Standard

Deutungen mag es nun wieder mehrere geben, aber wer Eintracht Frankfurt nach dem 2:2 gegen Werder Bremen nun allzu Positives anrichten will, ist wieder mal auf dem Holzweg. Druck auf den Gegner war, wie zuletzt häufiger, vorhanden. Aber in letzter Konsequenz fehlt(e) einfach das Zuspiel zur zwingenden Chance. Fast erwartbar markiert der konzentrierte, aber auch nicht mehr als das agierende Gegner das Tor, die Tore.

Ohne Zweifel, der Tor-Bann wurde dann gebrochen, allerdings bezeichnenderweise durch zwei Standards. Immerhin, es hat trotz des zur Halbzeit so gut wie verlorenen Spiels letztlich zum Klassenerhaltspunkt gereicht. Gegen das unbestreitbar stundigste Team der Stunde.

Aber nach vielen Bahnkilometern und angestrengten Augen, fehlt mir die Muse zum Analysieren. Machen wir es kurz: Mit dem Mut der Verzweiflung, dem Nichtabreissenlassen aller noch so hakeliger Offensivbemühungen ist es besser geworden. Wehe dem, der sich darauf – etwa die Bestätigung der Chancenverwertungsthese – etwas einbildet.

Noch ein, zwei Remis, dann kann die SGE endlich wieder in ihr Erfolgsmaximum, den frühlingshaften Austrudelmodus wechseln.

Gruss,

der griesgrämige Überzogeneerwartungshalter

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7 Kommentare

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7 Antworten zu “Standard

  1. Hagnum

    Lieber deskman,

    siehe meine Antwort unter Nena.

    Ansonsten entspricht meine Erwartungshaltung ziemlich genau deiner
    eigenen.Nix Griesgram, nix für ungut.

    Mit nun hoffentlich missverständnisfreien lieben Grüßen und
    einem sonnigen Wochenende

  2. Jermaine Jones Junior

    Arsene Wenger pflegt immer zu sagen: „Wenn es spielerisch nicht läuft, musst du Charakter zeigen.“ Klar, ich möchte die mangelnde Chancenverwertung nicht schönreden, aber der Kampfgeist war äußerst imponierend. Vor allen Dingen möchte ich hervorheben, dass Abraham abermals eine hervorragende Leistung gezeigt hat und als eigentlicher Kapitän dieser Mannschaft mit bestem Beispiel vorangegangen ist.
    Ich plädiere für ein Systemwechsel von 4-2-3-1 auf 5-2-2-1. Wir kommen im bisherigen System viel zu selten in die Überzahlsituation. In jedem Fall müssen wir unsere Konter effektiver zu Ende spielen. Möge Alex Meier – unsere „Lebensversicherung“ – bald gesunden, dann sehe ich einen versöhnlichen Saisonausklang (hoffentlich oder wenigstens mit der Teilnahme am DFB-Pokalfinale) entgegen.

    • Jermaine Jones Junior

      Edit: von 5-2-2-1 auf 4-2-3-1. Weg mit der 3er Kette und mehr Struktur im Mittelfeld, bitte!

    • Mit der 5 er Kette sind wir immer in Überzahlsituation, nämlich im Aufbauspiel, weil der Gegner meistens nur mit 2 Mann presst. Daher auch die hohe Ballbeditzquote, weil hintenrum wie beim Hockey aufgebaut wird. . Für das Offensivspiel ist das nichts. Wenn der Mittelmann in der 3 er. Achse bei ballbesitz aufrückt, könnte das schon einiges verändern. Hoffenheim spielt das mit Voigt par excellence.

      • Jermaine Jones Junior

        Das ist richtig, aber das aktuelle System birgt auch Nachteile, die unser Hauptproblem, das Herbeiführen von Torchancen, verschärft.

        Björn hat es mal richtig beschrieben: In der Hinrunde war wenigstens eine Struktur in unserem Offensivspiel erkennbar. Seit aber Huszti weg ist und Hasebe bis zum Saisonende ausfällt, greift dieses System nicht mehr. Alles war aufeinander aufgebaut.

        Am sturen Festhalten an der 5er Kette (System) und mit einer viel zu defensiven Grundhaltung (Taktik) kommen wir im Offensivspiel nicht häufig genug in die erwünschte Überzahlsituation, weil sich der Gegner dann meist schon formiert hat.
        Und wenn wir den Gegner mal kommen lassen, nutzen wir die Freiräume nicht effektiv genug. Das hängt dann leider mit dem ineffizienten Umschaltspiel zusammen. Danny Blum gab gestern in der Hinsicht keine gute Figur ab. Das Passspiel war dann ebenfalls mangelhaft (Tempo, Genauigkeit, Timing, Zuspielort).
        Zum Abnehmer Hrgota ist eh schon alles geschrieben worden. Folglich verwerten wir viel zu wenige Tore.

        Die Struktur im Mittelfeld fehlte deswegen, weil sich die Abwehr und das Mittelfeld nicht auf ein gemeinsames Risikomaß festlegen konnte. Wenn wir einen Verteidiger zugunsten eines weiteren Mittelfeldspielers opfern, hätten wir neben Mascarell jemanden mehr (ich denke da an Stendera), der über ein ausgewogenes Maß zwischen Risiko und Sicherheit mitentscheidet. Die ganze Mannschaft weiß, dass sie offensiver spielen muss. Mit der 5er Kette ist das Hauptproblem hausgemacht!

      • Das sehe ich zu 100 Prozent auch so.
        Gacinovic würde mir offensiv links auch besser gefallen.
        Ich fürchte nur, Stendera ist noch nicht so weit.

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