrolle abgeschwächten Phase vorüber. Da kippelte die Partie gen Ostwestfalen. Nach Wiederanpfiff dann die Wiederkehr des Schwächeanfalls, im Mittelfeld gab es keinen Zugriff mehr, Zweikämpfe wurden in Reihe verloren, offensive Entlastung war Fehlanzeige. Plötzlich erschien das 1:1 überfällig, es war eine Frage der Zeit. Die Eintracht im Freischwimmermodus. Und immer wieder Hector mit Fehlern schon bei Kleinigkeiten. Das war ab der 50. Minute kein Spiel mehr auf Augenhöhe, Bielefeld wurde in dem Maße besser wie Frankfurt schwächer wurde. Es war zum fürchten. Es war also so wie seit drei Wochen. Nur schlimmer. Die Luft ging raus als Bielefeld die, als sie irgendeine Nadel fanden. Pressing heißt diese Nadel, und die kann gegen Frankfurt noch so stumpf sein. Immerhin sorgte Marco Russ für einen positiven Aspekt.

Ja klar, weiterkommrn ist wichtig und so. Aber wenn nicht mal mehr gegen so einen Gegner ein Sieg, ein hakbwegs souveräner erwartet (!) werden darf, ja Mensch, wie klein muss man sich denn noch machrn?!

Im Hinblick auf das Freiburg-Spiel und die weitere Saison lässt sich nach dieser eine Stunde lang geradezu indiskutablen Leistung Schlimmes befürchten. War. Das. Übel.

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10 Kommentare

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10 Antworten zu “Augenweh

  1. Jermaine Jones Junior

    Gladbach vs Frankfurt
    Schade. Ich hätte gerne ein Heimspiel gesehen.

  2. sonny 85

    Fußballgott Meier wo bist du ? Das war von allen mehr als kläglich.

  3. Ken Stunich

    Ja. War da. Kann mich nicht erinnern, je einen schaurigeren Sieg erlebt zu haben.

  4. Koppweh

    Mascarell alleine auf der Sechs.
    Barkok mit Gacinovic auf der Acht.

    Hat funktioniert.

    Funktioniert hat Rebic nicht . War ein Totalausfall.
    Und Meier hat nicht gepasst.

    Ich denke Mascarell kann alleine auf der Sechs spielen.

  5. Positiv ist nur das Weiterkommen und der damit verbundene finanzielle Aspekt.
    Abspielfehler wie in der kreisklasse egal ob Hector , Mascarell , Barkok , Gacinovic , Rebic…… Die Konterchancen kläglichst verstolpert . Dabei ist es doch ganz einfach, mit zwei schnellen Aussen , der Antritt von Blum ist genial , wird aber fast nie ins Spiel gebracht , Meier fand nicht statt, jetzt bekommt bestimmt hrogota wieder seine Chance. Gacinovic zündet max.20 Minuten , danach ist Sendepause.
    Zum Glück ein Sieg. Der Redt ist traurig schaurig.

  6. Olsen

    Hilft ja alles nichts, aber ich muss wohl mal wieder ins Stadion. Es wird Zeit, den mahnenden Zeigefinger zu erheben.

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