Monatsarchiv: April 2017

Europa ade

In der 90. Minute zerschellt er endgültig, der Traum von Europa. Nach einem Eckball; bezeichnenderweise trifft der Sohn des Frankfurter Sportdirektorversuchs. Aber vor allem ging diese Partie deshalb noch verloren, weil Eintracht Frankfurt sich in den letzten zehn Minuten nur noch auf das Herausdreschen der Bälle verlegte. Kein Versuch mehr von Entlastung, Tennis gab es statt Fussball. Die Quittung gab es hintenraus, wie vor einem Jahr gegen Werder Bremen.

Was war da heute drin … ein Punkt, absolut. Aber es ist eben auch ein reines Ärgernis wenn man sich die „Stürmer“ anschaut. Der Seferovic „schiesst“ mitm Stollen den Torwart an nachdem er sich zuvor stark durchdetzt … das ist zum Verzweifeln.

Total ärgerlich. Alles. Pokalfinale und Rang, ja, was 11? 10? 12? Am Ende wird sie leider völlig brotlos enden die Saison, die Bundesligaspielzeit zumal.

5 Kommentare

Eingeordnet unter Beiträge

Trudelmodus: an

So, genug des Rauschs. Das DFB-Pokalfinale ist erreicht, aber die Bundesliga hat noch zwölf Punkte und Uefa-Cup-Plätze zu vergeben. Aber natürlich ist das bei Eintracht Frankfurt kein Thema, der Sieg gegen Augsburg samt Folgeerfolg in Gladbach hat ihn bereits umgelegt, den Austrudel-Schalter. Nix da von wegen Sturm auf Rang sieben, irgendwie, mit aller Macht – nein, der Fokus liegt auf dem Pokalfinale, einem Spiel dessen erfolgreicher Ausgang wesentlich unwahrscheinlicher ist als das Erreichen von sechs, sieben weiteren Bundesligapunkten, die für Rang sieben, also die Europapokalqualifikation reichen könnten. Wenn man das bei der SGE denn erreichen würde wollen.

Die Personalsorgen kommen der Eintracht da argumentativ glücklicherweise zu pass. Man hört das Auftatmen des Bruno Hübner bis hoch zu den Kasseler Bergen. Abschenken? Iwo, aber die Verletzten, die ganzen Verletzten … Ja und? Gerade jetzt wäre sie doch da, die Zeit des befreit Aufspielens und die große, große Chance für die ganzen Spieler, die glauben etwas zu sein oder werden zu wollen: Die Barkoks, Blums, Varelas, Besuschkows, Tarashajs, Tawathas, Ordonez‘, ja vielleicht gar mal irgendein Explodierender aus dem Jugendbereich? Kann schiefgehen, klar. Mit dieser devoten „naja, wir würden Rang 7 ja nehmen, aber wahrscheinlich wird es dafür nicht reichen, weil wir ja ohnehin nicht gut genug sind“-Haltung geht es jedoch ganz bestimmt schief. Rang 9,10,11 – jo mei, aber wir fahren doch nach Berlin! Diese elende Mutlosigkeit, dieses Dauergebücke, es k**** mich an. Wovor haben die Funktionäre Angst? An Ansprüchen zu scheitern, die im Leistungssport selbstverständlich sein sollten? Lasst die Spieler doch von der Leine, ruft Rang sieben als Mindestziel aus, selbst wenn ihr Anzugträger nicht ernsthaft daran glaubt, tut doch wenigstens so als ob, besser noch: tut etwas dafür, daran zu glauben, dass es möglich ist. Gebt dem Affen Zucker, lasst den Windhund hinter dem Hasen her rennen!

