Später mehr

Kirmestruppe. Eintracht Frankfurt ist so peinlich schlecht, ich muss mich erstmal sammeln.

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Verantwortlichkeiten

Von Aufbäumen, von Charaktertest, von Reaktion ist nun bei und um Eintracht Frankfurt die Rede. Wieder mal. Der Klub, der seit Jahren die TV-Tabelle als Maximalziel, als Motivationsmittel sieht, knallt zum wiederholten Mal hart auf den Boden der Leistungssport-Realität.

Handwerkliche Fehler, grundsätzliche Fehleinschätzungen der Lage sowie der Qualitäten, Ambitionsangst und Investitionsverweigerung sind schuld am Total-Einbruch der SGE. Dinge, die Entscheider entschieden haben. Sie haben einen Absturz verursacht, der seinesgleichen sucht und doch letztmals vor erst sechs Jahren geschah. Bei genau diesem Verein – diesmal lediglich auf höherem (Tabellen)Niveau mit, jedenfalls laut Buschfunk, intakterem Binnenklima als im Jahr als ein eben solcher Einbruch den Abstieg zur Folge hatte.

13 Spiele, ein Sieg, weniger Tore als jeder andere Bundesligist, schlechtestes Rückrundenteam und spielerisch limitiert wie kein Konkurrent. Das ist die Bilanz, die Realität, die nur einen Schluss zulässt: Trainer Niko Kovac wäre nicht mehr Eintracht-Trainer, wenn auf dem Punktekonto auch nur ein paar Zähler (aus der Hinrunde) weniger verbucht wären als es der Fall war/ist. Er ist nach Geradeso-Rettung und Hammer-Hinrunde vertantwortlich für eine beispiellose Misserfolgsserie, für die harmloseste Eintracht aller Zeiten. Kovacs Worte sind, wie jeden Tag seit seinem Amtsantritt meist geschliffen, gut, lesenswerte, oft richtige. Seine Taten, da sieht es jedoch anders aus.  Wenn Außenspieler plötzlich ohne Not zentral gestellt werden, Zentralspieler auf Außen, wenn sich das spielerische Repertoire in Quer- und Rückpässen erschöpft, wenn es parout nicht gelingt, Spieler besser zu machen, sie mindestens aus ihrem Leistungsloch zu hieven, sie im Gegenteil sogar immer schlechter werden (Hrgtoa und Seferovic), sind das Dinge die in der Verantwortlichkeit des Trainers liegen. Und da ist die Bilanz doch zusehens erschütternd. Was wiegt wie schwer? Die Macht des Faktischen, und die besagt: Der Punktepuffer ist nicht nur für die Eintracht die Rettung (Bundesligaverbleib), sondern auch für Kovac (Job). Das Erreichen des DFB-Pokalfinals, das muss man einfach analytisch nüchern festhalten, ist dem puren Glück in Bezug auf Lostopf und Spielverläufe geschuldet, man sollte die Leistung jedenfalls nicht zu hoch hängen. Tut man es doch, geht die Fehlerkette einfach immer weiter, dann bildet man sich tatsächlich ein, auf dem richtigen Weg gelaufen zu sein. Ergo würden Konsequenzen, würden die richtigen Lehren – wieder mal – nicht gezogen.

Und im Sommer steht das nächste Bäumchen-Wechsel-dich-Spiel an, das nächste Kapitel in der Kaderflickschusterei. Es droht ähnlich wundertütenhaft zu werden, wie vor der noch laufenden Saison: Leihspieler, Austauschbares. Genau die richtigen Leute für das Ziel TV-Tabelle.

 

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Bedenklich und bekannt

Die Lemminge legen wieder los: Die selbsternannten „besten Fans der Welt“ verurteilen im Stadion und im Internet all jene SGE-Anhänger, die vor Abpfiff der Partie gegen den VfL Wolfsburg das Weite suchen. Weil sie, die Supportpolizei entscheiden wer, wann was zu tun und zu lassen hat. Angestachelt von einem Menschen, der in ein Megafon brüllt. Die Herde folgt. Bedenklich und bekannt, nicht wahr?

