Sie fahren nach Berlin

Das Sahnehäubchen ist oben drauf, Eintracht Frqnkfurt steht im DFB-Pokalfinale! Auf den stärksten Auftritt seit Monaten, 45 Minuten lang, folgten in Mönchengladbach Elemente des Gegenteils. Das Spiel war gekippt, das 1:1 mit dem Halbzeitpfiff wirkte wie ein gezogener Stecker. Der Strom floss danach nicht mehr durch die Leitungen Eintracht Frankfurts. Die Laufleistung, die Intensität der ersten Halbzeit, davon war ab Wiederanpfiff nichts mehr zu sehen. Die Borussia war dann bis zur Schlussviertelstunde in dem Maße der SGE überlegen wie BMG zuvor unterlegen war – mit Ausnahme des Chancenwuchers, den gab es nur bei Frankfurt, defensiv lies die Eintracht allem Schwimmkurs in der Verlängerung zum Trotz wenig zu. Ein Team, dessen gesamter Kader im Stadion war und dass sich das Pokalfinale verdient gehabt hat. Berlin, Berlin, sie fahren nach Berlin!

Der einzige Abfaller zeichnete letztlich für den entscheidenden Elfmeter verantwortlich – und es war, dramaturgisch ha fast erwartbar nach den letzten Wochen, Branimir Hrgota. Selbst in der stärksten SGE-Phase, der gesamten ersten Halbzeit fiel er nicht weiter auf – ausser beim Vergeben besagter zweier Chancen, bei denen Alexander Meier den Torwart noch nach Ecke, Höhe und Wucht gefragt hätte bevor er ihn mit verbundenen Augen reintut. Ein Ärgernis; um dann letztlich der Mann im.Mittelpunkt zu sein.  Wer saß bei seinem Anlauf nicht bibbernd da?!

Lukas Hradecky wirkte im Spiel abermals fahrig, das Herauslaufen nsch Sommer-Abschlag oder zwei geklatschte Schüsse. Nein, der Torwart hat seine Coolness und damit Qualität verloren. Verkaufen, es wäre besser für alle Beteiligten – vorher aber hat es mit dem Big-Play im Elferschiessen noch gereicht.

Davor gingen die seltsamen Personalentscheidungen des Trainers weiter. Hector von der Tribüne in die Startelf, Wolf plötzlich als Mascarell-Ersatz, Minuten später Seferovic für Rebic … Nunja. Irgendwie wirkt diese Rochade ziemlich wild. Zumal nach der Herausnahme Rebics so gar keine Ordnung mehr auf dem Feld war. Zugriff im Mittelfeld gab es kaum noch, die Zentrale war sogar völlig offen. Es wirkt wie die symbolischste Szene um den Frankfurter Funktionären ihr Transferversagen im Winter vor Augen zu führen. Eine Rumpfelf rettete sich ins Elfmeterschiessen – und genau die Disziplin bei der die SGE in der Saison so oft schwächelte, gewinnt sie nun in Richtung Pokalfinale. Ein Wahnsinn! Und nun also, zehn Jahre später, wieder ein Pokalfinale – nochmal gegen Gladbach, das wäre zu schön….

 

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6 Kommentare

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6 Antworten zu “Sie fahren nach Berlin

  1. Walter Kolb

    Es ging doch gestern erstmal primär nur um das Finanzielle. Sonst hätte Hellmann nicht so einen Druck aufgebaut wegen dem „5 Millionen Euro Spiel“.

  2. Hoffentlich kommt der BVB ins Finale. Da sehe ich eher Chancen als gegen die Bayern.

    Erste Halbzeit war wirklich stark. Es war schön anzuschauen. Danach wie all zu häufig. Aber letztlich völlig egal. Man muss die Feste feiern wie sie fallen.

  3. Maurice

    Ich rechne die Leistung der Jungs gestern hoch an. Es war absolute Disziplin und gnadenloser Kampf, was uns gestern ins Finale getragen hat. Nach der System-Umstellung von BMG zur 2. HZ haben sie viel Zugriff zum Spiel gehabt. Sie konnten die Bälle besser in ihren Reihen halten und so mehr Druck auf die SGE aufbauen. BMG besitzt einen hochqualitativen Kader. Es war also abzusehen, dass sich das Spiel nach Wiederanpfiff anders gestaltet. Dem so Stand zu halten, war eine starke Leistung. Die Defensivarbeit war gestern top! Man darf sich nicht vom Tabellenplatz der Borussia täuschen lassen. Im Pokal hat man ein Spiel, das über „Raus“ oder „Weiterkommen“ entscheidet. Da spielt die Liga keine Rolle.

  4. Ken Stunich

    Nochmal gegen „Gladbach“?

    • Maurice

      Ich denke, Björn meint damit, dass der BVB oder Bayern ein anderes Kaliber sind. Deswegen wäre es zu schön gewesen, gegen einen Gegner wie BMG im Finale zu spielen.

    • Eintracht Fan_Hamburg

      Eine Metapher für die Unmöglichkeit nocheinaml so einen derart schwachen Gegner in dieser Phase des Wettbewerbs vor die Flinte zu bekommen.
      …alles egal, das gibt einen coolen Tag in der Preußen-Metropole, an dem man sich selbst feiern kann und hoffentlich ermöglichen die paar Mehreinnahmen nächstes jahr einen richtigen Kader!

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