Wieso sollte ein Remis in Hoppenheim unmöglich sein? Wieso sollte man Mainz und Wolfsburg nicht bezwingen können? Wieso ist ein Unentschieden, gar ein Heimsieg gegen Champions-League-gesicherte-Vizemeister-Dosenmilliardäre utopisch? Gegen SAP mag eine Pleite angesichts des Rauschzustands ja noch durchaus wahrscheinlich und auch nachvollziehbar sein, aber die anderen drei Gegener? Da sind doch sechs, sieben, ja, auch neun Punkte bitte keine Science fiction? Man müsste halt den Nachbrenner zünden, statt den Bremsklotz zu werfen. Klar kommt dann noch Berlin, das Pokalfinale – aber Zeit der Regeneration und Fokussierung wäre ja auch dann noch genug, wenn man wenigstens erst nach Ende des 33. Spieltags, bis zu dem man das Maximum zu erreichen versuchen sollte, abschenkt und Positionen unterhalb von Rang sieben akzeptiert. Wären es also vor dem letzten Spieltag 3 Punkte auf den Siebten, lasst gut sein, stellt die A-Jugend gegen die Mateschitz-Mannschaft auf. Aber bis dahin erwarte ich als Fan, im Sinne des Leistungssports, des Wettbewerbs, der Ambition unbedingten Sieges- und Erfolgswillen, sechs Punkte sind mindestens noch drin. Für was auch immer dieses Minimum dann reichen mag. Just try, god damnit!

6 Kommentare

Eingeordnet unter Beiträge

Gegner

Schon interessant zu sehen, wie letztlich nüchtern, einschläfernd so Millionärstruppen ihre Siege, einen Pokalfinaleinzug feiern. Abklatschen, Arme hochrecken, lachen, zur Kenntnis nehmen. Ist ja ein immer wiederkehrendes Ereignis. Von sowas kann man Fan sein? Die Eintracht, da rannten die Spieler Milisekunden nach Hrgotas Elfmeter kollektiv und wie von der Tarantel gestochen zu den eigenen Fans. Emotionen halt. Weil kein wiederkehrendes Ereignis. Talking about Sympathie.

Der schwierigere Gegner ist es nun für Eintracht Frankfurt geworden. Mit Borussia Dortmund geht es im Pokalfinale gegen die schnellere, die willigere, die motiviertere Mannschaft im Vergleich zu Bayern München.

Das ist schade, im Gefühl wäre für die SGE gegen den FCB in Berlin etwas möglich gewesen. Nun, gegen Dortmund, nein, da fehlt mir die Phantasie.

Das Pokalfinale – und Rang 7. Das wäre die Frankfurter Krönung. Dazu braucht es am Sonntag gegen SAP einen Punkt, danach sechs weitere. Denn die fette Frau singt noch…

 

16 Kommentare

Eingeordnet unter Beiträge

Stunden später

Gut zwölf Stunden nachdem, natürlich, Branimir Hrgota den letzten Elfmeter im Halbfinalspiel in Mönchengladbach verwandelte, fühlt sich das alles doch recht surreal an. Man erinnere sich nochmal an den Spielverlauf, eine furiose Frankfurter Mannschaft spielt die Borussia 45 Minuten lang an die Wand, könnte, müsste 2:0, 3:0 führen – und wird mit dem Zufalls-1:1 mit dem Pausenpfiff auf die Bretter geschickt. Es folgen 75 Minuten Taumelei gen Strafstoßschießen, kratzen, beißen, ackern um ja nicht ein zweites Tor zu kassieren. Mission geglückt.

Und dann diese Elfmeter … Gladbach nagelte einem nach den anderen in den Winkel, mit brachialer Gewalt, unhaltbar für Lukas Hradecky. Die Eitnracht-Elfer waren da deutlich schwächer geschossen, einmal in der richtigen Ecke, und Yann Sommer hätte zwei, drei gehabt (Oczipka und Gacinovic bspw.). Konjunktiv, zum Glück. Die schönste Szene war es dann, dass Hrgota den Weg für das ganze Team vorgab, Milisekunden nach seinem Tor in Richtung Fankurve, die am anderen Ende des Platzes lag, sprintete und ein ganzer Tross ihm folgte – auch die Verletzten von der Tribühne, Meier, Medojevic, Hasebe. In diesen Sekunden wird es allen SGE-Fans ähnlich gegangen sein, sie werden diese Details gar nicht richtig wahrgenommen haben, zu viel Jubel und Adrenalin flog einem durch den Körper.

