Monatsarchiv: Juni 2012

Italien? Her damit!

Nicht nur, dass ich am Donnerstagabend mit und für Italien fiebere, höre ich die Gerüchte gerne, dass die Eintracht an einem italienischen Innenverteidiger interessiert sein soll. Da reicht mir schon der Gen-Pool um zu wissen, dass das eine Verstärkung wäre. Also, her mit dem Italiener für die Defensive, die können das wenigstens richtig.

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My bonnie lies over the Oc(c)ean

Olivier Occean – jawoll! Es ist noch nicht lange her, da liefen die nimmerzufriedenen Battalione Sturm als genau dieser Spieler vom OFC nach Fürth wechselte. Bleibt man sich treue, sollte man sich jetzt dementsprechend freuen. Da ist Hübner ein guter Fisch ins Netz gegangen und wem Jahrgang 1981 zu alt ist, der … naja, ich würde mich als Jahrgang 1982er persönlich angegriffen fühlen. Die nassesten Leute sind die, die mit dem Altersargument hantieren. Zumal, wenn wir von rund 30 Jahren reden, nicht 35, 38 oder 40.

Ob er jetzt derjenige welcher ist, der gemeinsam mit Inui – sofern dieser ebenfalls verpflichtet wird – die Eintracht zu einem etwaigen Klassenerhalt bugsieren kann: fraglich. Doch Bruno Hübner wird ein weiteres Ass aus dem Ärmel zaubern, sollte Rob Friend abgegeben werden können. Dann wird im Sturm wohl auch nochmal nachgelegt. Aber selbst wenn nicht: Etwas beruhigter darf das Eintracht-Herz nun schlagen.

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Das Stirnband

Jubeltrunken über Griechenlands Defensivfußball ereilt mich an einem ruhigen Sonntagmittag die Nachricht, dass Martin Lanig bald für die Eintracht spielen soll. Wobei spielen das falsche Wort ist: Rumpeln, das trifft es wohl eher. Viele Fouls, klotzig im Bewegungsablauf, ein tzavellas´sches Passspiel und nur für Kopfbälle zu gebrauchen. In etwa das verbinde ich mit ihm. Wahrscheinlich tue ich ihm damit Unrecht. Vermutlich ist er eine echte Bereicherung für die Eintracht. Einzig der Glaube fehlt mir. Dieser Transfer schreit geradezu nach Verlegenheit – und mich beschleicht das ungute Gefühl, dass uns in wenigen Tagen noch Chris als Verstärkung verkauft werden wird und die wesentlichen vakaten Positionen: Innenverteidigung (mind 1, eher 2 Leute) und Sturm (2 Leute) weiter auf sich warten lassen.

Wir geben aber erstmal die halbe U23, zumal die Offensive ab. Das sind dann diese Vorgänge, die sich mir einfach nicht erschließen. Wenig Geld, wenig Argumente und wenige Chancen auf dem Transfermarkt – aber das „Risiko“, sofern es denn wirklich eines ist, mal einem Jungen von der Jugendauswahl im Profiteam eine maßgebliche Rolle zuzutrauen: nein, nicht in Frankfurt. Der SC Freiburg hat übrigens im tiefsten Abstiegskampf, als Tabellenletzter, in seine Abwehr (!) einen  A-Jugendlichen und einen 21-jährigen aus der 2. Mannschaft eingebaut. Abgefallen sind die nicht, im Gegenteil. Ich bin wahrlich nicht dafür zu haben, jede Entscheidung in Frage zu stellen. Aber die Logik erschließt sich mir halt einfach nicht. Mir wäre wohler, wenn ich nicht täglich an die Innenverteidigung – sofern man die so nennen darf – und den Sturm – sofern man den so nennen darf – denken müsste. Und dann präsentieren sie uns einen defensiven Mittelfeldspieler. Mit Chris sogar zwei davon. Wobei das ja egal ist, die sieben Spiele die er fit ist 😉

Weiter also gespanntes Warten, wer denn vorne 7 bis 10 Tore schießen und welche zwei hinten Dutzende Tore verhindern sollen.

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Sturm-Hoff(er)nungen

Es zeichnet sich also ab, dass die Eintracht weiterhin mit Erwin Hoffer plant. Kauf zu günstigerem Preis, erneute Ausleihe: dieser Tage hört sich das recht konkret an. Und doch mag in mir keine Beruhigung einkehren. Vorne, das schrieb ich in den vergangenen Wochen mehrfach, fehlt uns für Liga 1 die Durchschlagskraft. Ein Mo Idrissou wird es mit anderen Abwehrkalibern zutun haben und kein Dutzend Tore mehr schießen. Ein Meier wird zwar wieder seine 6 bis 10 Tore erzielen, aber nicht um die Torjägerkanone mitkämpfen und ein Hoffer, das sollte man nicht vergessen, hatte schon in vielen Unterhaus-Spielen so seine liebe Mühe und Not. An dieser Bestandsaufname könnte auch eine Verpflichtung von Inui, seines Zeichens offensiver Mittelfeldspieler, nichts ändern.

Hoffer erscheint derzeit die Lösung mangels Alternativen. Denn selbst der Großteil jener Stürmer, die ich zuletzt auflistete, strotzt nicht gerade vor Kraft. Andererseits ist das ja klar: als Aufsteiger fischst du nicht in den großen Seen.