Die Edelfans im Stehblock, die gegen Kritik geimpften, beratungsresistenten, gegen Fussballinteresse immunen Dauersingsanger verunglimpfen und bedrohen (verbal wie physisch) nun also schon andere Fans von Eintracht Frankfurt. Stopp, nein, sie attackieren jene verbliebenen Vernünftigen, die Nicht-Blinden, die sich von Funktionären, Trainern und Spielern nicht (ewig) verarschen lassen. Die (mittlerweile) sehen, was ihnen da an Skibbe-Reloaded für ihre wertvollen vielen Euros und Stunden angeboten wird. Davon gibt es, siehe Besucherzahlen, Dauerkartenboom und Pokalfinal-Hype viel zu wenige. Alles Ball-Gerumpel und Offiziellen-Geschwätz bleibt ja folgenlos.

Sollen sich die Ewigtreuen doch wie immer selbst feiern, sich blenden und belügen – sie sind schlicht zu bemitleiden. All die Teens und Testosteronbomber in und um die Nordwestkurve, die sich bei so einem, dem unzähligsten Rotz-Kick der Mannschaft provokant in Richtung Oberrang drehen und jenen drohen, die sie offenbar als minderwertige Fans ansehen. Einfach nur, weil die entschieden haben, keine Lust mehr auf den sportlichen Müll zu haben.

Schlechtestes Rückrundenteam der Liga, Dauerpleiten gegen jede Kirmestruppe, 2011-toppender Absturz von Rang 3 auf 11 , keine Tore, lust- und saftloser Anti-Fußball, abschenken, austrudelm und im Pokalfinale sowieso nur dank Lachhaft-Lostopf und fortwährendem Dusel: Die Keine-Verbrecher-Fussballfans liefern den nächsten Beweis dafür, wie egal ihnen der Sport ist. Ihnen geht es um das Event, um das Show-off vor all jenen, die andere – oder nun auch die selben – Farben tragen. Es geht ums Fahnen schwenken, singsangen, rüpeln, pöbeln, Schildchen hochhalten, Pyro zünden. Ums Outlaw sein.

Entrückt sind diese Leute vom Treiben auf dem Platz. Noch so mies können die Ergebnisse und Leistungen der SGE sein, es wird „supportet“. Völlig egal welcher Spieler das Hemdchen spazieren trägt, umher diletiert, geringsten Ansprüchen nicht gerecht wird. Kritik? Niemals! Pfiffe sind verboten, Nestbeschmutzer-Alarm. Die Reihen muss man schließen, die Wagenburg muss höher, stabiler. Konformität und Homogenität sind herzustellen, wir gegen die, für uns oder gegen uns. Bedenklich – und bekannt, nicht wahr?!

Diese Fans sind das Übel, die Geißel Eintracht Frankfurts. Sie ruinieren Image, Klubkasse und sind maßgeblich verantwortlich für den sportlichen status quo: Sie erzeugen für die Spieler, die das Vielfache des Gehalts ihrer Claquere kassieren, eine Wohlfühl-Atmosphäre, ein Kuschelklima das Leistung(ssport) verhindert. Treu bis in den Tod? Hatten wir das nicht schonmal? Lehre daraus?

Als Fan sucht man sich seinen Verein bekanntlich nicht aus. Schade, dass der Verein sich seine Fans auch nicht aussuchen kann. Und der Fan kann sich auch die Mit-Fans nicht aussuchen, er kann sich nach Aktionen wie jetzt nur für sie schämen. Fragt sich nur, ob das Schamlevel gegenüber besagten Fans oder den sportlichen, nunja, Leistungen größer ist.

Aber man muss ja sehen wo man herkommt. Deshalb lieben Spieler und Funktionäre ihre Lemminge ja so: Von irgendeiner Erwartungshaltung, die auf Sportliches bezogen ist, sind die entfernter als die Erde vom Uranus. Leicht zu beglücken, die Hater, ein Traum für all die Blender, die in Frankfurt zugegen waren, sind und bleiben.

Noch drei Wochen bis zum Pokalfinale. Dann ists endlich vorbei. Und wofür? Dass die Endlosschleife danach weitergeht. Dann wird das Kirchenmaus-Image weiter gepflegt; Rang 11,12,13 macht das ja leicht. Da kommt man dann ja her.