Es ist bemerkenswert, wie viel Glück der Fußballgott diesem Team im Pokalwettbewerb zugestanden hat. Trägt das bis zu einem Titelgewinn? Man traut es sich ja kaum auszusprechen, aber zumindest die Spiele gegen Bayern München in dieser Saison gestaltete die Eintracht lange offen, war in 2 von 4 Halbzeiten besser. Gegen Dortmund, so erscheint es mir, dürfte es schwieriger werden. Zu schnell ist deren Offensive, zu gierig werden sie auf ihren einzigen Saisontitel sein. Aber das ist nebensächlich, erstmal heißt es: genießen, unser aller Klub steht im Pokalfinale und spielt ausnahmsweise mal um mehr als den Graue-Maus-Award. Gratulation – an uns alle!

12 Kommentare

Eingeordnet unter Beiträge

Sie fahren nach Berlin

Das Sahnehäubchen ist oben drauf, Eintracht Frqnkfurt steht im DFB-Pokalfinale! Auf den stärksten Auftritt seit Monaten, 45 Minuten lang, folgten in Mönchengladbach Elemente des Gegenteils. Das Spiel war gekippt, das 1:1 mit dem Halbzeitpfiff wirkte wie ein gezogener Stecker. Der Strom floss danach nicht mehr durch die Leitungen Eintracht Frankfurts. Die Laufleistung, die Intensität der ersten Halbzeit, davon war ab Wiederanpfiff nichts mehr zu sehen. Die Borussia war dann bis zur Schlussviertelstunde in dem Maße der SGE überlegen wie BMG zuvor unterlegen war – mit Ausnahme des Chancenwuchers, den gab es nur bei Frankfurt, defensiv lies die Eintracht allem Schwimmkurs in der Verlängerung zum Trotz wenig zu. Ein Team, dessen gesamter Kader im Stadion war und dass sich das Pokalfinale verdient gehabt hat. Berlin, Berlin, sie fahren nach Berlin!

Der einzige Abfaller zeichnete letztlich für den entscheidenden Elfmeter verantwortlich – und es war, dramaturgisch ha fast erwartbar nach den letzten Wochen, Branimir Hrgota. Selbst in der stärksten SGE-Phase, der gesamten ersten Halbzeit fiel er nicht weiter auf – ausser beim Vergeben besagter zweier Chancen, bei denen Alexander Meier den Torwart noch nach Ecke, Höhe und Wucht gefragt hätte bevor er ihn mit verbundenen Augen reintut. Ein Ärgernis; um dann letztlich der Mann im.Mittelpunkt zu sein.  Wer saß bei seinem Anlauf nicht bibbernd da?!

Lukas Hradecky wirkte im Spiel abermals fahrig, das Herauslaufen nsch Sommer-Abschlag oder zwei geklatschte Schüsse. Nein, der Torwart hat seine Coolness und damit Qualität verloren. Verkaufen, es wäre besser für alle Beteiligten – vorher aber hat es mit dem Big-Play im Elferschiessen noch gereicht.

Davor gingen die seltsamen Personalentscheidungen des Trainers weiter. Hector von der Tribüne in die Startelf, Wolf plötzlich als Mascarell-Ersatz, Minuten später Seferovic für Rebic … Nunja. Irgendwie wirkt diese Rochade ziemlich wild. Zumal nach der Herausnahme Rebics so gar keine Ordnung mehr auf dem Feld war. Zugriff im Mittelfeld gab es kaum noch, die Zentrale war sogar völlig offen. Es wirkt wie die symbolischste Szene um den Frankfurter Funktionären ihr Transferversagen im Winter vor Augen zu führen. Eine Rumpfelf rettete sich ins Elfmeterschiessen – und genau die Disziplin bei der die SGE in der Saison so oft schwächelte, gewinnt sie nun in Richtung Pokalfinale. Ein Wahnsinn! Und nun also, zehn Jahre später, wieder ein Pokalfinale – nochmal gegen Gladbach, das wäre zu schön….