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Dänische Delikatessen

Ich will irgendeinen defensiven Dänen für die Eintracht. Die spielen einen so geilen Ball, ich verliebe mich ins dänische Dynamit. Oder in den dänischen Beton. Oder in den dänischen Konterfußball. Die haben gegen die notorischen Harry-Potter-Fußballer so gespielt, wie ich mir das vorstelle: die anderen sollen mal brav hulla-hulla-Kick zelebrieren, selber spielt mans nüchtern und konzentriert runter. Herrlich. Also: her mit einem Dänen!

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Mir gibt das nichts

Fahne schwenken, Bäckchen anmalen, Nationalhymne singen: Bald ist es wieder angesagt, all das oder ähnliches zu tun. Die deutsche Nationalmannschaft spielt bei der Europameisterschaft und vom Enthusiasten bis zum Gelegenheitsfußballfan schaut wieder jeder die Spiele. Es wird sich erfreut an Dribblingeinlagen von Özil, Götze, Schweni, Poldi oder sonstwem. Kommentatoren wie Bela Rethy oder Steffen Simon werden die Nation wieder mit Allgemeinplätzen und Rudimentärkenntnissen des Sports elenden. Reinhold Beckmann und Katin Müller-Hohenstein werden auf Bühnen auf Usedom oder sonstwo „anmoderieren“ und ihre Experten befragen. Nach Spielende werden einige hyperkreative Kollegen wieder die Fragen stellen, auf die alle Welt wartete: „Woran hats gelegen?“, „Wie fühlen Sie sich?“ Und wenn bei diesem Turnier Deutschland am Ende fast erwartungsgemäß den Titel geholt hat wieder Auto-Korsos durch sonst so biedere Örtchen rauschen und der Nationalstolz mal vier Wochen zur Schau gestellt wird, wird mich das sportlich so kalt lassen wie Trockeneis.

Bis vor ein paar Jahren war das durchaus noch anders. Da schaute auch ich Spiele der Nationalmannschaft, interessierte mich dafür. Das war, als noch Typen spielten, oder wenigstens nominiert wurden. Effenberg, Sammer. Frings, Ballack. Selbst einer wie Jones. Heute gilt Philipp Lahm als Charakter und es stehen Anfang 20-Jährige im Tor. Das widerspricht meiner Vorstellung von Fußball, oder von Fußballern. Ich kann in diesem Team seit Jahren keinen entdecken, der mir imponiert, so vom Auftreten her. Per Mertesacker, gut, das wars dann aber auch. Ich sehe da Beliebigkeit, Austauschbarkeit, aalglatte, abgezockte und konfliktscheue Leute. Ich kann nichts dafür, ich schließe die Augen und sehe handzahme Gesichtlein, mit Gel in den kurzen, immer modisch geschnittenen Haaren.

Der DFB und seine Getreuen sorg(t)en ja ohnehin seit jeher dafür, dass mancher Kopf abgesägt wurde. Geschickt über die abgewixten Bierhoffs, Flick-Löws und Lahms entledigte man sich Michael Ballack. Zuvor schon Torsten Frings. Einen Frank Rost, ein streitbarer Typ, der sich nicht bevormunden lässt, nominierte man seinerzeit nicht mal für irgendwelche Gurkenspiele; nur, als die halbe Liga ausfiel durfte er 2002 mal kurz zwischen den Pfosten stehen. Schaden solche Charaktere einer Mannschaft? Nein. Sie bringen ein Element hinein, auf das keine Mannschaft, kein Kollektiv verzichten kann.

Aber ich verirre mich schon wieder in einer Auseinandersetzung, die ich gar nicht führen möchte. Denn im Grunde ist mir die Nationalmannschaft egal. In mir streubt sich einfach alles, zwei Dutzend Spielern zuzujubeln und mitzufiebern, denen ich in wenigen Wochen Schmähgesänge an die Ohren ballern werde, sobald meine Eintracht aus Frankfurt gegen sie spielt. Mag man sturköpfig oder schlimmeres nennen, aber ich bleibe mir da irgendwie einfach treu. Mir gibt die DFB-Elf einfach nichts. Da spielt keiner von der Eintracht, seit Ewigkeiten schon nicht mehr, und ob die nun Europameister werden oder nicht, gibt mir emotional nullkommanull. Nicht mal auf den Römer würden sie ja kommen. Berlin wäre da, wie so oft in den letzten Jahren, angesagt. Wie gesagt: Mir gibt das nichts. Und ich werde mehr Spaß mit allen anderen EM-Spielen haben als mit einem einzigen der deutschen Nationalmannschaft.

So dann: Zobaczenie!

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Boomerang

Der Name des Innenverteidigers Dominic Maroh, zuletzt in Diensten des FC Nürnberg, waberte seit einiger Zeit durch den Frankfurter Stadtwald. Ablösefrei, deutschsprachig, erstligaerfahren und sportlich mit mehr als einem Qualitätsnachweis: das Profil passte. Doch der FC Köln, Absteiger aus Liga 1 mit einem oft offenen Geldbeutel, war schneller. Oder attraktiver. Oder entschlossener.

Jedenfalls befindet sich die Eintracht in einer denkbaren schlechten Lage: Bamba Anderson war einem das Geld (1,5 Mio.) nicht wert. Dominic Maroh (0 Euro Ablöse) bekam man nicht – oder wollte ihn vielleicht gar nicht. Für die Bewertung spielt das keine Rolle, denn so oder so entgeht der Eintracht die Chance, günstig einen guten Mann zu verpflichten.

Davon abgesehen halte ich Bamba Anderson immernoch für günstig. Zumal gemessen an dem, wer und was sonst in Betracht käme.

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