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Im Kopf woanders

Den Pokal vier Wochen lang im Kopf und die TV-Tabelle als einzige Motivation für die Liga. So wie gegen Wolfsburg, auswärts eines der grätigsten Teams, sieht das dann aus. Austrudeln. Wie immer.

Pokalfinale ist übrigens erst am 27. Mai. Aber Eintracht Frankfurt berauscht sich jetzt wochenlang daran, dass man es bis ins Endspiel geschafft hat. Ketzerisch sei nochmal an die Spielpaarungen, Magdeburg, Ingoldstadt, Bielefeld, Hannover und Gladbach, erinnert.

Ohne Verve, ohne Lust, ohne irgendetwas wird die Liga hergeschenkt. Wie immer. Gegen Hoppenheim die reine Verhinderung, gegen Wolfsburg die reine Vermeidung. So spielt sie, die schlechteste Rückrundenmannschaft der Bundesliga. Das mit der Schande, dieses 2011 gewählte Wort, dürfen sie gerne wieder aufwärmen bei Eintracht Frankfurt. Aber nein, man muss ja auch mal sehen, wo man herkommt.

Pokalsieg? Mit der Kirmestruppe? Klar.

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Einmal, nur einmal …

Nein, ausgetrudelt ist Eintracht Frankfurt beim 118 Jahre alten Traditionskonaortium SAP nicht. Abgeschenkt wurde nicht. Die Mannschaft, auf der neuralgischen und von den Funktionären sträflich vrrnachlössigten Position im DM personell am Boden liegend, versuchte das Halten eines 0:0 über 90 Minuten, nicht zum ersten Mal unter Trainer Niko Kovac- und auch nicht das erste Mal, dass die Mannschaft  (spät) bestraft wurde.

Neun Punkte aus den letzten drei Spielen wären angesichts der Tabellensizuazion (en) durchaus möglich. Mit anderer personeller Ausstattung. Es bräuchte zwei defensive Mittelfeldspieler, dazu einen Linksaussen und einen Stürmer. Vier Dinge, die Eintracht Frankfurt nicht besitzt, lediglich links könnte Taleb Tawatha noch sowas wie ein Faktor sein.

Sehr gespannt darf man jedenfalls bereits jetzt darauf sein, wie diese Bundesligaspielzeit – die nach einem einmaligen Tabellenabsturz zwischen 10 und 13 enden wird – bewertet werden wird. Die Bundesliga, wohlgemerkt, nicht der Pokal.

Zu letzterem aber schonmal ganz ketzerisch gesagt: Die Lose hätten leichter nicht sein, das Spielgück der SGE (selbst gegen Dritt- und bald Drittligisten) nicht holder sein können. Man schaue in den Archiven nach, ob ein Finalist jemals einen derart simplen Turnierbaum vorgesetzt bekam.

Wenns ja zum.Pokalsieg führt, bitte, nur zu gerne. Doch zu befürchten steht ein gewohnt graues Abschneiden in der Liga plus ein „es ist bei Träumen geblieben“-Erlebnis im Pokal.

Einmal aufm Römer … einmal … nur einmal …

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Europa ade

In der 90. Minute zerschellt er endgültig, der Traum von Europa. Nach einem Eckball; bezeichnenderweise trifft der Sohn des Frankfurter Sportdirektorversuchs. Aber vor allem ging diese Partie deshalb noch verloren, weil Eintracht Frankfurt sich in den letzten zehn Minuten nur noch auf das Herausdreschen der Bälle verlegte. Kein Versuch mehr von Entlastung, Tennis gab es statt Fussball. Die Quittung gab es hintenraus, wie vor einem Jahr gegen Werder Bremen.

Was war da heute drin … ein Punkt, absolut. Aber es ist eben auch ein reines Ärgernis wenn man sich die „Stürmer“ anschaut. Der Seferovic „schiesst“ mitm Stollen den Torwart an nachdem er sich zuvor stark durchdetzt … das ist zum Verzweifeln.