 

6 Kommentare

Eingeordnet unter Beiträge

Der Plüschadler

Der DFB-Pokal, das war ja zu Friedhelm Funkels Zeiten mal eine Domäne Eintracht Frankfurts. Gut, Domäne, das klingt nach Titelsammlung, was natürlich nicht der Fall war, ist und sein wird. Aber der Maßstab in Frankfurt ist ja über die Jahre ein winziger geworden, da zählen Teilnahmen an der Pokalrunde der Letzten-4-bis-8 bereits als titelähnliche Erfolge. Unter Trainer Niko Kovac ist der SGE nun nach mehrern Jahren erneut der Einzug ins Halbfinale gelungen – mit einer gehörigen Portion Glück in Bezug auf A) die Auslosungen und B) die  Spielverläufe.

In der 1. Runde bezwang man im Elfmeterschießen den 3.Ligisten aus Magdeburg, eine Runde später den designierten Erstligaabsteiger Ingolstadt, in den Folgerunden hatte man es mit den Zweitligisten Hannover und Bielefeld zutun, setzte sich jeweils – nicht nur im Ergebnis – knapp durch. Und mit Borussia Mönchengladbach wartet im heutigen Halbfinale erneut nicht das stärkste Team aus dem Lostopf auf Frankfurt, aber sehr wohl das stärkste im bisherigen Turnierverlauf.

Ein Bezwingen Gladbachs erscheint auf den ersten und den zweiten Blick möglich, dazu reichen ein Blick auf die Bundesligatabelle und die Erinnerung an die Spiele in der Saison. Auswärts ist Frankfurt allerdings nicht die Wucht, steht auf Rang 12 aller Bundesligisten (wobei man nach dem Absturz zuletzt selbst zuhause nur noch 9. und damit keine Macht mehr ist). Borussia Mönchengladbach wiederum ist Zehnter in der Heimtabelle. In einem Detail steckt der Teufel, der die Eintracht heute scheitern lassen dürfte: In fremden Stadien hat das Team kümmerliche zehn Tore in 15 Partien erzielt (20 kassiert), nur Darmstadt traf noch, nämlich einmal weniger. Die Stindls, Raffaels und Co. haben zuhause im Gegenzug 23 mal genetzt (15 Gegentore) – das ist der zu Frankfurts Heimbilanz fast identische statistische Wert.

Viele Worte, knappes Resümee: Ein Spiel auf Augenhöhe steht an, jedenfalls wenn man sich die Zahlen anschaut. Der casus knaxus ist, ungeachtet alles möglichen Knotenlösens nach dem gesicherten Klassenerhalt, die einträcthtliche Torungefahr außerhalb des Waldstadions. Die Plüschadler, sie kommen nirgendwo sichtbarer zur Geltung als auf des Gegners Spielwiese. Wenn sich daher bei Ex-Gladbachstürmer Branimir Hrgota ausgerechnet heute Abend die Füße richten würden, er ins Tor träfe, bestenfalls mehrfach und zum SGE-Sieg, wäre das natürlich die Geschichte, die man sich in Frankfurt am liebsten erzählen würde. Der Geist ist ja bekanntlich willig, das mit dem Fleisch …

8 Kommentare

Eingeordnet unter Beiträge

15 Minuten blinder Wille

Deckel drauf, die Saison ist vorüber und Eintracht Frankfurt wird 2017/2018 erstklassig bleiben – was rechnerisch aber noch nicht sicher ist. Wie vorab prognostiziert, überspringt die SGE am 30. Spieltag jedenfalls die 40-Punkte-Marke und beendet die längste Erfolgsserie seit vielen Jahren. Eine 60 Minuten lang nicht weniger als unterirdische Leistung gegen eine Augsburger B-Mannschaft hat dann irgendwie zum Sieg gereicht. Und es ist kein Zufall, dass Marco Fabian, der einzige fußballerische Lichtblick in diesem trägen, uninspirierten Flickwerk-Kollektiv letztlich für die Erlösung sorgte. Hinter Alexander Meier konnte es ja auch nur der Mexikaner sein, der den Karren aus dem Dreck wuchtet. Er ist in diesem Team der einzige Qualitätsspieler, zumindest in der Offensive hinter dem (erst abgeschobenen, dann verletzten) Kapitän.