Total ärgerlich. Alles. Pokalfinale und Rang, ja, was 11? 10? 12? Am Ende wird sie leider völlig brotlos enden die Saison, die Bundesligaspielzeit zumal.

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Trudelmodus: an

So, genug des Rauschs. Das DFB-Pokalfinale ist erreicht, aber die Bundesliga hat noch zwölf Punkte und Uefa-Cup-Plätze zu vergeben. Aber natürlich ist das bei Eintracht Frankfurt kein Thema, der Sieg gegen Augsburg samt Folgeerfolg in Gladbach hat ihn bereits umgelegt, den Austrudel-Schalter. Nix da von wegen Sturm auf Rang sieben, irgendwie, mit aller Macht – nein, der Fokus liegt auf dem Pokalfinale, einem Spiel dessen erfolgreicher Ausgang wesentlich unwahrscheinlicher ist als das Erreichen von sechs, sieben weiteren Bundesligapunkten, die für Rang sieben, also die Europapokalqualifikation reichen könnten. Wenn man das bei der SGE denn erreichen würde wollen.

Die Personalsorgen kommen der Eintracht da argumentativ glücklicherweise zu pass. Man hört das Auftatmen des Bruno Hübner bis hoch zu den Kasseler Bergen. Abschenken? Iwo, aber die Verletzten, die ganzen Verletzten … Ja und? Gerade jetzt wäre sie doch da, die Zeit des befreit Aufspielens und die große, große Chance für die ganzen Spieler, die glauben etwas zu sein oder werden zu wollen: Die Barkoks, Blums, Varelas, Besuschkows, Tarashajs, Tawathas, Ordonez‘, ja vielleicht gar mal irgendein Explodierender aus dem Jugendbereich? Kann schiefgehen, klar. Mit dieser devoten „naja, wir würden Rang 7 ja nehmen, aber wahrscheinlich wird es dafür nicht reichen, weil wir ja ohnehin nicht gut genug sind“-Haltung geht es jedoch ganz bestimmt schief. Rang 9,10,11 – jo mei, aber wir fahren doch nach Berlin! Diese elende Mutlosigkeit, dieses Dauergebücke, es k**** mich an. Wovor haben die Funktionäre Angst? An Ansprüchen zu scheitern, die im Leistungssport selbstverständlich sein sollten? Lasst die Spieler doch von der Leine, ruft Rang sieben als Mindestziel aus, selbst wenn ihr Anzugträger nicht ernsthaft daran glaubt, tut doch wenigstens so als ob, besser noch: tut etwas dafür, daran zu glauben, dass es möglich ist. Gebt dem Affen Zucker, lasst den Windhund hinter dem Hasen her rennen!

Wieso sollte ein Remis in Hoppenheim unmöglich sein? Wieso sollte man Mainz und Wolfsburg nicht bezwingen können? Wieso ist ein Unentschieden, gar ein Heimsieg gegen Champions-League-gesicherte-Vizemeister-Dosenmilliardäre utopisch? Gegen SAP mag eine Pleite angesichts des Rauschzustands ja noch durchaus wahrscheinlich und auch nachvollziehbar sein, aber die anderen drei Gegener? Da sind doch sechs, sieben, ja, auch neun Punkte bitte keine Science fiction? Man müsste halt den Nachbrenner zünden, statt den Bremsklotz zu werfen. Klar kommt dann noch Berlin, das Pokalfinale – aber Zeit der Regeneration und Fokussierung wäre ja auch dann noch genug, wenn man wenigstens erst nach Ende des 33. Spieltags, bis zu dem man das Maximum zu erreichen versuchen sollte, abschenkt und Positionen unterhalb von Rang sieben akzeptiert. Wären es also vor dem letzten Spieltag 3 Punkte auf den Siebten, lasst gut sein, stellt die A-Jugend gegen die Mateschitz-Mannschaft auf. Aber bis dahin erwarte ich als Fan, im Sinne des Leistungssports, des Wettbewerbs, der Ambition unbedingten Sieges- und Erfolgswillen, sechs Punkte sind mindestens noch drin. Für was auch immer dieses Minimum dann reichen mag. Just try, god damnit!

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