Die SGE präsentierte sich eine Stunde lang wie der heißeste Anwärter auf den Relegationsrang. Das war grotesk schlecht, sogar noch ein Level unter den mageren Leistungen der Vorwochen. Die immergleiche uninspirierte Spielweise mit Quer- und Rückgeschiebe, träge, langsam und gepaart mit wilden und immer kruder werdenden Personalentscheidungen des Trainers  (gegen Augsburg: plötzlich steht Barkok wie aus dem Nichts wieder in der Startelf, wird dann zur Halbzeit vom Totalausfall Tarashaj ersetzt und als letzte Option sollte es Seferovic richten) zieht sich seit Monaten durch die Saison.
Gegen den FCA leistete dieses Team den nächsten Offenbarungseid, das war bis zur alternativlosen Wucht-Schlussoffensive nicht minder struktur-, ideen- und harmlos wie unter Armin Veh während dessen zweiter Amtszeit. Die wollen, können aber nicht – sinnbildlich dafür stand und steht Ante Rebic (dem dann ja tatsächlich doch mal ein Tor gelang nachdem er das 1:0 maßgeblich verschuldete). Echte Chancen wurden bis 15 Minuten vor Schluss erneut kaum herausgespielt, und das Bisschen, das es an Abschlüssen gibt, wird vergeben, mitunter kläglich (Hrgota aus Meier/Schalke-Position). In solch einer Gemengelage wurde Veh vor einem Jahr entlassen, bis 15, 20 Minuten vor dem Ende wäre auch eine Entlassung Kovacs angesichts des Trends, der Tristesse und des Totalabsturzes ebenso gerechtfertigt wie sinnig gewesen.
Ein Kraftakt, ein Akt des Willens und der blinden Verzweiflung war es dann, der dieses Spiel in der Schlussviertelstunde gedreht hat, gepaart mit dem durchaus glücklich entstandenden 1:1 durch Fabian. Danach verlor Augsburg komplett den Faden, Frankfurt nutzte die Verunsicherung aus. Geradeo gutgegangen, muss man aus Eintrachtsicht konstertieren. Es zeigt, dass der Trainer das Team noch erreicht. Das ändert aber an den grundsätzlichen Mängeln nichts, die Kritikpunkte waren, sind und bleiben dieselben. Die zweite Halbzeit war schier der Mut der Verzweiflung, irgendwie versuchte man Torgefahr zu erzeugen – was bezeichnenderweise weniger an den Hereinnahmen etwa von Tarashaj sondern am besagten verzweifelt-leidenschaftlich-blinden Willen einiger Spieler lag (im Folgesatz kommen die Namen). Das mit der Torgefahr gelang spät, aber es reichte – und dann gleich zu drei Treffern, nachdem Frankfurt eigentlich mausetot war. Marco Fabian und Ante Rebic, auch Timothy Chandler und der sich als Systemspieler immer wertvoller machende Bastian Oczipka sind die Säulen, auf denen diese Auflehnungshaltung fußt. Mascarell, Gacinovic, auch der beim 1:0 abermals zumindest unglücklich aussehende Hradecky entpuppen sich (nicht erst seit heute) als die Verzichtbaren unter den Stammspielern.

Bei Darmstadt 98, Berlin und Bayern dürfen sich die Frankfurter überdies für ein gerüttet Maß Schützenhilfe bedanken. Wäre im Stadion eingeblendet worden, dass Hamburg und Wolfsburg führen würden, hätte es im Stadion mit Sicherheit nicht nur das laue Pfeiflüftchen zur Halbzeit gegegben. Da hätte es stimmungstechnisch eskalieren können. So oder so: Das war ein ganz enges Höschen an diesem 22. April, Grund für Euphorie gibt es nach dem gedrehten Spiel nicht wirklich, Europapokal wird diese Mannschaft trotz der Mini-Punktabstände nicht schaffen, und das nicht nur wegen des Restprogramms und der Formstärke von Werder Bremen und der Stabilität von Berlin und Köln. Zum Durchatmen reicht es aber; und zur Personalplanung auch. Immerhin. Letztlich also alles, wie gestern prognostiziert.

10 Kommentare

Eingeordnet unter Beiträge